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Freiburg und die AfD

Prantl meint das richtige, argumentiert aber falsch. Zitat:

 

„Es ist einfach: Man zeigt auf eine Straftat in Deutschland und schert sich nicht um die Jahrhundertverbrechen von Aleppo.“

Nein!

Das darf nicht gegeneinander ausgespielt werden. Marie L. durfte nicht angegriffen und getötet werden, punkt. Egal – bewusst ohne „“ -, was in Aleppo passiert.

Der richtige Analogieschluss ist folgender:

Am 13. Januar 2012 sank die Costa Concordia vor Giglio. U.a. Dank des großartigen Engagements der Inselbewohner konnten mehrere tausend Passagiere gerettet werden. Darunter etwa 1500 Männer.

Statistisch darf/muss erwartet werden, dass diverse Männer unter den Geretteten im weiteren Verlauf ihres Lebens schwere Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, lies: eine Vergewaltigung begehen werden. Und auch Straftaten durch die geretteten Frauen sind statistisch zu erwarten.

Laut AfD-Logik hätte niemand gerettet werden dürfen. Bzw: Die Retter von Giglio sind ab sofort für jede Strattat, die eine der Überlebenden begehen wird, verantwortlich. Denn ohne Rettung wäre diese Straftat ja nicht begangen worden.

Das ist das schäbige, schmierige, elende, verluderte am AfD-„Argument“. Das AfD-„Argument“ ist nicht einmal erlogen. Es ist nur hemmungslos erstunken.

Barmbeker Musel-Sexmob +++ Barmbeker Musel-Sexmob +++ update!

In folgendem sehen Sie Bilder vom Barmbeker Muselsexmob. Ich habe sie, wie unschwer zu sehen, unter Lebensgefahr geschossen. „anwohner51“ macht bekanntlich seit Monaten auf die Gefahr aufmerksam, die vom Flüchtlingswohnheim in der Hufnerstrasse ausgeht. Ich habe das nicht glauben wollen. Aber jetzt muss ich ihm Recht geben. Unter dem Torbogen…erschütternd! Und achten Sie besonders auf das blonde deutsche Mädchen…eine blonde Tochter eines grün wählenden Universitätsprofessors! Schlimm!

Gestern: Der vertierte Muselsexmob formiert sich:

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Fassungslos machend. Schlimmer noch, was dann unter dem berüchtigten Torbogen in der Hufnerstrasse geschah:

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Wie alle Welt sieht: Werhrlos zappeln die (überwiegend jungen, überwiegend blonden) deutschen Mädchen unter dem Torbogen der Schande im Würgegriff des Musels! Und niemand greift ein, keiner traut sich mehr. Denn klammheimlich hat der Musel uns bereits im Griff. Sehen auch Sie da „blonde Töchter grün wählender Uni-Profs“? Ich ja…

Und heute? Sah es etwa anders aus? Mitnichten!

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Wieder sammelt sich der vertierte Muselsexmob am Flüchtlingsheim. Teddybärenwerfer wie ich tun nix dagegen, nix! Und was passiert?

Das hier:

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Der Muselmob rast durch die Stadt, er macht die blonden Fauen platt! Und niemand hilft „anwohner51“. Schauen Sie sich diese Bilder an! Ist es zu fassen? (Lassen Sie sich von der Bild-Manipulation der muselbestimmten Feindpropaganda nicht in die Irre führen: Der Musel-Sexmob war da! Ich bin von der Lügenpresse erpresst worden, diese Friedfertigkeit suggerierenden Bilder zu schießen! anwohner51 weiß Bescheid! Wolfgang und Steffi auch…)

Steffi Krause, edelstes deutsche Blut ganz offenbar, hat mich ja schon vor Monaten angemailt: Sie habe Angst, denn unterm Torbogen wurde sie von versexten,vertierten Musels belästigt. steffi.krause72@gmx.de hat offenbar soviel Angst, dass sie nicht einmal am Klingelschild auftaucht… „anwohner51“ hat aber schon mehrfach klar gestellt, woran das liegen könnte: daran, dass die Antifa Menschenhatz betreibe, man als Rechter in Deutschland Angst haben müsse…weswegen ja auch er anonym bleiben müsse. Angesichts der unstreitigen Tatsache, dass die Summe der von der pöhsen Antifa ermordeten Rechten 0 (in Worten: Null) beträgt, während die Anzahl der von den Rechten seit 1990 Ermordeten inzwischen deutlich dreistellig sein dürfte, ist das natürlich eine sehr begründete Angst.

Update: Hier weitere, soeben fotografierte Belege:  Der Musel war Dreck, ist Dreck, bleibt Dreck. Meine Fotos belegen es:

Unfassbar! Der Musel ist, wie man sieht, auch intelligent. Er entzieht sich meiner Kamera. Damit ist bewiesen, dass der Musel besonders brutal agiert…

Hufnerstrasse 51 Blog

Ich fühle mich ungeliebt und unverstanden.

