Finde den Fehler

Und hier für unsere Rätselfreunde wieder eine Ausgabe unserer beliebten Reihe „Finde den Fehler!“ Wie immer haben wir kleine Verständnishilfen eingebaut.

Es ist schon wieder passiert: Die deutsche Polizei hat eine entscheidende Schlacht verloren. In der Silvesternacht wurden über 500 Frauen vor dem Kölner Dom von einem Mob hauptsächlich arabischer und nordafrikanischer Männer sexuell erniedrigt und ausgeraubt. Unter den Augen der Polizei. Die Beamten mussten mit ansehen, wie Frauen von Männern umringt und begrapscht wurden, sie hörten ihre Hilferufe. Aber die Schutzmänner konnten die Frauen nicht beschützen. Sie waren einfach zu wenige. Etwa 250 Polizisten trafen auf über 1000 Männer.

(…)

Dass die Polizei die vielen vermeintlich kleinen Straftaten nicht mehr verfolgt, ist nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich. Auch dafür ist die Silvesternacht von Köln ein erschreckendes Beispiel. Entscheidend waren nicht allein die Fehler der Polizei am Jahresende, sondern die vielen Fehler des Systems der Strafverfolgung im gesamten Jahr davor. Über viele Monate machten Banden von Taschendieben mehrheitlich aus Nordafrika in der Kölner Innenstadt fette Beute. Taschendiebe zu schnappen und ihnen die Taten gerichtsfest nachzuweisen, erfordert einen enormen Ermittlungsaufwand. Darum werden die Diebe nur selten verfolgt und fast nie gefasst. Taschendiebstahl hat die niedrigste Aufklärungsquote aller Delikte in der Kriminalstatistik.

 

Sexmob oder Taschendiebe? Mag Stern-Online sich da mal entscheiden? Übrigens: Interessant, dass die magnetische Zahl  1.000 sich auch hier immer noch findet, obwohl längst widerlegt.

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Kommentare

  • Siewurdengelesen  On Januar 21, 2016 at 17:38

    Du verlangst doch nicht etwa eine hieb- und stichfeste Recherche vor! der Skandalmeldung?

    Den kleinen Artikel zur Korrektur in der Ecke liest später sowieso keiner, falls es denn einen gibt…

  • Wolf  On Januar 21, 2016 at 20:06

    Zu den ganzen Zahlen:

    Ich verstehe da vieles noch überhaupt nicht. Meist ist es selbst bei angemeldeten Demos sehr schwierig die Teilnehmerzahlen zu ermitteln. Da redet die Polizei dann von zB 400 und der Veranstalter von 800. In Köln ist das aber klar, obwohl vermutlich sehr viele andere Menschen unterwegs waren und die „Täter“ (waren alle Nordafrikaner in dieser Nacht Täter????) versprengt in kleinen Gruppen auftraten. Es waren Tausend. Punkt.

    Noch ominöser finde ich die Zahl der Strafanzeigen. Am Dienstag (5 Tage nach Silvester) sprach man noch von 80 soweit ich mich erinnere. Da gibt es natürlich immer eine Dunkelziffer von Opfern, die sich erst melden wenn die Sache so richtig in Fahrt kommt. 120 oder 150 hätten mich nicht überrascht. Nun sind es aber angeblich schon über 1.000 Anzeigen! Soll das heissen aberhunderte von Frauen haben sich gedacht: „Misst, mein iPhone ist weg, aber ich zeig das mal nicht an. Iss ja nicht so wichtig!“ Im Ernst? Ich will hier weis Gott keine Verschwörungstheorie aufbauen. Mir ist das halt schlicht unbegreiflich.

    • summacumlaudeblog  On Januar 21, 2016 at 23:08

      Nanana, du Victimblamer, werd mal nicht frech. Du findest die Anzeigendynamik so, dass die eine oder andere Nachfrage erlaubt ist? Dunfindestbdie Situation so, dass man sich vielleicht auch mal wundern kann?
      Nachfragen und wundern sind nur dann erlaubt, wenn Alice Schwarzer es erlaubt. Merk dir das!

