Silvesterübergriffe – kleine Frage

Kleine Frage am Rande: Die Statistik zeigt eindeutig und undiskutierbar, dass es zu Silvester in Köln keine Massenvergewaltigungen gegeben hat. Es hat überwiegend die Antatschereien, Kussversuche, Busengegrabsche übergriffige Anbaggereien u.ä. gegeben, die es auf Massenpartys leider immer gibt, insbesondere, wenn Alkohol im Spiel ist.

Hat jemand eine Idee, warum diese g u t e Nachricht -. keine massenhaft vergewaltigten Frauen in Köln – bei den besorgten Bürgern soviel Aggressionen freisetzt?

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Kommentare

  • hANNES wURST  On November 8, 2016 at 16:30

    Manche Sexualdelikte blieben „niederschwellig“, weil die Opfer Strumpfhosen trugen: https://www.welt.de/vermischtes/article159251425/Strumpfhosen-verhinderten-Vergewaltigungen.html

    Es handelt sich dabei um Vollverstrumpfungshosen, die extrem reißfest sind und über dem Kopf zusammengeschweißt werden. Ha ha ha, über sowas macht man keine Witze, egal ob Vergewaltigung oder Belästigung, ich wünsche niemandem, von einem aufgegeilten Mob – auch wenn er arisch ist – zum Sexualobjekt degradiert zu werden.

    Es ist dennoch auch für mich – ich reise gelegentlich nach Köln, um den schönen Dom, einige Museen oder den Music Store zu besuchen – eine gute Nachricht, dass eine Strumpfhose wenigstens vor Penetration schützt.

  • Wolf-Dieter  On November 8, 2016 at 18:21

    Nach meinem Zeitungswissen gab es sowieso keine Massenvergewaltigung, sondern nur einen Massengrabsch. (An den glaub ich übrigens bedenkenlos.) Insofern keine echte Neuigkeit.

    Was die Aggressionen freisetzt, ist niemals sind niemals reale Argumente, sondern stets störende Elemente zur eigenen Gruppenangehörigkeit, vorliegend Nichtexistenz behaupteter Untaten.

    Verrückterweise können die Argumente durchaus realistisvch sein. Dann sind sie allerdings nicht treibendes Element, sondern wohlfeile Waffe. (Der Mensch ist außer zivilisiert auch ein urtümliches Tier.)

    • hf99  On November 8, 2016 at 19:28

      Dem Narrativ zufolge gab es ein massenhafte, zumindest irgendwie ‚organisierte‘ Treibjagd auf Frauen, über Stunden hinweg und ’so noch nie dagewesen‘. Um dieses Narrativ geht es mir. Ich bestreite das Vorkomnis als solches nicht, auch die (wenigen, für eine Großstadt aber eben leider üblichen, keineswegs ungewöhnlichen) Fälle schwerer sexueller Übergriffe bis zur Vergewaltigung bestreite ich natürlich nicht. Ich bestreite den organisierten Muselsexmob, der über Stunden auf Treibjagd gewesen sein soll.

      Was es gab (und das glaube auch ich bedenkenlos!) ist ein typisches ansexualisiertes Verhalten angesoffener junger Männer a la Oktoberfest (frag mal eine Oktoberfestkellnerin, womit die täglich zu tun hat!), bzw a la jeden-Freitag-und-Samstag-abend-in-jeder-Disco-üblich. natürlich nicht schön…aber eben nichts, was so noch nie dagewesen war und front page stories in der New York Times rechtfertigen würde.

      Wenn wir ein paar Falschanzeigen von Wichtigtuern abziehen (die gibt es immer, in jedem Kriminalfall – harmlos, muss man einfach sportlich sehen) und ein paar Falschanzeigen wg Versicherungsbetrug (ebenfalls üblich, ebenfalls harmlos) und auch einige politisch motivierte Falschanzeigen getrost annehmen dürfen, dann bleibt noch genug: Auch ich gehe von Hunderten von Fällen aus, die sich überwiegend so zugetragen haben dürften, nur zeigt die statistische Auswertung eben: Fast alles Bagatelldelikte! Da ist, im Rahmen des medialen Hypes, ein Anzeigeverhalten an den Tag gelegt worden, das es so sonst nicht gibt (Karneval, Oktoberfest) und wo quasi jedes Hinterherpfeifen angezeigt wurde. Deswegen diese horrende Zahl, die ja auffällig kontrastiert damit, dass es eben keinen statistischen Ausschlag der schweren Fälle nach oben gab.

      Interessant wäre, in Erfahrung zu bringen, wie viele von den Anzeigeerstatterinnen hinterher so, wie jene hier zitierte Hamburgerin, noch stundenlang weitergefetet und gehottet haben. Wohl ihnen, wohl ihnen – nur: zumindest eine schwere Traumatisierung können wir dann wohl ausschließen.

  • Herwig Finkeldey  On November 8, 2016 at 20:55

    Eigentlich muss man nicht mehr viel diskutieren: Es hat eine „Spiegel“- und eine „New York Times“ Titelstory dazu gegeben. Tenor: Clash der Kulturen. Deutschland am Abgrund. Stundenlang fegte angeblich der Sexmob über die Domplatte. Justizminister Maaß sprach von einer Verabredung der Täter zur Tat via socialmedia. Frau Merkel sollte „wegen Köln“ zurücktreten (sic!). Schließlich wurde der Polizei untestellt, stundenlang dem Sexmobtreiben zugesehen zu haben. Ein ziemlich heftiges Narrativ also. Wer das damals anzweifelte war ein sog. victimblamer, ein Derailer, bestenfalls noch ein Naivoblödigutmensch oder Teddybärverteiler usw.