Das ist wohl nicht gelogen… Ein interessanter sozialpsychologischer Beitrag zur Frage „Wie entsteht Menschenhaß, wie drückt er sich aus?“

Übrigens, zur Klarstellung: Seit ich vor mehreren Monaten per Email (von einer evident gar nicht existierenden Person namens „Steffi Krause“!) darauf aufmerksam gemacht wurde, dass unterm Torbogen gegenüber vorgeblich ständig, ständig, ständig Flüchtlinge sich aufhalten und surfen, habe ich natürlich, wenn ich nicht gerade auf Arbeit war, von meinem Balkon aus hinüber geschaut. Waren da Flüchtlinge, wieder und wieder, und haben etwa den Anwohnern den Zutritt versagt?

Natürlich nicht! Ungelogen ganze 5-mal habe ich, bei aberdutzenden, bei hundertfachen Versuchen, Refugees bemerkt, die sich verschämt/versteckt im Torbogen aufhielten und per Smartphone surften. Natürlich haben sie dabei niemanden belästigt. Aber es liest sich so gut, nicht wahr „Hufnerstrasse 51“ (aka „SteffiKrause“?)?

Die Frage nach Menschenanstand ist prä-politisch. Im Rahmen dieser Prä-Politik frage ich mich: Wie innerlich verwahrlost muss man sein, um Blogs a la Hufnerstrasse 51 überhaupt zu führen? Wie verkommen, wie verludert muss man sein, um ggfls wirkliches Fehlverhalten von Flüchtlingen klammoffen jubelnd zu begrüßen? Rubbelt sich „Hufnerstrasse 51“ einen ab, sobald ein Flüchtling sich wirklich falsch vehalten hat, oder wie geht das?

„Hufnerstrasse 51“ agiert im Gegensatz zu mir anonym. Soviel zum Begriff Mut. Aber das war schon immer so bei den Rechten.

 

BKA-Zahlen – und einige Reflektionen

Die BKA-Zahlen „Kriminalität durch Flüchtlinge“ liegen vor. Sie überraschen nicht – Flüchtlinge haben ein Interesse daran, sich das Wohlverhalten der einheimischen Bevölkerung zu bewahren. (Das meine ich weder lobend – „brav, kleiner Flüchtling, brav, keep it up“, noch tadelnd „Du  kleiner Flüchtlings-Onkel-Tom“, das stelle ich zunächst schlicht so fest.) Die SpON-Überschrift stimmt übrigens nicht – Flüchtlinge sind im Durchschnitt sogar weniger kriminell als die Grundgesamtheit, wie SpON ja selber schreibt (Zitat: „Ja, die Kriminalität steigt, aber sie steigt deutlich langsamer, als es die wachsende Zahl der Zuwanderer vermuten lassen könnte.“). Dies verstärkt sich noch, wenn wir flüchtlingsspezifische Kriminalität abziehen – etwa Körperverletzung untereinander in hoffnungslos überfüllten Aufnahmelagern. Ich will solche Prügeleien nicht bagatellisieren, nur haben sie halt sehr spezifische, Sozialpsychologen hinlänglich bekannte Gründe…Gründe, die mit der Herkunft der Flüchtlinge gar nichts, mit den beengten Verhältnissen in den Notaufnahmelagern alles zu tun haben. (Ich schließe im Einzelfall übrigens überhaupt nicht aus, dass es in Flüchtlingsunterkünften Angriffe von Muslimen auf z.B. Christen gibt. Die allemal vorhandene Grundaggression sucht sich dann halt kulturelle Deutungsmuster, mit denen die Aggressionen legitimiert werden können. Dass sich Aggressionen hinter Deutungsmustern verschanzen, ist nun wirklich ein weltweit und seit eh bekanntes Phänomen.)

