In defence of Albrecht Müller (???) (update 2)

Ganz offenkundig habe ich mich unverständlich ausgedrückt. Deswegen in Kürze:

Dieser Blog für die intelligente Frau und den intelligenten Mann warnt seit eh davor, den pawlowschen Diskursreflexen und Gegenreflexen aufzusitzen. „X sagt aber dasselbe…“ (X ist meistens Goebbels oder Stalin) ist kein Argument. Böswillige Missversteherei ist kein Argument. Motivunterstellungen sind kein Argument. Und Denunziationen sind es schon gar nicht. Die gesamte öffentliche Unterredung ist in einem erschreckenden Ausmaß vergiftet durch gehässige Unterstellungen, durch Images, Projektionen, manchmal auch schlichte Lügen.

Albrecht Müller hat alles Recht der Welt, sich zu unterhalten, mit wem es ihm beliebt. Ihm daraus etwas drehen zu wollen, ist tatsächlich irgend etwas zwischen albern und schäbig.

Eine ganz andere Frage wäre die, ob Müller allen Ernstes glaubt, Leute wie KenFM und Elsässer, im weitesten also Querfrontereien in der Tradition obskurer „national-bolschewistischer“ Ideen zwischen links und rechts, würden politisch etwas eröffnen. Dazu habe ich mich vor Monaten schon geäußert: Ich halte eine solche Querfront aus sehr guten Gründen für Aberwitz. Insbesondere halte ich eine Rehabilitierung sog. ethnischer, also völkischer Kriterien, in welcher Form auch immer, für grotesk. Völkische Identitäten sind das große Unglück dieser Welt; nichts hat diese Welt nötiger als deren Überwindung.

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Kommentare

  • altautonomer  On August 27, 2015 at 08:33

    In Gremlizas Express 9/2010 war die Anfrage des „Freitag“-Verlegers Jakob Augstein abgedruckt, ob der KONKRET-Herausgeber an einer von Augstein moderierten Diskussion mit dem Chefredakteur von „Bild“, dem größten Drecksblatt der Welt, teilnehmen wolle. Die Antwort auf dieses Ansinnen enthielt die höfliche Bitte, der „Freitag“-Verleger möge versichern, daß er nicht im Ernst für möglich gehalten habe, Gremliza werde sich freiwillig mit diesem Schmieranten in einem Raum aufhalten, geschweige an einen Tisch setzen. Anstatt sich nun in aller Form für seinen beleidigenden Mißgriff zu entschuldigen, wurde Augstein pampig:

    Müller hätte sicher freudig zugesagt und Berger als sein Adjudant Protokoll geführt..

    Wenn hier Kishon als Kronzeuge für grenzüberschreitenden Journalismus anführt, darf Hendrik M. Broder und Michael Wolffsohn nicht verschweigen. Was fehlt, ist noch das Dogma von der befruchtenden, „ergebnisoffenen Diskussion“ mit intellektuellen Rechten.

  • altautonomer  On August 27, 2015 at 09:14

    Siegmar Gabriel war wohl mal wieder das SPD-Vorbild und -Beispiel für Müller. Auch er hat sich in die Menge „besorgter Bürger“ begeben, um was zu tun……?

    Zit.:“Es gibt ein Recht, deutschnational zu sein“ und Dummheiten zu verbreiten, sagt Gabriel mit Blick auf Pegida. Sein Treffen mit Anhängern der Bewegung verteidigt er: „Wir müssen dahin, wo es brodelt.“

    Das Rechte durch linke Kommunikationsbereitschaft, Liberalität und Toleranz inhaltlich aufgewertet werden, weil man ihren Unsinn von „Deutschland ist seit 1945 kein souveräner Staat“, „Kolonie der USA“, „, „Jüdisches Weltfinanzmonopol“ auch noch zu Argumenten hochstilisert, lese ich oben leider nicht.

