Tag Archives: Flüchtlingsdesaster

Freiburg und die AfD

Prantl meint das richtige, argumentiert aber falsch. Zitat:

 

„Es ist einfach: Man zeigt auf eine Straftat in Deutschland und schert sich nicht um die Jahrhundertverbrechen von Aleppo.“

Nein!

Das darf nicht gegeneinander ausgespielt werden. Marie L. durfte nicht angegriffen und getötet werden, punkt. Egal – bewusst ohne „“ -, was in Aleppo passiert.

Der richtige Analogieschluss ist folgender:

Am 13. Januar 2012 sank die Costa Concordia vor Giglio. U.a. Dank des großartigen Engagements der Inselbewohner konnten mehrere tausend Passagiere gerettet werden. Darunter etwa 1500 Männer.

Statistisch darf/muss erwartet werden, dass diverse Männer unter den Geretteten im weiteren Verlauf ihres Lebens schwere Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, lies: eine Vergewaltigung begehen werden. Und auch Straftaten durch die geretteten Frauen sind statistisch zu erwarten.

Laut AfD-Logik hätte niemand gerettet werden dürfen. Bzw: Die Retter von Giglio sind ab sofort für jede Strattat, die eine der Überlebenden begehen wird, verantwortlich. Denn ohne Rettung wäre diese Straftat ja nicht begangen worden.

Das ist das schäbige, schmierige, elende, verluderte am AfD-„Argument“. Das AfD-„Argument“ ist nicht einmal erlogen. Es ist nur hemmungslos erstunken.

Barmbeker Musel-Sexmob +++ Barmbeker Musel-Sexmob +++ update!

In folgendem sehen Sie Bilder vom Barmbeker Muselsexmob. Ich habe sie, wie unschwer zu sehen, unter Lebensgefahr geschossen. „anwohner51“ macht bekanntlich seit Monaten auf die Gefahr aufmerksam, die vom Flüchtlingswohnheim in der Hufnerstrasse ausgeht. Ich habe das nicht glauben wollen. Aber jetzt muss ich ihm Recht geben. Unter dem Torbogen…erschütternd! Und achten Sie besonders auf das blonde deutsche Mädchen…eine blonde Tochter eines grün wählenden Universitätsprofessors! Schlimm!

Gestern: Der vertierte Muselsexmob formiert sich:

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Fassungslos machend. Schlimmer noch, was dann unter dem berüchtigten Torbogen in der Hufnerstrasse geschah:

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Wie alle Welt sieht: Werhrlos zappeln die (überwiegend jungen, überwiegend blonden) deutschen Mädchen unter dem Torbogen der Schande im Würgegriff des Musels! Und niemand greift ein, keiner traut sich mehr. Denn klammheimlich hat der Musel uns bereits im Griff. Sehen auch Sie da „blonde Töchter grün wählender Uni-Profs“? Ich ja…

Und heute? Sah es etwa anders aus? Mitnichten!

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Wieder sammelt sich der vertierte Muselsexmob am Flüchtlingsheim. Teddybärenwerfer wie ich tun nix dagegen, nix! Und was passiert?

Das hier:

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Der Muselmob rast durch die Stadt, er macht die blonden Fauen platt! Und niemand hilft „anwohner51“. Schauen Sie sich diese Bilder an! Ist es zu fassen? (Lassen Sie sich von der Bild-Manipulation der muselbestimmten Feindpropaganda nicht in die Irre führen: Der Musel-Sexmob war da! Ich bin von der Lügenpresse erpresst worden, diese Friedfertigkeit suggerierenden Bilder zu schießen! anwohner51 weiß Bescheid! Wolfgang und Steffi auch…)

Steffi Krause, edelstes deutsche Blut ganz offenbar, hat mich ja schon vor Monaten angemailt: Sie habe Angst, denn unterm Torbogen wurde sie von versexten,vertierten Musels belästigt. steffi.krause72@gmx.de hat offenbar soviel Angst, dass sie nicht einmal am Klingelschild auftaucht… „anwohner51“ hat aber schon mehrfach klar gestellt, woran das liegen könnte: daran, dass die Antifa Menschenhatz betreibe, man als Rechter in Deutschland Angst haben müsse…weswegen ja auch er anonym bleiben müsse. Angesichts der unstreitigen Tatsache, dass die Summe der von der pöhsen Antifa ermordeten Rechten 0 (in Worten: Null) beträgt, während die Anzahl der von den Rechten seit 1990 Ermordeten inzwischen deutlich dreistellig sein dürfte, ist das natürlich eine sehr begründete Angst.