In diesem Zusammenhang ebenfalls einige kühle Bemerkungen über kriminelle Maghrebiner, also jene Gruppe, die u.a. wohl im Wesentlichen für „Köln“ verantwortlich war. (Man kann es gar nicht laut und häufig genug sagen: Die Straftaten in Köln wurden nicht von den Refugees des vergangenen Jahres begangen, sondern, nach allem, was wir derzeit wissen, überwiegend von seit Jahren kriminell operierenden Gruppen speziell aus dem Maghreb. Syrische Familien, die gerade ihr nacktes Leben gerettet haben, haben für so einen Tünneff wie eine besoffen-aggressive Silvesterparty auf der Kölner Domplatte weder Zeit noch Geld noch Sinn…)  Bei diesen maghrebinischen Gruppen handelt es sich, soweit wir wissen, um jüngere Männer, die von ihren Familien, unter Aufbietung letzter Reserven, nach Europa geschleust wurden, damit sie dort Geld heran schleppen, und zwar „egal, wie!“. Nein, ich werde ansexualisierte Antanzdiebstähle nicht verteidigen…aber ich habe Mitleid mit diesen Jungs, deren ganzes Leben verpfuscht ist – denn anstatt sich um Ausbildung, um Etablierung kümmern zu dürfen, müssen sie in ihren prägendsten Jahren irgendwie, meistens illegal, ein paar lumpichte Euros ranwirtschaften, um sie nach Marokko oder Tunesien oder Algerien zu transferrieren. Diese Jungs sind nirgends erwünscht, werden überall verachtet…Fanons altes Wort von den Verdammten dieser Erde, hier kommt es mir in den Sinn. Das furchtbare Leben der sans-papiers und ihr fast zwanghaftes Abgleiten in Kriminalität ist seit Jahren, Jahrzehnten hinlänglich bekannt. Preisfrage, Sherlock: Warum sollten diese Menschen glauben, uns irgend etwas schuldig zu sein? Was sind sie uns denn schuldig, und was wir ihnen? Ich kann doch nicht ständig irgend welche Länder, die mir nichts getan haben, als geopolitische Verfügungsmasse behandeln, und wenn die dort lebenden Menschen sich auf einmal unbotmäßig verhalten und ihren Anteil einfordern, sitzt, wie Tucho gesagt haben würde, ganz Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel! Ich war nie 3te-Welt-Idylliker, ich glaube nicht und glaubte noch nie, dass Armut einen zu einem besonders authentischen Leben animiert. Armut, abgehängt sein, für Aushub erklärt, zu Menschenplunder gemacht werden – das macht niemanden authentisch, es ist einfach nur erniedrigend und zerstörerisch. Das begreifen schmierige Typen wie Boris Palmer nicht. „Blonde Töchter grüner Professoren“ herrenmenscht es aus ihm. Die Menschenrechte eines Boris Palmer sind Herrenmenschenrechte, also jene Rechte, die z.B. beim Drohnenkrieg oder beim Coltanabbau besonders schwungvoll zum Ausdruck kommen. Insbesondere IPhones und Smartphones sind geklaut worden auf der Kölner Domplatte? Soso. Mal ganz böse gefragt: Haben sich die Afrikaner ihr Coltan etwa zurück geholt?

Nein, ich bin nicht für Straftaten a la Köln – sehr wohl aber dafür, andere Perspektiven einzunehmen. Es gibt nun mal so ein paar Faustregeln der Recherche. Etwa: Man soll sie billig hören alle beede. Oder: Wo alle Beifall klatschen, da sollst Du fragen. Wo alle Buh rufen, da sollst Du fragen. Oder: Sich nicht gemein machen mit irgend einer Sache, auch nicht einer vermeintlich guten. Oder: Stell Dich doch ein Mal, ein einziges Mal, in die Schuhe des Anderen…

Nichts ist so absurd wie das völlig unhistorische Demokratieübergestülpe. Wir fahrn nach Bagdad un machn da ne Dämogradie auf…kindisch, wenn es überhaupt ernst gemeint war (vermutlich nicht; das Menschenrechtsgeblubbere war wohl nur für die intellektuellen Speichellecker der Macht gedacht). Eine mit Bombenangriffen, mit toten Kindern etablierte sog. Demokratie ist zu Recht von vorneherein delegitimiert. Viel wichtiger: Menschheitsgeschichte vollzieht sich in Schüben, in Räumen, vollzieht sich nicht parallel, vollzieht sich leider auch gewaltsam, und „die“ Menschenrechte, obwohl logisch betrachtet abstrakt gültig, für jede und jeden jederzeit in Geltung, waren keineswegs „immer da“, sondern mussten geschichtlich entwickelt werden. Selbst in Europa, das heute arrogant so tut, als sei es immer schon demokratisch gewesen (die jüdisch-christliche Tradition Europas…dass ich nicht lache!), waren z.B. Frauen bis vor wenigen Jahren/Jahrzehnten noch massiv benachteiligt, sind es z.T. immer noch – von den Schwulen, den Schwarzen, den Juden mal zu schweigen. Ich bin dankbar dafür, in den 70ern/80ern im alten Westdeutschland sozialisiert worden zu sein – mit Zugriff auf alles, was lieb, gut, taschenbuchpreiswert und gefährlich war: Benn und Brecht, Marx/Engels (Raubdrucke des Fremdsprachenverlags Peking!) und Spengler/Nietzsche, Camus und Sartre, die Klassiker sowieso…alles war da! Wenn man mir als 17jährigen erzählt hätte, dass man die „schmutzigen Schwuli-Bulis“ unter Kuratel stellen müsse, weil die ja krank und abartig seien und Jungs zum krank/abartig sein verführen könnten, hätte ich 17jähriger Klaus-Mann-Leser (obwohl Hete) einfach angefangen zu kichern. Nur besteht für europäische Arroganz kein Anlaß. Es war diese Haltung überhaupt nicht mein Verdienst! Es hatte bei mir mit 14, 15 – ich geriet an die Frühpubertät, ferner an Kafka und an die Bulldozer-Bilder aus Bergen-Belsen, alles brachte mich fast um den Verstand – einfach „klick“ gemacht im Kopf. Hä? Juden sind minderwertig? Schwule sind minderwertig? Schwarze sind minderwertig? Frauen sind minderwertig? Gehts noch? Wer ist der behandelnde Arzt? Es gibt jetzt aber ein Problem: Dass ich diese Haltung entwickeln konnte, hatte Gründe, die nichts mit mir zu tun hatten. Es ist die europäische Geschichte, die mir diese Einsichten erlaubte – eine unfassbar brutale, gewaltbereite Geschichte, ein jahrtausendlanges Ringen um Vorherrschaft mit Nazi-Deutschland als negativer Apotheose. Nur 50 Jahre früher geboren…und ich schließe eine SS-Karriere nicht aus. Ich hatte einfach Glück gehabt, wurde als in jeder Hinsicht privilegierter im „goldenen Zeitalter“ (Hobsbawm) geboren. Wenig später, so etwa mit 17, geriet ich dann auch an Filme, etwa an Costa Gavras „Missing“. Da wars dann auch politisch aus.