    Stattdessen wird mit der großen Friedenskelle die dicke Harmoniesauce über angeblich gemeinsame Ziele gegossen und Differenzen verkleistert. „Wir Linke wollen doch alle das Selbe!“

  • futuretwin  On August 28, 2015 at 10:50

    “ ‚X sagt aber dasselbe…‘ (X ist meistens Goebbels oder Stalin) ist kein Argument. Böswillige Missversteherei ist kein Argument.“
    prangert K.u.K. an, dessen Lieblingspolemik die Form “ ‚Wer ein (hier einen -Ismus bzw. -Ist einsetzen) ist, bestimme ich!‘ hermann-göringt es aus ihnen heraus.“ hat.

    • hf99  On August 28, 2015 at 11:15

      ich habe Verständnis für den Frust des Demaskierten und Entlarvten.

  • futuretwin  On August 28, 2015 at 14:29

    Warum wohl?

  • summacumlaudeblog  On August 28, 2015 at 15:31

    @“Warum wohl?“ – weil Hartmuts Herz weit ist und offen für jeden und jede, auch wenn dieser Jedermann(frau) an böswilliger Mißversteherei leidet.

  • futuretwin  On August 28, 2015 at 21:26

    „Wer Goebbels sagen darf bestimme ich!“ So in der Art?

  • summacumlaudeblog  On August 29, 2015 at 11:53

    Wer Goebbels sagt, muß Goebbels begründen können und nicht einfach nur behaupten – so ist das gemeint und auch gesagt worden. Da wackelts halt bei manchen, die einfach nur behaupten, ohne zu begründen.

    • hf99  On August 29, 2015 at 23:23

      Nachgeradezu grotesk, wie Futurewin hier meine Diagnose in actu verfifiziert.

  • futuretwin  On August 31, 2015 at 10:13

    Huiuiui, mir fällt grad auf, wir werfen die beiden Nazis mit Gö- durcheinander, höchst unsauber, befinden wir uns doch in Zusammenhängen, die eine hochexakte Begründung verlangen.
    Ich dachte ja immer, der Nazivergleich (der handelsübliche, sowie die Premiumvariante) dient eher dazu, den Argumenten etwas mehr Wumms zu verpassen, ist mithin nicht selbst eins, wie ja eigens angemahnt. Nur, dass die eigenen Nazivergleich rhetorische Perlen, die der anderen reißerisches Gewese sind, licet jovi non licet bovi und so, das hat einfach etwas dünkelhaftes.

    Und ganz tief in euren großen, unübersichtlichen Herzen wisst ihr das auch genau.

  • summacumlaudeblog  On August 31, 2015 at 11:48

    Eigentlich ein hoffnungsloser Fall dieser futuretwin, ich probiere dennoch den Wurf: Nicht wer hier wen Nazi nennen darf, war und ist das Thema. Sondern schlicht und einfach die Tatsache, dass mit der Titulierung Nazi ein schwerer Vorwurf erhoben wird, nachgerade eine moralische Vernichtung. Man stellt den Anderen mit diesem Vorwurf außerhalb des Menschlichen, außerhalb jeglicher Zugehörigkeit!

    Deswegen ist dieser Vorwurf – der nicht immer falsch sein muß – bietescheen zu begründen und nicht einfach nur zu behaupten. Das ist doch eigentlich ganz einfach zu verstehen. Dass Du hier aus der Tiefe des Ressentiments heraus anders Argumentierende gewissermaßen als „Herrenmenschen“ labelst (licet jovi non licet bovi) finde ich schon ziemlich mäßig. Also bitte auf das Argument eingehen: Wegen der Schwere des Vorwurfs muß er begründet werden. Schlichte Behauptung langt nicht!

  • genova68  On August 31, 2015 at 11:51

    Albrecht Müller hat alles Recht der Welt, sich zu unterhalten, mit wem es ihm beliebt. Ihm daraus etwas drehen zu wollen, ist tatsächlich irgend etwas zwischen albern und schäbig.