    Ein mal mehr ist zu lernen: Vor der Empörung ist bitte der Empörungsanlass zu überprüfen. Aber die Ausreden kommen schon. Sie werden etwa so aussehen: Organisierter, abgesprochener Sexmob? Rücktrittsforderung an Merkel? Hat doch nie einer gesagt…. naja.

  • ziggev  On November 9, 2016 at 16:22

    nur mal kurz außerhalb des Kontextes dieses Blogs ein paar Anmerkungen, zu unseren „Asylies“.

    ich bin ehrenamtlich tätig als Deutsch-Lehrer für Syrier, Afghanen usw. Was ja eigentlich zu erwarten gewesen ist: ich stelle fest, dass die Unterschiede bei „denen“ untereinander größer sind, als die zwischen „uns“, wie wir sie ja auch ganz ähnlich untereinander kennen, und „denen“.

    Da gibt es die zu alphabetiseirende Syrierin, deren Grundschulkinder für sie alles mangen, wenn die deutsche Sprache erforderlich ist. ihren leicht geistig behinderten Mann (Trauma?), der einfach nur dankbar ist, dass er überlebt hat.

    Die flotte gebildete junge Frau (Studentin), die das Deutschlernen lachend so nebenbei nun auch macht.

    Und, ja, gibt´s auch, das Familienoberhaupt, das unbedingt seinen (also die Klassenzugehörigkeit der Familie) sozialen Status in Deutschland gespiegelt sehen will. Und dem – auch dem Chefstatus der Familie – die Erfordernis, Deutsch zu lernen, unterordnet.

    Der alkoholosche Glasermeister, der, jetzt der betreffenden Fachhochschule zugeordnet, dortselbst Deutsch lernt, Praktikumsadresse bereits in Brieftasche.

    Der Aserbidschaner, dessen Frau kürzlich Drillinge im AK Barmbek (nicht automatische deutsche Staatsangehörigkeit) zur Welt gebracht hat, mit seiner über alle Maßen akkuraten Schrift, der sich seines Bildungsmangels durchaus bewusst ist und den Kurs lieber zweimal macht (und mit dem ich mich ein wenig auf Russisch verständigen kann).

    der junge, ca. 17-jährige Typ. Punker-Frisur und Jacke , der sich nichts so schnell sagen lässt ….

    und alle legen typisches „Schülerverhalten“ an den Tag. Der Unterschied zw. „denen“ und „uns“ ist lächerlich gering. der Unterschied untereinander manchmal nicht ganz leit zu managen.

  • ziggev  On November 9, 2016 at 16:35

    Und F. Der wirklich alle seine Hoffnungen als junger Typin in eine Zukunft in Deutschland settz. „In Aleppo ist alles kaputt“ (wenn alles gut gelaufen ist, leben Frau und Kinder noch dort). Eigentlich Schneider, Traumberuf, Busfahrer, 3 Jahre Schule. Macht auch (Praktikumsadresse bereits in Brieftasche) den Kurs lieber zweimal. Jetzt Praktikum in Wäscherei.

  • Dirk  On November 27, 2016 at 11:28

    Ganz einfach, die nehmen Sexualdelikte zum Vorwand, um alles das zu tun was sie sonst nicht dürfen. Wenn rauskommt, dass es in Köln wohl doch keine Treibjagd gab, fällt diese Option weg. Deshalb sind die sauer. Interessant ist, dass die die selbst die Todesstrafe für Sexualstraftäter fordern, oft selbst ein reaktionäres Frauenbild haben.

  • anwohner51  On Dezember 3, 2016 at 22:10

    Ach Hartmut…

    mir wird heute so schwer ums Herz, wenn ich das Bild der jungen intelligenten Frau aus Freiburg sehe, die nach ihrer Vergewaltigung durch Ersaufen ermordet wurde. Ermordet von einem aus einer primitiven Gesellschaft illegal eingewanderten Menschen, der nicht hier wäre, hätte Deutschland die Gesetze eingehalten und robust durchgesetzt.

    Und dann sehe ich dich, wie du als alter Mann gekrümmt in der Hufnerstraße spazieren gehst und dein Leben eigentlich schon hinter dir hast. Die Kleine war 19 Jahre alt. Wenn ich dann lese, wie verschwurbelst du darüber philosophierst, ob es in Köln Vergewaltigungen (also richtig mit Reinstecken) gab oder nicht – dann wird mir übel.

    Aber ich glaube, du merkst es selbst – du bist auf dem Irrweg und die Zeit spielt gegen Dich. Und wir anderen, wir „Rechten“, hatten von Anfang an Recht. Das Lumpenprekariat verhält sich in der neuen Welt nicht so, wie du es gerne hättest… Und in meiner Welt sollen junge Mädels über die Domplatte laufen können, ohne „Antatschereien, Kussversuche, Busengegrabsche“, die du offensichtlich als normal betrachtest.

    Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Mir wird übel.

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