Jetzt mein Probem: Wie kommuniziere ich mit Menschen, die anders groß geworden sind? Die keine postmoderne Demokratie, keine multiplen Bildungschancen hatten? Zum Beispiel in Gesellschaften, wo – grauenhaft! – kleine Mädchen zwangsbeschnitten werden? Wo Schwule, weil sie schwul sind, gedemütigt, vielleicht sogar öffentlich aufgehängt werden? Wo Juden verfolgt und gehasst werden? Wo, mit anderen Worten, heute noch das passiert, was in Europa vor wenigen Jahrzehnten auch noch gang und gäbe war, jahrtausendelang? Einerseits ist europäische Selbstgefälligkeit nicht am Platze, andererseits möchte ich, ganz ehrlich, hier sehr offensiv auftreten: Juden, Schwule, Schwarze, Frauen, psychisch Kranke, natürlich auch Muslime sind nicht minderwertig, sie sind es objektiv und ontisch nicht, ich habe hier objektiv recht und ihr objektiv unrecht. Entschuldigt bitte, Ihr Lieben, aber hier gibt es für mich keinen Diskussionsspielraum. Wir können über Historie reden und sollten das auch, darüber, dass auch meine Gesellschaft diesen mörderischen Unfug jahrtausendelang gelaubt hat und er also offenbar Bedürfnisse befriedigte. Ich bin sehr für Rankes Historismus, wenn es darum geht, zu verstehen. Aber die Inhalte der Menschenrechte zu verhandeln bin ich nicht bereit. Natürlich muss man Menschen immer „dort abholen, wo sie stehen“ – alles andere ist witzlos -, aber dann muss es schon erlaubt sein, zu sagen „Du stehst falsch, objektiv falsch dort, wo Du jetzt stehst“. Und wenn das jetzt „Kulturimperialismus“ sein soll, dann bitte mehr davon.

Die These, der Begriff der Menschenrechte sei von bildungs- und ökonomisch privilegierten weißen Männern in Europa und Nordamerika entwickelt worden, ist historisch zweifellos zutreffend, aber unerheblich. Ich möchte diese Menschenrechte nicht preisgeben oder relativieren, sondern für alle in Geltung sehen – dafür heißen sie ja auch Menschenrechte. Dass die Machtelite meines politischen Verbandes auf diese Menschenrechte ebenfalls scheißt und lediglich dann die Menschenrechtskarte zückt, wenn es den eigenen Machtinteressen dient, weiß ich, ich bin ja nicht blöde – Stichworte: Drohnenkrieg, Coltan, Öl. Und dass die Mehrheit meiner sog. Nahgruppe, die Mehrheit der sog. „Bio-Deutschen“ (ich verwende diesen witzigen Begriff mal; wir alle wissen, was gemeint ist) mit postmoderner Demokratie auch recht wenig am Hut hat, weiß ich ebenso; die Anzahl der seit 1990 totgeschlagenen „Fremden“ belegt es.