Update: Hier weitere, soeben fotografierte Belege:  Der Musel war Dreck, ist Dreck, bleibt Dreck. Meine Fotos belegen es:

Unfassbar! Der Musel ist, wie man sieht, auch intelligent. Er entzieht sich meiner Kamera. Damit ist bewiesen, dass der Musel besonders brutal agiert…

„Bei Tieren hört der Spaß auf“

Man muss Ruch nicht kritiklos untertan sein -sollte man sowieso nie -, kann auch seinen fast vormodernen Schönheitsbegriff angreifbar finden, aber wo er recht hat, hat er recht:

Medien folgen der Youtube-Logik «Katzen gehen immer». Im belagerten Sarajevo zur Zeit des bosnischen Völkermords (ob der begriff Völkermord zutrifft, wäre allerdings zu befragen, hf) war eines der ersten Opfer ein durch einen Kopfschuss getötetes Kind. Weder das Kind noch die darauffolgenden 120 000 Opfer konnten nur annähernd den Pressesturm entfachen, den ein erschossener Gorilla im Zoo von Sarajevo auslöste. Menschen kann man als Scharfschütze problemlos erschiessen. Aber bei Tieren hört der Spass auf.

Es ist, wir hatten das ja gerade, in gewisser Weise sogar noch schlimmer: Ruch bekommt – das ist im Rahmen des erbittert umkämpften knappen Guts Aufmerksamkeit nicht schlecht – sogar ein NZZ-Interview, wie gesehen. Aber schon morgen zieht auch in der NZZ die Diskurskarawane weiter, es geht dann um … ach, suchen Sie es sich doch aus. Zur Not um fein ziseliertes Feuilleton über Pep Guardiola, denn der Intellektuelle hat das Kolosseum ab und an ganz gerne, muss es aber in sein Selbstbild integrieren, also per Gscheitschwätzerei unkreisen.

Und natürlich hat Ruch außerästhetisch recht:

Von zwei Schlauchbooten, die vor der libyschen Küste in See stechen, wird eines gerettet. Jedes zweite Boot säuft auf dem Weg in die Wohlstandszone Europa ab. Ich habe nicht den Eindruck, dass dieser Abgrund den europäischen Politikern ganz ungelegen kommt, sonst würden sie etwas dagegen unternehmen.

Wie lässt sich das Sterben stoppen?

Ganz einfach: Wir könnten Flüchtlingen gestatten, ein Flugticket zu kaufen, statt sie auf diese illegalen Todesrouten zu zwingen. Wir zwingen diese Menschen in den Tod!

Genau so ist es! Das, allein das ist die „Flüchtlingskrise“.

Henri-Nannen-Journalistenschule (Finde den Fehler!)

Und hier wieder unsere beliebte Rätselecke „Finde den Fehler!“ Wie immer haben wir eine kleine Hilfe in Form von Fettdruck eingebaut.

Sie sind immer noch da: Die Helfer am Bahnhof in Passau, vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin und andernorts. Sie empfangen die Flüchtlinge, verteilen Klamotten. Ihre Botschaft ist dieselbe wie im Sommer: Flüchtlinge sind in Deutschland willkommen.

