sogar pragmatisch betrachtet Wahnwitz

Googlen Sie bitte selber; die Journalisten, die jetzt zur Intervention inklusive Bodentruppen aufrufen, sind zahllos.

Halten wir fest: Bodentruppen in Afghanistan…gescheitert. Bodentruppen Irak…gescheitert. Und jetzt solls nach Syrien gehen? Sie die wahnsinnig? Das ist ja sogar pragmatisch betrachtet irre – selbst aus deren Sicht, im Sinne des Konzepts, selbst, wenn man der Kriegslogik folgte und die Pariser Attentate als Teil eines (monströs!) „Weltkriegs“ (FAZ) deuten würde, nicht als das, was sie realitär sind (nämlich kriminelle Akte, Mord im Sinne des StGB bzw des französischen Strafrechts).

Das ist der Wahnsinn von Leuten, die zum zwanzigsten Mal mit dem Kopf gegen die Betonwand laufen – die letzten 19 Male war es einfach zu schön, als der Schmerz endlich nachließ…

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Kommentare

  • wolfgang  On November 16, 2015 at 17:27

    Kolumne von Augstein im Spiegel lesen.

  • Dirk  On November 16, 2015 at 19:34

    Es ist sogar noch schlimmer, ohne die Intervention im Irak würde es den IS wahrscheinlich nicht geben.

  • Bernhard  On November 16, 2015 at 20:17

    Wenn man nur einen Hammer hat, sieht halt alles wie ein Nagel aus.

  • Ossiblock  On November 16, 2015 at 20:41

    Journalist ist doch ein Schimpfwort. Zumindest in meinen bescheidenen Kreisen.
    Es ist nur ein Synonym für Mietmaul oder Lohnschreiber der Krawall-Muschi-Medien.

    Und wenn man das konsequent zu Ende denkt, dann ist der Aufruf nur ein Aufruf für mehr Profit.

    Frage: Was soll daran wahnsinnig sein – im Kapitalismus?

    P.S. Entschuldigt meine arg beschränkte Weltsicht.

  • altautonomer  On November 17, 2015 at 09:36

    Nach „Jarhead“, „Blackhawk down“, „American Sniper“ und anderen Heldengedenkstreifen benötigt Hollywood neuen Stoff.

  • epikur  On November 17, 2015 at 13:59

    Ich bin dafür, alle Journalisten die sofort Bodentruppen hinschicken wollen, an die vorderste Front zu schicken. Dann können sie sich als „Helden“ beweisen und für „Freiheit“ kämpfen.

    @altautonomer
    „Jarhead“ würde ich nicht in die Liste aufnehmen. Der hatte durchaus sehr US-kritiische Töne. Der Hauptprotagonist hat ja nicht einen Schuss im Krieg abgefeuert und kehrt dennoch als Held zurück. Und in einer Szene bettelt er förmlich darum, endlich abdrücken zu dürfen. Das hatte schon einen sehr absurd-zynischen Unterton. Ein richtiger Antikriegsfilm wie „Apocalypse Now“ ist er dennoch nicht.

  • altautonomer  On November 17, 2015 at 20:07

    epikur: Stimme zu.

  • mark793  On November 18, 2015 at 16:02

    Das ist umso bizarrer, als es kein Problem sein sollte, hochranginge Militärs im westlichen Bündnis aufzutreiben, die ziemlich überzeugend darlegen können, warum das eine Schnapsidee ist.

    Ansonsten: Was Epikur sagt, sollen die „newsroom warriors“ doch selber mit gutem Beispiel voran gehen und sich an die Front melden.

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