the end of something

Hat man ja unschwer bemerkt: Dieser Blog ist nicht mehr aktiv. Mit allen Schwächen und Nücken mag er so stehen bleiben. Blogs sind unfertig, sind Versuche (Essays also im ursprünglichen Wortsinn). Insbesondere sind sie unredigiert, was so viel Vorteile wie Nachteile mit sich bringt. Lassen wir die Versuche hier für eine kleine virtuelle Ewigkeit stehen.

Tagesaktuelles verhandle ich inzwischen auf facebook (trotz aller legitimer Bedenken). Ich plane einen neuen Blog, in dem es aber nicht mehr um aktuelle Fragen geht, eher um Kurzessays zur Literatur, zur Philosophie, zu Dingen, die ich anregend finde. Ich bin derzeit aber etwas überlastet und weiß noch nicht, wann ich Zeit dafür finde.

Ich danke allen, die sich hier – als Kind der 80er sag ich mal: eingebracht haben, mit diskutiert haben, mich (und hoffentlich auch alle anderen Leserinnen und Lesern) bereichert haben.

Wer über den Start meines neuen Blogs informiert werden will, schreibt mir eine „elektronische Postkarte“: hartmutfinkeldey@web.de

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Kommentare

  • Publicviewer  On Mai 29, 2017 at 20:36

    Wieder einer, der nicht geschnallt hat, das Facebook und Google sich als der Feind schlechthin präsentiert.

    „Erkenne deinen Feind bevor du dich aufmachst von einer besseren Welt zu träumen“

  • Bersarin  On Mai 29, 2017 at 20:37

    Das ist bedauerlich, aber ein Blog lebt in der Tat von einer gewissen Kontinuität. Sowieso beobachte ich seit bald einem Jahr (oder mehr?), daß die Zeit des emphatischen Bloggens sich dem Ende entgegenneigt. Immer mehr Abschiede, immer mehr und immer einmal wieder ein langsames Absterben, Blogs, die auströpfeln. Die Luft ist draußen. Die einstmals teils unbeschwerte, teils auch heftig-kontroverse Atmosphäre ist verpufft, die Gemeinde ist – leider! – auf das entsetzliche Facebook abgewandert oder verschwunden. Oder sie ist deutlich professioneller geworden.

    Buchblogs eifern dem Feuilleton nach, suchen ihren Platz im etablierten Kulturbetrieb – was sich allein darin zeigt, daß lediglich die aktuellsten Bücher besprochen werden, selten findet man Klassikerlektüre oder eine Besprechung des heißen Scheiß von vor drei oder vier Jahren. Mich hat das bei den Literaturblogs immer gewundert: denn eigentlich böte doch gerade der Blog die Möglichkeit einen Schinken wie den von Gaddis oder Don DeLillos „Unterwelt“ mal wieder ans Licht zu schürfen. Das zu machen, was ein Feuilleton nicht kann: Uwe Johnsons „Jahrestage“ wird kein Feuilleton der Welt noch einmal rezensieren. Literaturblogs könnten das, sie tun es nicht. Aber alles Lamentieren ist sinnlos, die Zeiten wandeln sich. Oder wie Attinghaus im „Wilhem Tell“ sagt: „Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit,//Und neues Leben blüht aus den Ruinen.“

  • Publicviewer  On Mai 30, 2017 at 00:30

    Facebook und Google sind die größten Feinde der Menschheit!
    Das solltest gerade Du aber wirklich wissen…

  • Publicviewer  On Mai 30, 2017 at 00:43

    Danach kommen die „Religionen“, dann der „Kapitalismus“ und dann erst die „Funktionselite“.
    Auf den weiteren Plätzen dann „Fußball“ und ganz zum Schluss „Radkappen“… 😉

  • ninjaturkey  On Mai 30, 2017 at 08:31

    Radkappen sind die schlimmsten!
    Vielen Dank für Kritik und Kunst, es lebe (evt.) das neue Blog.
    Bis auf weiteres bediene ich mich bei Deiner Blogroll wenn auch der eine oder andere da auch nur noch aus nostalgischen Gründen steht.
    Machs gut und danke für den Fisch.
    Ich geh´ dich mal auf Facebook (ups ;-)) suchen.