Worum geht es? Ich höre immer „Integration“. Na gut, nennen wir es „Integration“, da gerade kein besserer Begriff zur Hand ist. Aber was ist darunter zu verstehen? Sollen die Einwanderer in Dirndl und Lederhose aufs Oktoberfest spediert werden – sozusagen eine Kulturschockmethode? Wohl kaum. Sollen sie sich in Integrationskursen textanalytisch durch Kants ‚ewigen Frieden‘ ackern? Auch eher nicht, obwohl das schon eher Sinn machte. Ich denke, Integration ist ganz einfach: Es geht um die minima moralia, es geht um Schopenhauers Neminem laede. Um mehr geht es nicht, aber darum geht es, und zwar diskussionslos. Im Klartext: Du willst hier leben? Okay! Dann musst Du damit rechnen, weibliche, schwule oder jüdische Vorgesetzte zu haben. Und damit musst Du klarkommen. Mehr erwarten wir nicht – aber das erwarten wir, und das dürfen wir auch erwarten. Du musst sie nicht lieben, aber Du musst sie respektieren. Das ganze ist übrigens, und jetzt gehts ans Eingemachte, keine Einbahnstrasse. Ein persönliches Beispiel: Der Leiter der für mich zuständigen HaSpa-Filiale ist, zumindest dem Namen nach, türkischstämmig. Wenn der Edelgermane Hartmut anrückt und um einen Kredit nachfragt, ist es Mustafa (in Wahrheit heißt er anders), der „Daumen hoch“ oder „Daumen runter“ macht – und so muss es auch sein, es geht nicht anders! Wenn der Edelgermane Hartmut als Gewalttäter auffällig werden sollte, kann es sein, dass die (wunderbare) Kriminalpsychologin Nahlah Saimeh ein Gutachten über mich erstellt – und so muss es sein, es geht nicht anders! Integration kann also nicht meinen, dass „die“ sich „uns“ ‚gefälligst‘ anzupassen haben. Integration kann nur ein Geben und Nehmen sein, ein fairer Interessenausgleich, also eine Interaktion von Gleichen aka von Menschen. Solange „Integration“ von Leuten gefordert wird, die die Herrschaft des weißen Mannes (inzwischen generöserweise: des weißen Menschen) absichern wollen, wird sie natürlich scheitern. Denn das ist keine.

Zum Tod der kleinen Rana

Ich habe hier, als alles hyperventilierte, für sachliche Aufklärung der Kölner Vorkomnisse geworben und musste mir anhören, ich würde derailen, würde Victim-Blaming betreiben. Inzwischen dürfte sich herumgesprochen haben, dass meine Skepsis berechtigt war: Es gab eine Häufung von Straftaten durch kriminelle Banden, die übrigens im Prinzip seit Jahren polizeibekannt sind (lassen wir mal dahingestellt, was das zu bedeuten hat), und dieses aggressive und widerliche Antanzen wurde und wird von Frauen auch völlig zu Recht als Sexualstraftat wahrgenommen. Einen vertierten Muselsexmob, der „Frauenkörper als Ziel des Klassenkampfes“ ansieht, gab und gibt es jedoch nicht. Diese übersteigerten Thesen finden in der Realität keine Entsprechung; es handelt sich um bloße Projektionen von Intellektuellen, die ihr eigenes kulturwissenschaftliches Süppchen kochen. Das ganze kulminierte dann in der verschwiemelten Suggestion des schmierigen Boris Palmer, der sich nicht entblödete, von „blonden Töchtern grüner Professoren“ zu lallen. Es demaskiert sich halt ein jeder so gut er kann. Gespenstisch! (Der „Professor“ hat dem ganzen dann die Krone aufgesetzt; darunter macht es der verbeamtete grüne Besserbürger halt nicht. Was für ein ekelhaftes Pack!)

Jetzt ist also die kleine Rana gestorben.

Und so, wie ich in Köln für kühle Analyse plädierte, möchte ich auch hier genau wissen, was war, bevor die Empörung wieder 1000mal geliked wird. Ich bin kein Mediziner und werde den Teufel tun, hier jetzt etwa wiki-gestählte Ferndiagnosen abzugeben. Man muss aber kein Mediziner sein, um zu wissen: Ein solcher für die Eltern zweifellos furchtbarer Tod eines Kleinkindes kommt immer mal wieder vor; Rana hätte auch Simone heißen können. Ob es Fehldiagnosen gab, Kunstfehler, oder ob die behandelnden Ärzte hier chancenlos waren und der Tod leider unvermeidlich, muss das Obduktionsergebnis zeigen. Dass die Eltern schwere Vorwürfe erheben, ist okay; würde ich auch machen, an ihrer Stelle. Aber natürlich müssen wir abwarten, wie es zu diesem Todesfall gekommen ist. Statistisch – auch dazu muss man kein Mediziner sein – ist bei einer Million Menschen der Tod eines kleinen Kindes eben leider alles andere als auffällig. Und selbst ein ärztlicher Kunstfehler muss ja mitnichten auf Rassismus verweisen; Ärzte sind Menschen, sie machen Fehler. Es sei auch an den „Fall Sebnitz“ erinnert. Deswegen bleibe ich meiner bösen, bösen Derailingstrategie treu und sage: Calm down, Analyse abwarten.

Schützt unsere Frauen und Kinder vor den muslimischen Bestien!