    • hf99  On Januar 22, 2016 at 14:34

      „Noch ominöser finde ich die Zahl der Strafanzeigen. Am Dienstag (5 Tage nach Silvester) sprach man noch von 80 soweit ich mich erinnere. Da gibt es natürlich immer eine Dunkelziffer von Opfern, die sich erst melden wenn die Sache so richtig in Fahrt kommt. 120 oder 150 hätten mich nicht überrascht. Nun sind es aber angeblich schon über 1.000 Anzeigen! Soll das heissen aberhunderte von Frauen haben sich gedacht: “Misst, mein iPhone ist weg, aber ich zeig das mal nicht an. Iss ja nicht so wichtig!” Im Ernst? Ich will hier weis Gott keine Verschwörungstheorie aufbauen. Mir ist das halt schlicht unbegreiflich.“

      Exakt das ist mein Problem. ich versuche, dazu noch etwas zu schreiben, benötige aber noch etwas Zeit.

      Dass einige (ich habe „einige“ gesagt, nicht „alle“) Anzeigen fake-Anzeigen sind, halte ich inzwischen für so gut wie sicher – siehe auch all die anderen fake-Vergewaltigungen „durch die Flüchtlinge“.

      Dass andererseits inmiten ca 1 Million Flüchtlinge allein schon aus statistischen Gründen auch Kriminelle zu erwarten sind, habe ich schon im Sommer so gesagt. Keine Flüchtlings-Hatz heißt bei mir immer auch: keine Flüchtlings-Idyllik.

      Aber konkret Köln k a n n so nicht gewesen sein. 1000? Und in der Nacht hat niemand was bemerkt? Es existieren bis heute keine youtube-Aufnahmen? Nicht eine? Regina Schleheck und auch andere haben nichts bemerkt? Die Polizei schickt sogar angebotene Reserven zurück – nee, brauchen wir nicht, hier im wesentlichen keine Probleme???

  • Wolf  On Januar 22, 2016 at 00:16

    NEIN! 🙂

  • Stefan  On Januar 22, 2016 at 10:51

    Klar kann man nachfragen und sich wundern. Meines Erachtens hat man es bei den Vorfällen in Köln mit einem „schwarzen Schwan“ zu tun:

    „Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse ist ein Buch des Publizisten und Börsenhändlers Nassim Nicholas Taleb. Nach Taleb bezeichnet ein „Schwarzer Schwan“ ein Ereignis, das selten und höchst unwahrscheinlich ist. Der Autor beschäftigt sich mit den häufig extremen Konsequenzen dieser seltenen und unwahrscheinlichen Ereignisse (Ausreißer) sowie der menschlichen Eigenschaft, im Nachhinein einfache und verständliche Erklärungen für diese Ereignisse zu finden.“

    Eine einfache und verständliche Erklärung ist „Das stimmt so gar nicht, es gab gar nicht so viele sexuelle Übergriffe“. Dann hätten wir aber das Phänomen, dass die Zahl der Falschanzeigen die Dunkelziffer der nicht angezeigten Straftaten übersteigt. Wäre meines Erachtens wieder ein schwarzer Schwan.

  • summacumlaudeblog  On Januar 22, 2016 at 12:56

    Es gibt schwarze Schwäne, meist sind sie aber nur nicht gut ausgeleuchtet. Für mich immer wichtig: Die Anzahl der Zusatzannahmen, die notwendig sind, um ein Ereignis zu erklären.

  • che2001  On Januar 24, 2016 at 17:00

    Wenn da tatsächlich Hunderte von Männern sich per Handyfonie verabredet haben, um Hunderte von Frauen zu belästigen, dann stellt sich die Frage, warum nicht Hunderte von Frauen per Handy um Hilfe gerufen haben. Hätten Hunderte Ehemänner/Lebenspartner/Freunde/Freundinnen zu Hilfe geeilt wäre die Situation u.U. schnell Richtung Lynchmob eskaliert. Ist sie aber nicht.

