Noch einmal Barbara Eggert. Und was das ganze mit den Kartoffelpreisen zu tun hat…

Nämlich gar nichts.

Die Debatte rund um eine belanglose, schlechte (tut mir leid, Frau Eggert) Kolumne wäre unerheblich, wenn sie nicht so exemplarisch wäre. Und wieder stehen die, die sich um eine differenzierte Sicht auf die Welt zumindest bemühen, so hilflos da. Es ist ja nicht so, dass ich zum Beispiel genovas absurden Ausfällen (siehe Kommentarteil des vorigen Blogpostings) völlig verständnislos gegenüber stehe. Nur: Was hindert uns eigentlich daran, die diversen hiermit verknüpften Probleme einmal in aller Ruhe und „von allen sieben Seiten“ (Heinrich Blücher) anzugehen? Warum dieser erbarmungslose Urteilsguillotinismus?

Meine eigene Haltung war da, verzeihung, immer unmissverständlich. Ich halte weder von der billig herbeidesignten Amoralität a la ich-sage-wieder-Neger-weil-das-die-political-correctness-Spießer-so-ärgert noch vom „N-Wort“-Verbot der Diskurspolizei etwas. Typen, denen man irgendwann einmal erlaubt hat, zwei Seiten Nietzsche zu lesen, sind mir ebenso zuwider wie das aggressiv ausagierte Politpharisäertum. Ich muss nicht „Neger“ sagen, um mich damit als CEO der Tabubruch GmbH & Co KG in Szene zu setzen. Wer aber das Wort „Neger“ generell verbietet, auch seinen kritischen Gebrauch, der macht nicht nur, zum Beispiel, eine authentische Übersetzung von Martin Luther Kings Werken unmöglich (soll dort, wie bei „Gott“ in Bölls großartiger Satire, „Neger“ durch „jenes-N-Wort-welches-Dr-King-leider-noch-verwendete“ ersetzt werden? Wie würde der Vokativ lauten?), sondern auch alle Sprach- und somit Ideologiegeschichte.

So auch in diesem Fall. Natürlich sind die maßlosen Angriffe auf Barbara Eggert haltlos und absurd. Ich finde übrigens, dass sie sehr würdig geantwortet hat:

Die Leserbriefe zu der besagten Kolumne hält die Redaktion allerdings zurück, um mich zu schützen. Ich habe mir jedoch einige Online-Kommentare durchgelesen. Ich werde darin unter anderem als „Faschistenschwein“ bezeichnet.
(…)
Der Text richtet sich nicht mit einem einzigen Satz gegen Homosexuelle. Es geht um die Frage, ob zwei konservativ erzogene Kinder, sechs und acht Jahre alt, die ein traditionelles Familienbild im Kopf haben, korrigiert werden sollen. Wenn ein Vater dazu gezwungen wird, kann das doch nicht gut sein! Der Ratgeber richtet sich aber keinesfalls gegen Homosexuelle. Die Situation des Vaters ist auf viele Beispiele des Alltags übertragbar. Ich muss mich in die Situation der Person hineinversetzen, die meinen Rat sucht.

Das wäre nicht meine Meinung. Aber es ist eine, die ich „erreichbar“, die ich „in Reichweite“ nenne, will sagen: Mit der ich mich auseinander setzen kann, die ich respektiere. Hätte Barbara Eggert gesagt „Ich weiß nicht, was die Leute haben. Ich habe viel zu milde vor den Schwuppen gewarnt, die ja unsere Kinder vergiften wollen“, wäre der Fall geklärt. Und tschüss. Aber mit diesen Ausführungen kann ich leben. Ich bin sogar bereit, über meine Prämissen zu diskutieren. Barbara Eggert fokussierte sich auf die konservative Erziehung der beiden Mädchen. Die zu kritisieren hätte sie kein Recht. Hierzu bitte ein persönliches Beispiel. Als meine Tochter, inzwischen volljährig, 4 Jahre alt war, also 2001, kam sie in Kontakt mit zwei etwas älteren Mädchen. Deren Eltern waren evangelikale Christen. Das bedeute ua: Hosenverbot für die Mädchen, Trägerkleidchen. Habe ich, in schwungvoller progressiver Moral, gegen diese empörende Unterdrückung Front gemacht? Natürlich nicht! Wenn Eltern massive ideologische Vorgaben machen ist das immer problematisch (ich selber durfte, wegen Ratz und Rübe, in den 70ern zB nicht Rappelkiste gucken, weil zu links)…aber in elterliches Handeln sanktionsbewehrt einzugreifen…das war bisher totalitären Systemen vorbehalten. Nach wie vor meine ich, Barbara Eggert hätte dem Ratsuchenden höflich, aber deutlich sagen müssen, er und seine uneingestandenen Aversionen seien das eigentliche Problem. Barbara Eggert hat sich anders entschieden. Meines Erachtens falsch. Aber das macht sie doch nicht zur Schwulenhasserin! Ist denn hier alles außer begrifflichem Rand und Band?