Karolin Schwarz‘ Hoaxmap ist die derzeit wohl mit wichtigsten deutschsprachige Website. Ich wusste ja, dass es schlimm ist, dass seit Monaten plumpe Fälschungen aufgeboten werden, um Flüchtlinge zu kriminalisieren – aber ich kannte das Ausmaß nicht. Wir reden, Stand heute, z. B. von 40 (in Worten: vierzig!) dokumentierten gefakten Vergewaltigungsvorwürfen. Inzwischen dürfen wir als sicher annehmen, dass auch in Köln eine erhebliche Anzahl an Fake-Anzeigen vorliegt; 1.000 Vorfälle können es jedenfalls nicht gewesen sein, das sollte einem schon der gesunde Menschenverstand sagen. Warum auch sollten Pegida-nahe Kreise, die ansonsten überall bereit sind, mit Hilfe selbst plumpster Fälschungen Vorwürfe gegen Flüchtlinge zu lancieren, ausgemacht in Köln durch Passivität glänzen? Übrigens: Köln ist Pegida-Hochburg im Westen…

Das eigentlich Verstörende ist die offenkundige Sehnsucht des Publikums nach solchen Nachrichten, seine klammoffene Freude daran. Welche Bedürfnisse werden hier bedient? Freud (auf den in diesem Zusammenhang mich eine gute Freundin aufmerksam machte) spricht von der ‚wahnhaften Umbildung der Realität‘, einer Paranoia, die die Funktionen hat, Glücksversicherung und Leidensschutz zu schaffen (Freud, Sigmund, das Unbehagen in der Kultur, in: Freud, Sigmund, Abriß der Psychoanalyse, Das Unbehagen in der Kultur, Frankfurt/Main (Fischer), 1972/1984, p. 79). Das ist wohl so, und doch liegt hier noch etwas besonderes vor: Wenn ich fake, wenn ich z.B. etwa Ihnen einen Vergewaltigungsvorwurf zulüge, dann liegt ja eine bewusste Unwahrheit vor, eben eine Lüge. Ich weiß dann ja, was ich tue. Gegen diese Niedertracht, die man als bewusste Paranoia bezeichnen könnte, ist so gut wie kein Kraut gewachsen. Modellfall dieser bewusst konstruierten, bewusst herbeidesignten Paranoia ist natürlich wieder einmal der Antisemitismus. Die „Herrschaft des Finanzjudentums“ existiert bekanntlich nicht und existierte nie; nicht einmal ein „Finanzjudentum“ als solches existierte je. Aufgeklärte Zeitgenossen haben das auch immer schon gewusst. Dies hinderte die Antisemiten noch nie daran, ihre Bedürfnisse durch selbst lancierte Mythen zu füttern. Eine der berühmtesten antisemitischen Stories ist die von der vorgeblichen Herrschaft des Bankhauses Rothschild. Rothschild soll bekanntlich, frühzeitig über den Ausgang der Schlacht von Waterloo informiert, mit Hilfe dieses Informationsvorsprungs die Londoner Börse gesprengt und so seine Herrschaft über das europäische Finanzsystem errichtet haben. Dieser Unfug, schnell und stringent widerlegt, war so wirkungsmächtig, dass ihm selbst der arme Stefan Zweig in seinen „Sternstunden der Menschheit“ noch auf den Leim ging.

In diesem Zusammenhang bietet es sich auch an, das Mem vom vertierten Muselsexmob einmal zu kontrastieren mit dem Narrativ von den Rotarmisten, die ab 1944 wie die Wilden über ‚unsere‘ (sic!) Frauen hergefallen sein sollen. Nun bestreitet kein Mensch, dass diverse Rotarmisten bei ihrem Einmarsch 1944/45 vergewaltigt haben. Bemerkenswert jedoch: Die Zahl der Vergewaltigungen durch Rotarmisten ist, kontrastiert man sie mit der der Vergewaltigungen durch andere kriegsteilnehmende Armeen (1944/45 durch Armeeangehörige der Westalliierten, 1939-1944 durch die der deutschen Wehrmacht) keineswegs exorbitant hoch. Vergewaltigung und Plünderung sind gleichsam ’natürliche‘ Begleiterscheinungen eines Krieges; sofern man hier überhaupt von Begleiterscheinungen sprechen kann. Niemand will solche Kriegsverbrechen verharmlosen. Im kollektiven Bewusstsein der Deutschen blieb aber allein der vertierte Asiate, der Fremde, „der Russe“ haften. Und das ist bezeichnend.

„Köln Köln Köln“ – mit häßlichem Triumph in der Stimme, das werden wir ab sofort hören. Immer wieder. Denn nichts ist so machtvoll wie ein Mythos, der paßgenau andockt an inneren Bedürfnissen, die sich aus Angst und Haß gegen das Andere, den Anderen, den Fremden speisen. Die Konstruktion einer (schlechten) Identität erfolgt immer über Abwehr des Anderen. Vielleicht sollte man, ich gehe seit langem schwanger mit dieser Überlegung, den kulturwissenschaftichen Identitätsbegriff überhaupt abschaffen. Allemal sollte man ihm jede normative Rolle verweigern. Identität! Identität ist die engste aller Äquivalenzrelationen und sonst gar nichts.

Köln, zusammengefasst

Immer dann, wenn mit viel Empörungs-Bassa-Manelka (und noch mehr Empörungs-Bassa-Teremtemtem) Politik gemacht wird, ist es Zeit, Fragen zu stellen.

