Österreich

Entscheidung ist raus, die Wahl wird wiederholt. Das Schlimme: Obwohl es keinen Beleg für Unregelmäßigkeiten jenseits der Formalien gibt (insbesondere keinen für Wahlbetrug), punkten die FPÖ-Hanseln jetzt mit dem Geraune a la „eiti-teiti, da war doch was?“ Genau davon lebt ja der neue Rechtspopulismus: Dem Glauben seiner Klientel, sie würden irgendwie ums Leben betrogen. Dass in Wahrheit sie sich selber betrügen – es kommt ihnen nicht in den Sinn.

Rein juristisch war die Entscheidung wohl nicht anders möglich. Ich hoffe auf ein FPÖ-Waterloo.

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Kommentare

  • Herwig Finkeldey  On Juli 1, 2016 at 12:51

    Meine Hoffnung ist das Aufwachen des Wahlvolks aufgrund des Verhaltens der FOÖ-nahen Brexitboys in Great Britain. Deutlicher kann nicht vor Augen geführt werden, was hinter deren Sprüchen steckt: Nichts.
    Eine 350 Millionen-Pfund-Lüge weekly und der Unwille, die eingebrockte Suppe auszulöffeln.

  • Herwig Finkeldey  On Juli 1, 2016 at 12:52

    FPÖ natürlich…

  • taublogwp  On Juli 1, 2016 at 13:08

    Hat dies auf TauBlog rebloggt und kommentierte:
    Ich verstehe den Beschluss des Gerichts auch nicht. Hat die frühere Auszählung der Briefwahlstimmen nun die Stichwahl insgesamt beeinflusst? Ist das Wahlergebnis dadurch falsch?

  • Wolf-Dieter  On Juli 1, 2016 at 14:05

    Der Ausgang der neuen Wahl schert mich wenig – ich finde es großartig, dass eine offensichtliche Schlamperei verfassungsgerichtlich abgewiesen wird.

    A propos. Was ist eigentlich mit Spanien los?

  • Wolf  On Juli 1, 2016 at 17:39

    Ich befürchte das Brexit-Chaos wird keinen rechten Wähler umstimmen. Im Gegenteil. Das Gegröle von UKIP und Co vom Independence Day ermutigt die FPÖ Wähler höchstens. noch. Wer rechtspopulistisch wählt hat ohnehin den Bezug zum realen Leben verloren.

    Ich befürchte weiter FPÖ-Hofer wird sich als Opfer von Mauscheleien geben die nun gerächt werden können. Plus Brexit-Patriotismus-Stimmung wirds dieses mal reichen, zumal van Bellen ja wirklich keine begeisternde Alternative ist. So ne Art Kretschmann auf Valium. 😦

    • hf99  On Juli 1, 2016 at 18:49

      mal schauen. ich hoffe, den Ösis wird so langsam klar, dass es u.a. (nachgewiesen!) FPÖ-Wahlhelfer selber waren, die jene formalen Fehler begingen, die dann zur Wahlwiederholung führten. (Wusste ich bis heute nicht; da muss man ganz schön schlucken! Selber die Karre mit gegen die Wand fahren und sich hinterher über die Beule empören – soviel Chuzpe muss man erstmal aufbringen. Aber bei denen ist nichts unmöglich.)

      • Hagnum  On Juli 2, 2016 at 11:56

        Hm Hartmut,

        da bin ich aber überrascht,daß dich die FPÖ-Chuzpe überrascht.
        Ich hatte gleich an so etwas gedacht, zumindest auch in Erwägung gezogen.

        Agent Provokateure gab’s doch schon immer, daran sollten wir doch mittler-
        weile gewöhnt sein;auch nur eine Abwandlung von Gleiwitz.

        Ein bisserl OT:

        Neuwahl ist Österreich ist nun Fakt.
        Im Gegensatz zum Brexit (der Begriff geht mir schwer auf den Senkel),
        der ist immer noch bloß eine Absichtserklärung.

        Warten wir’s da mal ab.

        lg

  • ziggev  On Juli 1, 2016 at 22:29

    Erst die Flüchtlinge, dann Brexit und jetzt Österreich – die FAZ empfahl letzten Dezember das Buch von Wolfgang Will mit dem Titel „Herodot und Thukydides –
    Die Geburt der Geschichte“. Im Nachwort dort wird ein Zitat aus den 50ern angeführt, welches Thukydides´ Aktualität hervorhebt. Teilte die FAZ diese Sicht? Nach und während der Lektüre wurde mir klar, Thukydides ist Aktuell!

    Titel der Besprechung: Vierhundert Männer gegen zweihundert Frauen (für die FAZ-Archiv-Recherche), Perlentaucher.

    Heute hat die FAZ ihr Versprechen eingelöst: Alt-Athener Brexit-Lehre – Man müsste bloß wieder zurückrudern. Brexit- Österreich-Nachrichten bombadieren einen ja gerade zu im Minutentakt. Klassiker lesen hilft einen klaren Kopf zu behalten.

  • neumondschein  On Juli 2, 2016 at 15:03

    Ich sehe: Internationale Lügenpresse bewirkt nicht nur bei Familie Griesbach Verwirrung: Weder gibt es einen nachweislichen Zusammenhang zwischen Brexit und FPOe, noch gibt es eine nachweisbare Auswirkung Putins Treiben auf die genannten Prozesse.

