nds-Spliter

Auch Elmar fragt sich, was bei den nds langsam so abgeht… Sicher, das Gerede a la „unterwegs zur NPD“ ist vorderhand absurd, gegen solche Anwürfe muss man Albrecht Müller in Schutz nehmen, aber das bedeutet natürlich nicht, die nds unkritisch zu goutieren. Müllers These, Merkels (kurzlebiges; die Grenzen sind ja schon wieder dicht!) Refugee-Welcome als geplante PR-Aktion zu sehen, finde auch ich reichlich kühn. Dass sie die Merkel-Besoffenheit der nationalen und internationalen Presse gerne mitgenommen hat, ist schon klar – welcher Politiker täte dies nicht -, aber eine geplante PR-Aktion? Also ich weiß nicht…

Müllers Bemerkungen zum Abschluß verdienen aber eine faire Auseinandersetzung:

Die aus meiner Sicht notwendigen Konsequenzen:

Erstens den Ankommenden helfen.

Müssen wir nicht drüber reden. Ich plädiere ohnedies dafür, allen hier lebenden Flüchtlingen – nicht nur den neu angekommenen – die deutsche Staatsbürgerschaft anzubieten; damit wäre ein größerer Teil der Probleme schon mal vom Tisch, die furchtbaren Abschiebeknäste könnten endlich eine sinnvolle Verwendung erfahren, und dämliche Asylverfahren würde man sich auch noch sparen. Dass dann ein paar Seppel-Kaspers von „Überfremdung“ lallen, muss ausgehalten werden. Oder, wie burks immer so schön sagt: da muss man eben gegenhetzen.

Zweitens den Missbrauch des anschwellenden Flüchtlingsstroms für innenpolitische Zwecke aufdecken.

Da weiß ich eben nicht, was genau gemeint ist. Dass Merkel eine gute Presse hatte? Hatte sie, hat sie absurderweise immer noch, aber das ist ein sehr grundsätzliches Problem der Mediendemokratie überhaupt.

Drittens die Probleme massiver Zuwanderung für unser Land und verschiedene Gruppen der hier lebenden Menschen einschließlich der Flüchtlinge selbst nicht verharmlosen, wie das in vielen Beiträgen geschieht.

Da werden einige jetzt etwas erstaunt sein, aber: Zustimmung! Der Zuzug von ca 700.000 Menschen in eine Gesellschaft führt immer zu Problemen – mögen das nun Syrer sein, US-Bürger, Norweger oder Neuseeländer. Das beginnt schon auf dem Wohnungsmarkt. Da soll man nicht drum herum reden. Wenn wir das nicht thematisieren – die NPD wirds in jedem Fall tun, und zwar mit Lust und Liebe. Sie tuts natürlich längst und seit eh.

Viertens nicht weiter zur Flucht ermuntern und stattdessen vor Ort helfen, und vor allem auch sichtbar machen, dass das gezielte Ausbluten verschiedener Länder unverantwortlich ist. Es ist auch unverantwortlich, darauf zu spekulieren, dass wir diesen Ländern in der jetzigen Situation gut ausgebildete Personen meist jüngeren Alters entziehen können. Damit wird in weiten Kreisen unseres Landes geworben. Das ist unerträglich.

Falsch, bzw unvollständig. Die Menschen sind akut bedroht und benötigen sofort Hilfe – nach Lage der Dinge können sie die derzeit nur in Europa bekommen. Eine liebenswerte Kollegin von mir ist Libanesin – sie ginge lieber heut als morgen zurück in einen befriedeten Libanon. Das ist derzeit aber völlig illusorisch. Natürlich wäre es begrüßenswert, wenn in den Heimatländern der Betreffenden menschenwürdige Zustände hergestellt würden. Das wird aber auf lange Sicht nicht so sein. Denn, Müller sagt es ja selber:

Fünftens den Boykott gegen Syrien mit dem Ziel des Aushungerns beenden.

Sechstens Fluchtursachen wie Kriege und Aktivitäten zum gewaltsam Regierungswechsel keinesfalls verschweigen.

Siebtens Kriege und Gewalt beenden. Zusammenarbeit der widerstreitenden Kräfte verlangen.

Eben!

Ich vermisse übrigens achtens: Endlich ungefährliche Reisewege anbieten!

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Kommentare

  • Dirk  On September 17, 2015 at 16:01

    Man sollte nicht vergessen, dass sich Merkels Solidarität auf syrische Flüchtlinge beschränkt. Hier dürften durchaus geostrategische Motive eine Rolle spielen, schließlich mischt Deutschland im Syrien-Krieg kräftig mit. Ähnliches hatte man auch schon im Jugoslawien-Krieg und im russischen Afghanistan-Krieg erlebt. In diesen Konflikten, hatte Deutschland auch kräftig mitgemacht und hat aus tatktischen Motiven Flüchtlinge aus diesen Ländern aufgenommen. Dies dürfte auch Motiv hinter der verlogenen und scheinheiligen Bild-Kampagne sein. Um es noch mal klarzustellen, natürlich ist es richtig syrische Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen,nur sollte man bedenke, dass Roma aus Osteuropa oder Flüchtlinge aus Schwarzafrika weiterhin fleissig abgeschoben werden und bei der derzeitigen Welle der Hilfsbereitschaft aussen vor bleiben.

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