Zunächst einmal – denn wir leben in Deutschland, da muss man den Disclaimer immer brav mit dazu sagen:

Ich bestreite mit keinem Wort, dass es Sylvester 2015/16 zu widerwärtigen Szenen gekommen ist, insbesondere zu Angriffen auf die körperliche Integrität von Frauen, die zum Teil sexuell, zum Teil materiell, zum Teil gemischt motiviert waren. Das war seit eh so, macht die Sache aber nicht schöner. Falschbeschuldigungsdebatte hin, Falschbeschuldigungsdebatte her – eine (meistens junge/jüngere) Frau, die aufgelöst und mit zerrissenen Kleidern noch in der Tatnacht eine Vergewaltigung/einen massiven sexuellen Übergriff angezeigt hat, wird das auch so erlebt haben. Die Falschbeschuldigungsquote dürfte hier im Promillebereich liegen; vernachlässigbar. Übrigens: Die Anzeigebereitschaft bei Vergewaltigung/massiver sexueller Gewalt beträgt, wenn ich der seriösen Literatur glauben darf, etwa 20-25 % – ist aber bei Vergewaltigung/massiver sexueller Gewalt durch Fremde sicherlich höher. (Die weitaus meisten sexuellen Übergriffe/Vergewaltigung werden bekanntlich im Nah-Bereich des Opfers ausgeführt – und da kommt es, leider, immer wieder zu Hemmungen, den Täter anzuzeigen…weil man die Familie nicht zerstören will etcetc, als ob eine Familie, in der vergewaltigt wird, nicht längst vom Vergewaltiger zerstört wurde.)

Ich bestreite auch mit keinem Wort, dass es – wie und wodurch das auch immer verursacht wurde, wie das auch immer zu interpretieren sei – zunächst einmal signifikant höhere Kriminalitätsraten von Migranten, speziell jüngeren männlichen Migranten, gibt. Die Abweichungen nehmen keine unterirdischen Ausmaße an. Es ist nicht so, dass ein Zehntel der Bevölkerung für die Hälfte der Kriminalität verantwortlich ist, es ist nicht so, dass die Migranten den ehrlichen Deutschen andauernd terrorisieren, Buschkowskys und Sarrazins widerwärtige Suggestionen sind belegbar falsch…aber die Abweichungen existieren. Die bekannte kriminologische Diskussion hierzu – etwa zwischen Christian Pfeiffer und Michael Bock – bleibt offen. Gleichviel: Es gibt innerhalb diverser von Einwanderern ausgeprägter Subkulturen/Communities selbstverständlich auch gewaltbereite, kriminelle Jungmännerbünde – sie stellen selbst innerhalb ihrer Communities die absolute Minderheit! -, und natürlich darf das so fest gehalten werden. Es geht für jede und jeden, die und der an humaner Aufklärung interessiert ist, eben immer um die Frage: Warum ist das-und-das so, wie es ist? Akzeptiert man erst einmal basale Voraussetzungen – etwa: Es gibt kein Deutschen-Gen und kein Türken-Gen, kein Syrier-Gen und kein US-Gen, es gibt nur Menschen und ihre manchmal nicht sehr durchsichtige Art, sich zu verhalten -, akzeptiert man das einmal, so kann es kein Forschungstabu geben.

Dies vorausgeschickt, habe ich mit dem, was uns seit Anfang Januar auf internationaler Ebene (ua New York Times!) medial angedient wird – es habe speziell in Köln, aber auch anderswo, etwa in Hamburg, eine so noch nie dagewesene Gewalt durch einen migrantischen Sex-Mob gegeben, das sei eine neue Dimension, Integration sei wohl gescheitert – folgende Probleme:

1. Nach allen, dinglich allen Erfahrungen der letzten Jahre – Stichwort: Zeitalter des Smart-Phones – müsste es dutzende von youtube-Videos der Vorfälle in Köln und anderswo geben. Es gibt sie nicht. Wo sind diese Videos? Warum existieren sie Stand heute abend nicht?

2. Nach allen dinglich belastbaren Zahlen müssten auf eine spontan und sofort angezeigte (und, wie gesagt, absolut glaubhafte!) Vergewaltigung/einen spontan angezeigten, absolut glaubhaften schweren sexuellen Übergriff maximal – das ist kulant geschätzt – acht nicht angezeigte Übergriffe/Vergewaltigungen/versuchte Vergewaltigungen kommen. Nachdem die angebliche Sexorgie durch die „Ausländer“ medial vermittelt wurde, schossen die „Nach“anzeigen in die Höhe. In Hamburg kommen auf 6 (in Worten: sechs!) reale Anzeigen über 150 „Nach“anzeigen. Einige dieser „Nach“anzeigen werden zweifellos auch real sein, keine Frage, und ich stelle das Leid der Opfer nicht in Abrede. Aber alle? Hier kann es sehr wohl wegen des öffentlichen Hypes zu Verzerrungseffekten gekommen sein, die Kriminologen wohlbekannt sind*.

