Julia Bährs steile These – update

So aber erklärt der Blogger Lars Hartmann noch eben, nur Blogs könnten auch mal ein Buch verreißen, das sonst alle gut fänden, weil die etablierten Medien befürchteten, der Verlag räume ihnen keine Interviews mehr ein. Steile These, durch nichts belegt, aber wir sind ja hier nicht beim großen Faktencheck. Es geht um Visionen, da muss man auch mal wild um sich schießen!

Ich habe nichts gegen harte Polemik – je mehr, desto besser. Wer aber, wie Julia Bähr, wild um sich schießt, muss dann auch einstecken können.

Dass sich das Kritikergewerbe hie und da auch mal auf Konjunkturwerte geeinigt hat, hat kein geringerer als MRR offen zugegeben. Und Peter Rühmkorf – das Phänomen existiert nämlich seit eh – sprach zu Recht von „Schwindelkursen“, von „überfeiert“. Soviel mal zum „fehlenden Beleg“. Vielleicht sollte Julia Bähr selber auch mal zum Faktencheck?

Edith will auch noch was sagen: Ich gehe davon aus, dass Julia Bähr so weit im literarischen Feld verankert ist, dass sie genau weiß, wer ab und an mit wem Essen geht und was das mit den Kartoffelpreisen zu tun hat…

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Kommentare

  • summacumlaudeblog  On Oktober 15, 2015 at 10:20

    Trotzdem sah die FAZ sich genötigt, irgendetwas zu sagen. Mit Verschweigen ist unserem Ansatz nicht mehr zu begegnen. Spricht für TELLs Plausiblität..

    • hf99  On Oktober 15, 2015 at 10:27

      Die weiß genau, was im literarischen Feld abgeht. Übrigens letztlich seit eh. Wir reden hier ja auch nicht von der großen Bilderberg-Verschwörung. Alles hält sich im Ungefähren, alles im Informellen. Dass MRR und andere damals knallhart abgekaspert haben, Böll hoch zu schreiben, war sogar die Ausnahme (übrigens hatten MRR und Konsorten politisch schlicht recht; es ging um Gerd Gaiser, der zum konservativen Gegenkönig ausgerufen werden sollte…und auch, wenn ich damit heute zur Minderheit gehöre: Einiges, nicht alles, an Bölls Werk ist ja literarisch tatsächlich tragfähig, die mussten ja nicht lügen dabei!)

  • summacumlaudeblog  On Oktober 15, 2015 at 13:08

    RETTET, RETTET, RETTET… so sprach schon Herbert Zimmermann. Frau Bähr ist wohl ins freie Assoziieren verfallen oder aber hat Zimmermann im Ohr gehabt. Von einer „Rettung des Journalismus“ hat jedenfalls niemand etwas gesagt.

Trackbacks

  • By Don't kiss & don't ... on Oktober 15, 2015 at 17:47

    […] der Tell Review nicht ganz überzeugt zu sein. Reicht jedenfalls schon, damit andere sich gleich ans Bein gepinkelt […]

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