Ganz anders, um den Faden wieder aufzunehmen, bewerte ich natürlich die „Solidaritäts“kundgebungen aus der fürchterlich falschen Ecke, mit denen Barbara Eggert jetzt belästigt wird. Die sind in der Tat furchtbar, da punktet sogar genova. Aber wollen wir uns wirklich darauf reduzieren lassen, welcher Idiot uns in irgend einem konkreten Punkt zustimmt? Ich kritisiere zum Beispiel diverse politische Handlungen der derzeitigen israelischen Machtelite. Wer mir daraufhin Judenhaß/Antisemitismus zulügt, sollte zur Kenntnis nehmen, dass er (nur mit umgekehrtem Vorzeichen) eins ist mit jenen Antisemiten, die mich dafür „loben“. Als ich, es muss so 11, 12 Jahre her sein, einmal in einer früheren Online-Debatte jemanden etwas unreflektiert (und wider besseres eigenes Wissen, wie ich beschämt einräumen muss) angriff, seine/ihre Israel-Kritik sei doch irgendwie auch als Antisemitismus missverstehbar, antwortete der/die Betreffende mir: Er/sie habe Sharon kritisiert, nicht „die Juden“, und diesen Respekt gegenüber dem, was er/sie sage, bitte er/sie sich aus. Das fand und finde ich stark und habe es mir gemerkt. Denn genau darum geht es im Kern: Um Respekt gegenüber dem Text, wie Postmoderne sagen würden, gegenüber dem Äußernden, wie ich oller Sprachanalytiker präzisiere. Nichts ist so elend wie jene Antideutschen, aus denen es ständig heraus-herrmangöringt: „Wer Antisemit ist, bestimme ich!“

Aber was hat all das mit uns zu tun? Warum reden „wir“ – vielleicht darf ich hier ganz vorsichtig „wir“ sagen – an gegen diesen Diskursaushub? Ist er nicht, spätestens seit Schopenhauers Erristik, für alle Zeiten disqualifiziert, sobald es um ernsthafte Diskussionen geht? Natürlich. Jede und jeder, die sich in irgend einer Form Standards der Rationalität verpflichtet fühlen, schütteln den Kopf über das, was man Barbara Eggert in den letzten Tagen zuschmutzte. Dass es hier nicht um (lobenswertes) Engagement gegen Homophobie ging, sondern nur darum, einen Menschen zu zerstören, um sich selbst lustvoll als moralisch überlegen zu erleben, war 10 Meilen gegen den Wind zu stinken. So weit, so schäbig.

Aber hier zeigte sich, m.E., noch etwas, das tiefer geht, tiefer stinkt.

Diese Gesellschaft, die deutsche zumal, aber es gilt in diversen Ausprägungen wohl für alle „westlichen“ Gesellschaften, ist bei formaler Gleichheit ihrer Mitglieder eine innerlich weiterhin zutiefst ständisch geprägte Gesellschaft. Mit verinnerlichten Abwertungen, verinnerlichten Privilegien und allem… Vordergründig muss man natürlich den Gleichheitsgrundsatz hochhalten, deswegen bekommen Anti-Homophobe, Antirassisten etcetc zB in den Freitagabend-Talk-Shows auch so viel Beifall. Alle Welt weiß natürlich, dass die besagten Ressentiments in Wahrheit weiterhin mehrheitsfähig sind. Aber nur unter der Bedingung, dass man den Ressentiment-Inhaber/inne/n signalisiert, an ihnen läge es ja nicht, ihre Ressentiments seien demokratiekompatibel… Es gehe ja nicht um Rassismus, sondern „nur“ um…ach, was weiß ich, um Wirtschaftsflüchtlinge, um…egal. Jedenfalls nicht um Rassismus. Denn Rassisten sind „wir“ (wer ist das?) ja nicht. Da mir Barbara Eggert bis jetzt nicht vorgestellt wurde, ich ihr auch nicht, kenne ich die Dame nicht und kann mich somit auch nicht glaubwürdig zu ihr als Mensch äußern. Ich weiß nur eines: Sie ist in einer zutiefst homophoben Gesellschaft („Klaus Po bereit, hahahahaha“) unter dem erlauchten Deckmantel der Anti-Homophobie durchs deutsche Demokratiedorf getrieben worden. Und diese Verlogenheit, dabei bleibe ich, ekelt mich ganzkörperlich an in einem Land, in dem keiner der rosa-Winkel-Täter verurteilt wurde.

