Bertelsmannstiftung: Trickle-down funzt nicht

Haben die das wirklich so gesagt? Im Augenblick habe ich nur den SpON-Artikel gelesen:

In 90 Prozent der untersuchten Länder sei soziale Teilhabe weniger wichtig als „marktwirtschaftliche Arrangements“, schreiben die Forscher. Schuld sei eine „einseitige Prioritätensetzung der vergangenen Jahrzehnte“. Den „Trickle-down“-Effekt, bei dem eine marktradikale Ausrichtung nach anfänglichen sozialen Spannungen zu mehr Wohlstand führen soll, gebe es nicht wie erhofft. Die als „Washington Consensus“ bekannt gewordene Erwartung, „wonach Liberalisierung, Deregulierung, Privatisierung und niedrige Kapitalertragssteuersätze (…) letztlich höhere Einkommen für die Mittelschicht“ bringen, habe sich „in weit geringerem Umfang erfüllt als vorhergesagt“.

Fast schon bizarr nimmt sich dagegen aus, wie gut es der Studie zufolge nach der Krise der späten Nuller Jahre dem Banken- und Kreditwesen geht. Ein „rasche Stabilisierung der Bankensysteme“ habe dafür gesorgt, dass sich der „Anteil notleidender Kredite seit 2009 in den meisten Ländern verringert“ habe.

Und, Bertelsmann-Stiftung? Was könnte das mit den Kartoffelpreisen zu tun haben? Wer hat diese „einseitige Prioritätensetzung“ uns denn wieder und wieder als TINA angedient?

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