    Eine ganz andere Frage wäre die, ob Müller allen Ernstes glaubt, Leute wie KenFM und Elsässer, im weitesten also Querfrontereien in der Tradition obskurer “national-bolschewistischer” Ideen zwischen links und rechts, würden politisch etwas eröffnen.

    Diesen Widerspruch innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Sätzen muss man erstmal hinkriegen. Der Cheflogiker spricht.

    Wenn ich deine Zeilen ernstnehmen darf, Hartmut, dann bezeichnest du dich gerade als albern und schäbig. Gratulation.

    Und da du ja das ND-Interview verlinkst: Siehst du mich in Bezug auf Müller als Gedankenpolizist? Nur mal so als Frage, um zu checken, ob du bei der Müllerschen Verschwörungslogik tatsächlich mitziehst.

    • hf99  On August 31, 2015 at 22:46

      „Und da du ja das ND-Interview verlinkst: Siehst du mich in Bezug auf Müller als Gedankenpolizist?“ Wenn ich ein Interview verlinke, mache ich mich also mit jedem Semikolon darin handgemein? Da ist schon der Grundirrtum…

      Aber ich will nicht ausweichen.

      Diese Frage zu stellen ist in der Tat gedankenpolizeiliches Tun und Treiben.

  • futuretwin  On August 31, 2015 at 12:17

    Ich hatte, etwas ungeschickt vielleicht, zwei Sätze zitiert. Im einen ging es mehr oder weniger um Nazivergleiche, im anderen um böswillige Missversteherei. Vermutlich im vermeintlichen Wissen, mich als böswilligen Missversteher identifiziert zu haben (anhand weniger, zugegebenermassen etwas trollig knapp gehaltenen Zeilen übrigens) schwelgt Hartmut nun ganz in seinem Triumph, ich würde seine „Diagnose in actu verfifizieren“. Mir ging es ja eher darum, dass derjenige, der andere „herman-göringen“ lässt, vielleicht gläserne Wände beschädigt, wenn er an anderen Nazivergleiche bemäkelt. KEIN Wort von mir darüber, ob anderorts die Vergleiche gerechtfertigt sind. Sind sie gewiss nicht, sind sie nämlich fast nie.

    Du kannst ja mal schauen, ob ich in irgendwelchen Komentaren schonmal einen Nazivergleich rausgehauen habe, ich fürchte, du wirst keinen Erfolg haben. Das Latein-Zitat als etwas vergleichbares etwas zu drehen, halte ich doch schon für weit hergeholt, vielleicht sogar schon für (hört hört) böswillige Missversteherei. 😉

    Wo in aller Welt ist es denn begründet, jemanden der sich fälschlicherweise eine Definitionsmacht anmaßt in die Nähe von Herman Göring zu rücken? Das ist Rhetorik! Sonst nichts. Und is ja auch OK, kein Problem. Kommt ja auch ganz griffig rüber. Nur soll man es dann nicht bei anderen anmahmen. Mehr wollte ich gar nicht aussagen.

    • summacumlaudeblog  On August 31, 2015 at 12:31

      Na dann ist ja gut – dachte ichs mir doch, dass man mit ein wenig Rethorik bei Dir noch was rauskitzeln kann :-). Ich hoffe das leichte Fintieren ist damit beendet.

      Manchmal sind aber Nazi-Vergleiche, manchmal gar Nazi-Benennungen unvermeidbar; etwa wenn im Fratzenbuch geschrieben wird: „Schade, das da nicht schon Asys drinne waren“ nach einer Brandstiftung in einem Flüchtlingsheim!!! Da gibt es nichts zu diskutieren: Das sind natürlich Nazis; und nicht nur ähnlich oder „wie Nazis“. Neinnein, das SIND Nazis!!! Ja, was denn sonst?

  • futuretwin  On August 31, 2015 at 12:44

    Also doch kein so hoffnungsloser Fall? 😉

    „Neinnein, das SIND Nazis!!! Ja, was denn sonst?“ da stimmen wir natürlich überein.