Doch die Welt um sie herum hat sich verändert. Noch im September verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Wir schaffen das.“ Seither hat ihre Regierung den Appell mit jeder Entscheidung konterkariert. Auf den kurzen „Sommer der Solidarität“ folgt ein langer Herbst der Restriktion.
(…)

Die Vorschläge, die jetzt zu Reformen verklärt werden, sind mehr oder weniger dieselben, die seit den Neunzigerjahren diskutiert und praktiziert werden. Sie lassen sich in zwei Schlagworten zusammenfassen: Abschreckung und Abschottung.

Die Bundesregierung hat bereits im Juli eine weitreichende Asylrechtsverschärfung beschlossen, die die Inhaftierung von Migranten vorsieht, die über einen EU-Staat nach Deutschland einreisen.

Was lernt man eigentlich so auf der Henri-Nannen-Journalistenschule?

Schönheit wird wieder politisch?

„Wer geduckt steht, will auch andere biegen.

(Sorgen brauchst Du Dir nicht selber zuzufügen,

Alles, was gefürchtet wird, wird wahr!)

Bleib erschütterbar.

Bleib erschütterbar – doch widersteh.“

(Peter Rühmkorf)

Das Zentrum für politische Schönheit re-etabliert Schönheit als Politische Kategorie, und das ist zunächst einmal gut so, nach 25 Jahren postmoderner Beliebigkeit, Schmalspurklamauk, Befindlichkeitsprosa und poetologisch rückversicherter, wirklichkeitsloser Poesie. Denn Speichelleckereien sind, was immer sonst, vor allem eines: häßlich.

Die Gefahr, hier werde der Tod ästhetisiert, man selber damit schleichend faschisiert, eine Gefahr, auf die ich soeben nochmals per Email aufmerksam gemacht wurde, besteht dabei immer. Es beginnt ganz einfach – nämlich damit, klammheimlich, klammoffen nach ‚möglichst‘ hohen Totenzahlen zu schielen…weil diese Toten Sinn verleihen. Das einzig wirksame Antidot gegen jene fatal falsche Identifizierung mit den Opfern (die dann, weil identitätsstiftend, regelrecht ‚benötigt‘ werden) ist jene Warnung, die ich wieder und wieder ausspreche: die davor, Politik und persönliche Identität zu vermengen. Und das meint, sobald Schönheit politisch wird: ich warne, Schönheit und persönliche Identität zu vermengen. Solange das „Zentrum“ sich seine Realitätshärte erhält, sollte diese Befürchtung gegenstandslos sein. Aber es darf seine Aktionen weder identitär aufladen, noch übrigens, die zweite, handfestere Gefahr, zum Geschäftsmodell verkommen lassen (Stichwort „Greenpeacisierung“).

Vorderhand geht es tatsächlich nur um die Toten und darum, ihnen und ihrem vollkommen sinnlosen Tod politisch Gehör zu verschaffen. Ich befürchte allerdings, dass wir es wieder verlieren. Das Flüchtlingsdesaster existiert seit Jahrzehnten. In den 90er Jahren ertranken Menschen in der Oder beim Versuch, „illegal“ nach Deutschland zu kommen – die Gemeinden, an deren Gebiet die Leichen anlandeten, stießen sie in den Fluß zurück, weil man ansonsten auf den Beerdigungskosten sitzen geblieben wäre. Hat damals die Mehrheit nicht interessiert. So, wie die Lampedusa-Toten heute die Mehrheit nicht sonderlich tangieren. Das Problem soll nicht gelöst werden, nur aus dem Blickfeld muss es verschwinden – eine Aufgabe, bei der Merkel mit ihrer Kernkompetenz punkten kann: Probleme virtualisieren, also ins Nichts auflösen. Nie werde ich die mörderische Hetze vergessen, mit der 1992/93 der Änderung GG 16 eine Bresche geschossen wurde. Und natürlich brav und vergeblich in Bonn demonstriert Sommer 93 und gelernt: Die Mehrheit will es so… Insofern ist es zunächst einmal richtig, dieser Mehrheit und ihren Repräsentanten das Ergebnis der mehrheitlich gewollten Politik – Abschottung – vor Augen zu führen. Alles weitere werden wir sehen.