  • Stefan  On Januar 24, 2016 at 21:19

    Es bleibt dann schon die Frage: Wo kommen die ganzen Anzeigen her. In diesem Zusammenhang würde mich die Zahl der nachträglichen anonymen Anzeigen interessieren. Die Kölner Polizei hat meines Achtens wenig Interesse sich in dieser Frage bedeckt zu halten. Alles was die Zahl der Anzeigen in Zweifel zieht, relativiert auch das Versagen der Polizei in der Silvesternacht.

    • summacumlaudeblog  On Januar 25, 2016 at 06:54

      Anonyme Anzeigen? Vermutest du oder weißt du da was? Das Interesse der Polizei kann natürlich auch eine Personalaufstockung sein. Siehste, wir waren zu wenig! Deswegen Kohle her, ihr Politiker! Aber das ist alles Spekulation.

      • Stefan  On Januar 25, 2016 at 07:25

        Ich weiß leider nix. Wäre ein Hinweis wg. möglicher Falschanzeigen. Sind aber alles Spekulationen. Da hast Du recht.

  • che2001  On Januar 25, 2016 at 02:01

    Ich erinnere mich da an Situationen, die ich in Göttingen erlebt hatte. 1990 randalierten Neonazis, darunter der inzwischen NPD-Sachsen-Abgeordnete Torsten Heise anlässlich einer „Afrikanischen Nacht“ in der Disco „Tangente“ und verprügelten Schwarze. Die von der linken Szene in dieser Nacht, wie in jeder Nacht mitgeschnittenen und veröffentlichten Polizeifunksprüche lauteten „Ein ausländischer Mitbürger betritt die Disco. Bin gespannt, wie er wieder rauskommt.“ Etwas später: „Aus der Disco wurde ein Notarztwagen bestellt. Ich glaube, unser Freund sieht gut aus.“ Was die nicht wussten war die Tatsache, dass in einer benachbarten Wohnung ein Beobachter dieser Szene gerade ein G3-Gewehr auf die Nazis in Anschlag brachte, um die zu killen, wenn ihm das von einer Mitbewohnerin nicht im letzten Augenblick entwunden worden wäre. Der war Leutnant und Einzelkampfausbilder. So weit war die Eskalation damals schon.

    1995 griffen Burschenschaftler das JUZI (Jugendzentrum Innenstadt) an. Die verteidigten sich sehr wuchtig, und am Ende tranken die Beteiligten in der Notaufnahme des Göttinger Klinikums mit Mineralwasser Brüderschaft. Die Bullei stand die ganze Zeit daneben,ohne einzugreifen. „Massenschlägerei vorm JUZI? wahrscheinlich haben die die eine Genehmigung dafür.“ oder ist denen das völlig egal? Bei der ersten Geschichte ging ich noch davon aus, dass der rechte Untergrund von der Staatsmacht gedeckt wird, bei der zweiten weiß ich nicht mehr, wie ich das einordnen soll.

  • Stefan  On Januar 25, 2016 at 11:16

    http://www.tagesspiegel.de/politik/uebergriffe-in-koeln-taeter-waren-nicht-hierarchisch-strukturiert/12870328.html

    Das ist die aktuellste Nachricht, die ich im Netz gefunden habe. Da ist auch eine Liste der Kölner Polizei. Ich nehme an, wenn da Unbekannt steht, ist die Anzeige anonym – das wären dann 21.

    Wochen später eintrudelnde Anzeigen über Eigentumsdelikte erscheinen mir auch ziemlich komisch. (Ich kenne aber nicht die Dunkelziffer bei Taschendiebstahlt)

  • Stefan  On Januar 25, 2016 at 12:24

    Hab mich verzählt: Da steht 25 mal bei Geschlecht/Opfer unbekannt. Es sind 821 Anzeigen, darunter auch Körperverletzungen und der Tatort ist nicht ausschliesslich Köln sondern auch Düsseldorf oder Kerpen oder Ort/Unbekannt.

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