    Aber wer hier nicht so alles „hermann-göringt“ z.T.Gerne Feministinnen. Und das finde ich dann halt auch nur so mäßig.

  • futuretwin  On August 31, 2015 at 12:52

    „Ich hoffe das leichte Fintieren ist damit beendet.“ Stecken wir die Degen wieder weg oder gehts jetzt „aufs Blut“. 😉

  • hf99  On August 31, 2015 at 22:40

    Zu herrmanngöringt: Hier geht es allein um jene Antideutschen, die nun in der Tat nach der Devise „Wer Antisemit ist, bestimme ich“ vorgehen, und dass bei solcher semantischen Umweltverschmutzung dann auch mal die entsprechenden Antworten und Bescheide erteilt werden, dafür habe ich mich nicht zu rechtfertigen. Intellektuell setze ich mich mit Antideutschen nicht auseinander, weil da nichts ist, womit man sich angemessen auseinander setzen könnte. ich bedaure das deswegen, weil ihr Ansatz, ihr Herkommen damals kurz nach 1990 ja völlig richtig war („Deutschland, halts Maul“, mit Marlene Dietrich-Plakat, wenn ichs recht erinnere). Die Antideutschen von 1990 unterstütze ich noch heute. Das alles mache ich seit gefühlt einem jahrzehnt deutlich. Zum Feminismus: ich bin nicht gegen den Feminismus, sondern mit der großartigen, leider verstorbenen Feministin Katharina Rutschky gegen Dummbratzenfeminismus, gegen jenen Feminismus a la „Kachelmann muss verurteilt werden, sonst heißt das, dass man Frauen wieder straffrei vergewaltigen darf“…ein Satz, der so dumm ist, dass nicht einmal sein Gegenteil wahr sein kann. Solche TypInnen geistig frigide zu nennen scheue ich mich dann in der Tat nicht. Kachelmann ist völlig zu recht freigesprochen worden. Dass die Falschbeschuldigerin, die gerichtsfest nachweisbar Beweismittel gefaked hat, nicht sitzt, nicht verurteilt wurde, nicht einmal angeklagt wurde, ist ein Justizskandal!

    Zu genova: Es besteht kein Widerspruch darin, jemandem zu sagen „ich teile die-und-die Position nicht“, ohne ihn deswegen als Menschen zu entwerten. ich drücke das immer so aus: Some of my best friends are neoliberalian.

    Sollte Müller ein politischen Konzept verfolgen, dem zu Folge man sich ganz unbedingt mit KenFM verbünden müsse, dann allerdings wäre er mein politischer Gegner. Ich habe das in der Tat damals befürchtet.

    Ob es eine Querfrontunterwanderung der nachdenkseiten-Lesekreise gibt, weiß ich nicht – und ich bin privater Blogger, der zwei prekäre Jobs hat, um sich durchs Leben zu schlagen, ich bin jetzt auch nicht gehalten, das abzuklären.

    Was ich noch sagen kann (im ursprünglichen, längeren Post stands noch) sind zwei Erinnerungen:

    Als die nds und ich noch gut miteinander konnten, posteten die nds einen (geschickt abgedeckten!) BüSo-Link der famosen Helga Zepp-LaRouche. ich habe höflich per Email aufgeklärt. Der Link wurde entfernt; ich erhielt eine höfliche Dankesmail. Zu gleicher Zeit kam ja auch dieses angebliche Tucho-Gedicht über Leerverkäufe auf. „Frech verhökern diese Knaben / Dinge, die sie gar nicht haben“ – in Wahrheit aus dem Dunstkreis der Ostpreussischen Zeitung, oder wie das Ding heißt (Klaus Rainer Röhl ist mit der inzwischen dicke…). Wieder kam eine höfliche Dankesmail.

