Terror als Mitmach-Event

Sehr kluge Bemerkungen von Florian Flade, der es ganz ähnlich sieht wie dieser Blog auch.

Ob die Attentäter letztendlich Überzeugungstäter sind, ob sie sich tatsächlich für die Weltherrschaftsansprüche der Dschihadisten interessieren, ja sogar, ob sie überhaupt gläubige Muslime sind – all das spielt für die IS-Führung längst keine Rolle mehr.

Der Hass wird einfach in die Welt geblasen. Er wird schon bereitwillige Hirne bestäuben. Und er tut es, immer wieder.

Über einige Attentäter der Pariser Anschläge vom November gibt es Erkenntnisse, denen zufolge sie weniger gottesfürchtige Fundamentalisten waren als vielmehr ein Leben zwischen Drogen, Straßenkriminalität und Alkohol führten, bevor sie zu Mördern wurden.

Der Terrorhelfer Saleh Abdeslam etwa galt im Brüsseler Stadtteil Molenbeek als notorischer Kiffer. Gemeinsam mit seinem Bruder soll er eine Kneipe betrieben haben, die als Drogenumschlagplatz bekannt war. Seinem Anwalt sagte Abdeslam, er habe den Koran nie komplett gelesen. Nur eine Zusammenfassung im Internet.

So ist es (siehe etwa meine Bemerkungen hier – Zitat: Die westeuropäischen Franchise-Nehmer des IS sind bis jetzt ausnahmslos vorher als gewöhnliche Gewaltkriminelle in Erscheinung getreten).

Mach mit, machs nach, machs besser – Terror als Mitmach-Event!

„Allah Uakba“ und „IS“ kann jeder rufen.

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Kommentare

  • Peinhart  On Juli 18, 2016 at 22:22

    Der Dschihad ist auch für die Führung nur Mittel und Narrativ für den Herrschaftsanspruch, und dieser wiederum nur Konkurrenz zum ‚westlichen‘. Belebt immerhin das Geschäft, jedenfalls das mit der Rüstung. Die vorzutragende Gläubigkeit ist dabei nicht mehr als ein Probstein – wenn du das frisst, frisst du auch die Herrschaft. Und kann natürlich auch erlassen werden, solange es sich nur um die tätige Ablehnung des anderen Anspruchs handelt. Mehr ist da nicht und war auch nie. Kalif werden an Stelle des Kalifen.

  • wolfgang  On Juli 19, 2016 at 10:20

    „Die Masse“ sieht das aber nicht so. Sind halt alles Pragmatiker.

  • wolfgang  On Juli 19, 2016 at 10:21

    Und nun dieser neue „Fall“ in Würzburg. Welchen „Hintergrund“ hat er wohl?

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