3. Am 4.1. wurde ein Bericht geleaked – oder eben „geleaked“ -, der (schein?)authentisch dartat, wie sich ein Polizeibeamter so gefühlt habe… Wir wissen inzwischen (mit Dank an die FAZ, denn Dank, wem Dank gebührt!), dass es so nicht gewesen sein kann! Wie kam es zu diesem (schein?)authentischen Bericht? Wer verbreitet da Unwahrheiten und warum?

4. Wir wissen inzwischen oder wollen wissen: Es waren ca. 1.000 Personen vor/am Kölner Hauptbahnhof. Scheint mir, wenn ich mir die einzigen Real-Videos auf youtube so anschaue, auch etwas zu hoch gegriffen. Das sollen 1.000 peoples sein? Aber okay, 1.000 peoples. Zu ihrer, ich sag das mal so, „Bekämpfung“ standen ausweislich offizieller Quellen über 200 top ausgebildete Polizisten zur Verfügung. Top ausgebildete Leute, ausgestattet mit Waffen und dem Gewaltmonopol. Die deutsche Polizei, und das nehme man mir bitte nicht übel, ist nicht bekannt dafür, besonders zimperlich zu sein, wenn „Kameltreiber“ rumzicken. Und die wurden mit den peoples stundenlang nicht fertig?

Die immer intelligenten Leserinnen und Leser dieses Blogs wissen: ich schließe gar nichts aus. Aber ich möchte die vier genannten Punkte geklärt wissen, bevor ich ins Empörungs-Bassa-Manelka/Bassa-Teremtemtem einsteige.

Der Golfkrieg 1991, der Jugoslawienkrieg 1999 wurden jeweils per Auschwitz legitimiert. Inzwischen hat man den Feminismus als Legitimations-Dummy entdeckt. Anne Frank, Sophie Scholl, Simone de Beauvoir als Legitimationsdummys für Herrenmenschenpolitik…und keinem wird schlecht.

 

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  • update: Ich sehe, ich muss das noch etwas genauer erklären. Es geht um folgendes Phänomen: relativ harmlose Belästigungen werden für gewöhnlich nicht angezeigt, also etwa Szenen wie folgende: „Puppe, gib Küßchen!“ – „Piss off, notgeiler Schwanz!“ klatsch, es gab ne Ohrfeige, Szene erledigt. Keine harmlose Szene, das nicht, aber gemessen an versuchter oder vollendeter Vergewaltigung eben relativ harmlos. Kommt es zur Anzeige von Szenen solcher Qualität, ist das keine Falschbeschuldigung – die Szene gab es ja. Aber wenn, dank des Hypes, solche Szenen, die aller Erfahrung nach meistens nicht angezeigt werden, nunmehr doch zur Anzeige kommen – was an sich ja richtig ist! -, kommt es eben zu verzerrten Zahlen und dazu, dass man denkt, 15/16 habe es Szenen in einem Ausmaß wie noch nie gegeben. In Wahrheit haben wir „lediglich“ realistisch(er)e Zahlen als aus früheren Sylvesternächten.

Turnhalle brennt

In Nauen ist eine geplante Unterkunft für Flüchtlinge Menschen ausgebrannt.

Es wird wieder Tote geben.

undeutscheste Typen

Na gut, Gabriel hat sich von jedem rechten Demonstranten, jeder rechten Demonstrantin die Pässe zeigen lassen und stellt erleichtert fest (warum wäre das eigentlich eine Erleichterung!): ganz undeutsch. „Undeutscheste Typen“ radebrecht er sogar und weiß nicht, dass man diskrete Zustände nicht steigern kann.

Derweil entstellt sich der Haß auch hier in Barmbek zur Kenntlichkeit. Muss der ein tristes Leben haben – oder ist es eine „sie“? In gerader Rede natürlich uninteressant, in jeder Hinsicht (halt der übliche Ressentiment-Brei), als Dokument jedoch bezeichnend.

„Ich glaube den sogenannten Migranten kein Wort.!!! „

Ungeheuer beeindruckende Arbeit von Gregor Weichbrodt und Hannes Bajohr. Nicht, dass wir überrascht wären. Aber da tun sich schon Abgründe auf. Abgründe, die konsequent mit dieser unfassbar schmierigen Verlautbarung Merkels in Verbindung stehen. Merkel weiß ja, dass das nicht stimmt. Sie weiß, dass nichts geschehen wird (ein paar web-tv-kompatible Palliativa ausgenommen…“Rettungs“schiffe beim Auslaufen und so). Es geht ihr nicht darum, Flüchtlinge zu retten, weil es dem Publikum darum nicht zu tun ist – die wären dann ja hier! -, sondern wie immer allein darum, Politik zu moderieren. Die Flüchtlinge sind den vollgefressenen Europäern egal wie nur irgendwas. Eine Problemlösung ist gar nicht vonnöten. Wohl aber eine Lösungsankündigung, die das Gewissen beruhigt. Politikersatz in therapeutischer Absicht.