    Als ich vor KenFM warnte, kam leider keine Dankesmail mehr. Warten wir es ab. Sollten die nds querfronten, jibbet selbstverständlich heiß von vorne. Ob nun KenFMs dümmliche Polit-Esoterik oder elaboriert formulierter „National-Bolschewismus“ in der Tradition der konservativen Revolution…Querfront ist immer falsch: Nichts hat diese Welt so nötig wie die Überwindung völkischen (für sog. Intellektuelle: ethnischen) Denkens. Ach das trommel ich seit eh.

  • futuretwin  On September 1, 2015 at 10:31

    „Zu herrmanngöringt: Hier geht es allein um jene Antideutschen“ Geht es eben nicht. Aber langsam wirds albern, ich stecke meinen Degen jedenfalls wieder weg. Ausser Finten nix gewesen.

  • genova68  On September 1, 2015 at 10:44

    Hartmut,
    worauf ich nur hinauswollte: Du verlinkst einen Artikel von Müller, in dem er mich namentlich als Gedankenpolizisten bezeichnet. Müller hat, um das salopp zu sagen, nicht mehr alle Tassen im Schrank, Altersstarrsinn vielleicht. Ich bin ein kleiner Blogger, der ihm eine Mail schrieb mit Hinweisen auf Antisemitismus und Querfront von Jebsen. Müller ist prominent und hat einen bekannten Blog. Nun bin ich aufgrund einer Mail ein Gedankenpolizist. Du, Hartmut, bezeichnest mich in dem Zusammenhang als schäbig.

    Mir ist nicht ganz klar, was du eigentlich sagen willst.

    Müller nimmt in dem ND-Interview Bezug auf das hier:

    https://exportabel.wordpress.com/2014/11/13/albrecht-muller-vom-querdenker-zum-querfrontler/

    Ihn stört selbst massivster Antisemitismus nicht, auch die Aussage, der eigentliche Holocaust sei an deutschen Soldaten verübt worden, ist nicht tragisch.

    Über Hebel von der FR schreibt er, dessen Vorbild sei Goebbels. Jeder, der ihm nicht bedingungslos zustimmt, ist ein Feind. Armer alter Mann.

    Ich habe die Mail seinerzeit in großer Naivität geschrieben. Ich dachte ernsthaft, der sei nur ein wenig uninformiert. Ich musste danach komplett umdenken.

    • hf99  On September 1, 2015 at 13:08

      ist eigentlich auch schon beantwortet. Ein letztes mal: man zeige mir ein Zitat Albrecht Müllers, in welchem er selber sagt „Ja, auch ich finde, dass die Juden zuviel Einfluß haben“ (oä). Dieses Zitat zeigt man mir nicht, weil es ein solches Zitat, oder eines mit gleicher Qualität, nicht gibt; mir ist jedenfalls keines bekannt. Stattdessen zeigt man mir, dass Müller mit dem-und-dem geredet habe.

      Genau so hat man auch schon den wunderbaren Moshe Zuckermann erledigen wollen. Das geht so nicht.

      ich hiel es damals in der Tat für falsch, kenFM gleichsam das nachdenkseiten-Präidkat zu verleihen, ihn damit irgendwie hoffähig zu machen…aber wenn Müller anderer Meinung ist und sich mit Ken>FM auseinandersetzt, muss das erlaubt sein. Nicht mein Ansatz, ich halte das weiterhin für falsch…

      Aber ich unterscheide die politische Frage, ob man politisch mit KenFM und Elsässer zusammen arbeiten sollte – Antwort: Nein, um Himmels Willen! – von der anderen Frage, ob jemand mit dem Argument hat-mal-mit-KenFM-geredet als für alle Zeiten disqualifiziert zu gelten habe. Und auch dort lautet meine Antwort: Nein. Natürlich nicht.

      Ist diese Fallunterscheidung so schwer zu verstehen?