    Brexit führt zu keiner Katastrophe, zum Zusammenbruch Großbritanniens oder dem Untergang des Abendlandes, also Europas. Es hat auch keinen sogenannten Schwarzen Freitag gegeben, wie man unschwer an den von jedermann im Internet zugänglichen Boersendaten ablesen kann. Na ja, ein klein wenig bewegt haben sich die Kurse schon, aber Untergang sieht doch etwas anders aus. Da ist die wirtschaftliche Krise der südlichen EU-Mitglieder schwerwiegender, und ist irgendwie aus dem oeffentlichen Bewusstsein entschwunden.

    Diese Krisen wären wohl ein Argument für Brexit, eines, das nicht dumm, völkisch und rechtsradikal ist. Mit Frieden, Wohlstand, Demokratie, Souveraenitaet und Solidarität, hat das, was europäische Institutionen in Griechenland veranstalten, wohl wenig zu tun. Hart erkaempfte zivilisatorische Errungenschaften wie Demokratie und Souveränität aufgeben für schlecht legitimitierte Verträge wie Maastricht, Nizza, Lissabon, für Euro, Negativzinsen und Bargeldverbot…? Anscheinend taugen die Argumente der Luegenpresse wohl nicht viel, dass man britische Waehler beleidigen muss, ihnen Rechtsradikalismus unterschieben muss, und dabei ihre Argumente verschweigen, und dumme, unrealistische Untergangsphantasien ausbreiten muss.

    • neumondschein  On Juli 2, 2016 at 15:07

      Abgesehen davon war Brexit , das nicht etwa irgendwelche Aussenseiter betrieben. Befürworter von Brexit gibt es sowohl bei Labour als auch bei den Tories.

      • ziggev  On Juli 2, 2016 at 17:51

        ja, es verhält sich schon schlimm mit der fortgeschrittenen Dummheit – die auch noch ernst genommen werden will: nun versucht sie sogar, sich selber ernst zu nehmen ! zur Selbstreflexion unfähig, steht nun plötzlich jeder Gedanke im Widerspruch zu allen anderen, die wiederum sämtlich einander widersprechen. zugegeben, nichts ist so verwirrend komplex wie die Hervorbringungen einer schwachen Vernunft. ich kann es dir aber leider nicht abnehmen, zu denken, würde eh nichts bringen, dafür bin ich mir, sorry, einfach zu schade (DFTT).

    • neumondschein  On Juli 2, 2016 at 18:21

      Über die ukrainische Sektion der Luegenpresse (Untertitel einschalten!). Luegenpresse ist wirklich international. Selbst in einem Land, das wirtschaftlich gesehen gerade verreckt, traut sich die Luegenpresse Schauermaerchen über die wirtschaftliche Zukunft einer Insel im Atlantik zu verbreiten.

  • neumondschein  On Juli 13, 2016 at 18:04

    lol!

    Kleiner Hinweis: Das muss nicht an Facebook liegen. Es kann auch an Euch Journalisten der Luegenpresse selbst liegen. Wenn man nämlich nur einen Standpunkt zulässt, und den anderen ausschliesslich sich nur als die Wirkung von rechtspopulistischer Propaganda auf verkalkte Koepfe britischer Rentner erklären kann, dann erspart man sich zwar die Muehe, für den einzig zugelassenen Standpunkt anstatt heisser Luft („Frieden & Wohlstand in Europa“) vernünftige Argumente vorzubringen. Das Echo in Deiner Echokammer wird dann natürlich dementsprechend kopfschmerzverursachtend eintönig sein. Und wenn man dann auch noch den nichtzugelassenen Standpunkt für Hass erklärt, um den sich die Polizei zu kümmern hat, dann um so mehr. Abgesehen davon, möchte ich darauf hinweisen, dass ich Euere Medien nicht brauche, denn Nachrichten aus Facebook zu extrahieren, kann ich auch allein. Dahin, wo sich hingegen Brexit-Waehler gewöhnlich aufhalten, wuerdet ihr dagegen nie eintreffen. So kommt es natürlich dazu, dass Journalisten der Luegenpresse Brexit-Waehler für irgendetwas wie Marsmenschen haltet.

    • neumondschein  On Juli 13, 2016 at 18:29

      Ein Beispiel. Eine Filterblase, in der es etwas kurzweiliger zugeht, bilden die Nazi-Linken von der Querfront mit ihrem fuer sie charakteristischen vernichtungsantisemitischen Vernichtungswunsch, also die Sahra Wagenknecht, der Oskar Lafontaine, der Konstantin Wecker, der Diether Dehm, der Gianis Varoufakis, der Albrecht Mueller und andere illustre Persönlichkeiten. Die wollen alle zwar irgendwie ein soziales und demokratisches Europa, sind sich aber recht uneins über die Wege dahin. Insbesondere mit der Bewaeltigung der Bankenkrisen (Achtung Jude! Bankenkritik!) in Europa sind sie nicht einverstanden. Der eine will die EU praktisch abschaffen und den EUR gleich dazu. Der andere dagegen hält einen europäischen Superstaat für absolut notwendig und möchte die nationalen Entitäten mit ihren konkurrierenden Souveränitätsanspruechen und Interessen abschaffen. Selbst für den für diesen Kreis typischen Standpunkt, dass die Währung der Krisenlaender abwerten muss, gibt es entgegengesetzte Standpunkte. Und natürlich sind die einen für brexit, die anderen dagegen.

      • ziggev  On Juli 16, 2016 at 05:49

        könnte interessant scheinen – wenn ich mich nur in Deiner gleichen und derselben Echokammer befinden würde. Es verhält sich aber anders.

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