  • hANNES wURST  On Mai 30, 2017 at 11:07

    @bersarin: Wo steht geschrieben, dass Blogs eine Kontinuität aufweisen müssen? Wer verpflichtet den Blogger zum bloggen und wieso sollte er sich selber regelmäßig dazu verpflichten? Sicherlich fördert eine Kontinuität die Wahrnehmung, aber wenn einem das herzlich egal ist?

    Und deswegen auch an Herrn Finkeldey: wenn Sie etwas schreiben, sehe ich das in meinem RSS Reader. Ob Sie einmal im Jahr etwas schreiben oder einmal pro Woche – ich freue mich über jeden Artikel (manchmal ist weniger auch mehr). Insofern eine gute Entscheidung, das Blog nicht zu löschen. Vielleicht haben Sie doch mal wieder Bock und Facebook (wo ich dennoch mal vorbeigucken werde) ist pleite.

  • Publicviewer  On Mai 30, 2017 at 14:38

    Anscheinend hab ihr Facebook schon derartig assimiliert, das es ähnlich des Borgwürfels keinem lebenswertem Leben gleichkommt.

    „Ein Leben ohne Mops ist möglich aber sinnlos“

    Loriot

  • ziggev  On Mai 30, 2017 at 15:39

    Jubel im Lager der Turmspringer ! – Genaugenommen warte ich ja bereits seit min. 6 Jahren auf diese Ankündigung …

    https://kritikundkunst.wordpress.com/2011/02/19/guttenberg-am-ende-erster-ghostwriter-nachgewiesen/

    Glückwünsche also zu diesem Entschluss zum neuen Blog. Eigentlich hätte mir ja nichts besseres passieren können (gute Vorsätze usw.). eMail kommst demnächst. yrs, zigg

  • Stefan R.  On Mai 30, 2017 at 17:34

    Möchte mich dem Dank für ‚Kritik und Kunst‘ anschließen, bedaure die Entscheidung (die aber selbstredend zu respektieren ist – was auch sonst?) und freue mich auf das, was da kommen mag. Herzlichst!
    Mail trudelt natürlich ein. Man liest sich.

  • flatter  On Mai 30, 2017 at 22:14

    Ihr wollt mich einsam hier zurücklassen … verstehe.
    Facebook … diese Schmerzen!

    Mach’s gut und Danke für das Fleisch.

  • Wolf-Dieter  On Mai 31, 2017 at 22:05

    Bye

  • aquadraht  On Mai 31, 2017 at 22:06

    Erst mal auch danke und byebye. Aber nein, für Facebooknutzung habe ich kein Verständnis. Und ich werde dort sicher nie lesen.

    • neumondschein  On Juni 1, 2017 at 16:23

      Ich habe dort nicht einmal einen account.

      Und: Wenn Hartmut keine Lust mehr auf Fuckboo hat, kommt er einfach wieder.

  • wolfgang  On Juni 1, 2017 at 11:23

    Schade, aber Facebook würde ich auch für solch Diskurs wie hier nicht nutzen. Überlegs Dir nochmal.

  • Peinhart  On Juni 10, 2017 at 21:23

    Schade, hab hier auch immer gern gelesen. Aber das Fratzenbuch kommt auch für mich in keine Tüte, die ich nicht bei nächster Gelegenheit runtertragen würde.

  • che2001  On Juni 22, 2017 at 00:10

    Es ist sehr, sehr schade, aber, um Jim Morrison zu variieren: „True blogging is dead!“ Hach, was sehne ich mich nach den Blogschlachten der mittleren Nullerjahre, aus meiner jetzigen Sicht schon wieder große alte Zeit.(1000 Leser für ein Posting, 136 Kommentare in einem Thread, antworten im Minutentakt) Good bye, and see you again!

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