      • genova68  On September 1, 2015 at 13:32

        Es wäre ganz sinnvoll, den verlinkten Artikel zu Müller zu lesen. Man zeige mir Zitate, forderst du, weigerst dich aber offensichtlich, auch nur den link anzuklicken. Oder du hast das gelesen, forderst aber allen Ernstes eine Aussage von Müller in Nazi-Qualität. Das komplette Schweigen Müllers zum Antisemitismus seiner neuen Kameraden ist für dich egal, weil er es ja selbst sagen müsste? Du bist nicht wirklich so naiv, oder?

        Im übrigen geht es nicht ums reden. Jebsen und die vielen anderen Querfrontler mit TV-Ambitionen reden nur mit Leuten, denen sie zu 100 Prozent zustimmen. Es sind keine Interviews, sondern Präsentationen. Und Müller stimmte Jebsen auch komplett zu. Reden kann natürlich jeder mit jedem, ich mit neoliberalen oder rechtsradikalen Bloggern, was auch immer, aber es geht im Fall Müller um die Signalwirkung, wenn ich das in einer Internetsendung mache und selber prominent bin.

        In Jebsens Kanal aufzutreten, IST faktisch eine Zusammenarbeit. Deine Fallunterscheidung exisitiert in der Praxis nicht.

        Ich vermute, dein Problem ist nach wie vor: Du bist einfach zu gerne Opfer.

        • hf99  On September 1, 2015 at 14:54

          Halten wir fest: Belege werden nicht geliefert. Müller ist natürlich dennoch ein Antisemit, weil er mit KenFM redet. Wer diese Diagnose nicht mitmacht ist „naiv“. ansonsten habe ich auf dieses diskursive Möbiusband jetzt wenig Lust – denn es ist alles gesagt.

          • genova68  On September 1, 2015 at 15:23

            „Müller ist natürlich dennoch ein Antisemit, weil er mit KenFM redet“

            Nee, mein Lieber. Du verdrehst, wie du es gerade brauchst. Müller ist ein Antisemit, weil er massiv antisemitische Aussagen ignoriert bzw. ihnen indirekt zustimmt, sich mit Antisemiten offen positiv arrangiert und darüber hinaus den Überbringer der Botschaft als Gedankenpolizist bezeichnet, der offenbar übermächtig ist. Müller behauptet immer noch, es gebe keine Belege für Jebsens Antisemitismus.

            Aber interessant, dass für dich selbst das Müllersche Ignorieren von massivem Antisemitismus („Holocaust an deutschen Soldaten auf den Rheinwiesen“) kein Problem ist.

            Was hast du nochmal gegen Querfront? Du passt da wunderbar rein. Melde dich beim Kameraden Müller und starte durch.

            • hf99  On September 1, 2015 at 20:39

              Traurig…

              • genova68  On September 2, 2015 at 07:21

                Du lässt dem Müller selbst die Rheinwiesenholocaustgeschichte durchgehen. Hast du schon die NPD-Mitgliedschaft beantragt?

  • wolfgang  On September 1, 2015 at 15:26

    Wenn ich das schon lese:“Querfrontler“ und „Opfer“ und „Müller ein Antisemit, weil er mit KenFM redet“ – ergo sind alle anderen auch solche, na Mahlzeit.

  • wolfgang  On September 2, 2015 at 08:45

    Merkste was?

  • André  On September 10, 2015 at 12:06

    O-Ton Albrecht Müller:
    „Ich gewinne den Eindruck, dass die meisten dieser Medienschaffenden einfach nur neidisch sind, weil Ken Jebsen mit dem Einsatz großer intellektueller Kraft und Energie – neben manchem Verzichtbaren – gute Medienprodukte geschaffen hat und hohe Klickzahlen erreicht. Klickzahlen, von denen seine Kritiker nur träumen können.“ (Albrecht Müller, 31. August 2015)

    Soso, „grosse intellektuelle Kraft“…
    http://journalistenhatz.blogspot.ch/2015/09/von-ken-jebsen-grosser-intellektueller.html

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