Glücksgefühl und Bewunderung

Als ich einem Professor der Sorbonne gegenüber einen Roman von Balzac erwähnte, fragte dieser: „Beschäftigen Sie sich speziell mit Balzac?“ Ich antwortete ihm, daß ich Balzac oft und gern läse. „Schreiben Sie denn dann kein Buch über ihn?“ wollte er wissen. „Ach so“, sagte ich, „ein Buch ist etwas, worüber man ein anderes Buch schreibt. Aber ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich, wenn ich einen meiner Lieblingsautoren lese, es nur zu meinem Vergnügen tue.“

(…)

Wann werde ich endlich erwachsen werden?  Meiner Ansicht nach sind es das Glücksgefühl und die Bewunderung, welche man bei der Lektüre empfindet, die einem einen Autor erklären. ich habe immer geraten, einen Schriftsteller zu lesen, ohne sich Notizen zu machen, dafür aber so lange, bis man ihn wirklich kennt. Schreibt man dann über ihn, wird nichts die Begeisterung daran hindern, sich den eigenen Sätzen mitzuteilen, und man wird etwas schreiben, das des Autors würdig ist. (Alain, Spielregeln der Kunst)

Ganz großartig… (Hier gehts zur Debate auf „Tell“)

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