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Kommentare

  • summacumlaudeblog  On Mai 25, 2015 at 07:21

    Tja, wir werden das auch nicht ändern. Der Wörterpolizei-igel ist immer schon da, da kann der Aufklärungshase noch so sehr rennen.

    Komfortabler als diese Wörterpolizei-Igel hat wohl noch nie einer den „täglichen Faschismus“ bekämpft. Der Aufklärungshase gibt da im Tretrad Aufklärungs-Tempo, bemüht sich um Sichtweisen, die den Aufzuklärenden, zu denen man ja selbst auch gehört, gerecht werden. Man rennt um eine große Sache – und schwupps, da ist der Igel schon und weiß ganz viele Dinge, v.a. wo der Faschismus hockt und Böses im Schilde führt. Zum Beispiel im Kopf von Frau Eggert, oder in den bösen Köpfen von historischen Kinderbuchautoren.

    Allen Ernstes wollen da manche das böse N-Wort bei Tom Sawyer streichen. Dass sie damit die Bedeutung dieses Textes entstellen, ficht sie nicht an. Denn die Meta-Aussage bei Mark Twain fusst ja auf der Tatsache, dass eine rassistische Gesellschaft den Sklaven Jim konsequent nur „Nigger“ nennt, während Tom und Huck ebenso konsequent ihn bei seinem Namen Jim nennen.

    Macht nix, der Igel weiß, was gut ist für die Kinder und was nicht. N-Wort da, Text Fascho, so einfach ist das, wenn die Wörterpolizei Strafzettel verteilt. Und der Igel kann schlau sein: Jim ist doch lediglich der Name, den ein Sklavenhalter verteilt hat, oder? Folglich ist auch Mark Twain Fascho und scheidet aus….

    Das Ahistorische des Engagements, hier wird es Ereignis. Es ist in der Tat noch einmal einen eigenen Blogbeitrag wert.

  • genova68  On Mai 25, 2015 at 10:11

    Ich antworte heute Abend oder die Tage, wenn ich dazukomme.

    Aber vielleicht macht ihr euch im Vorfeld Gedanken über diesen Satz:

    „Der Text richtet sich nicht mit einem einzigen Satz gegen Homosexuelle“.

    Bei aller Kritik an Momorulez: Aber durch ihn habe ich gelernt, was hinter einem solchen Satz steckt. Der Text ist natürlich eine einzige und komplette Entwürdigung des schwulen Onkels.

    Den Satz findet Hartmut sehr würdig. Ein Kommentar zu einem Text, der auf die komplette Entwürdigung eines Menschen hinausläuft, ist sehr würdig.

    Es ist wirklich traurig, was hier abgeht. Es macht mir sicher keinen Spaß zuzusehen, wie ihr euch hier outet. Es ist auch gut möglich, dass ihr das nicht merkt. Es ist immer die Frage des Perspektivwechsels. Dazu seid ihr nicht bereit.

    • hf99  On Mai 25, 2015 at 11:07

      Ist es so schwer?

      Noch einmal: Eggert hat sich auf die konservative Erziehung der Mädchen fokussiert. M.E. liegt sie damit falsch, auch pädagogisch und entwicklungspsychologisch betrachtet. Sie hat immerhin, das muss man ihr doch zugute halten, den Vater kritisiert, wenn auch viel zu milde.

      „Der Text ist natürlich eine einzige und komplette Entwürdigung des schwulen Onkels.“ Irrtum!
      Die Haltung des konservativen Vaters ist eine einzige, komplette Entwürdigung des Onkels.
      Frau Eggerts Rat hingegen ist hilflos, falsch, meintehalben sogar dümmlich – aber er ist der derzeitigen Haltung des Schützens unserer Zuckerpüppchen geschuldet. Nimm es mir nicht übel, aber Du hast keine Kinder, stimmts? Dann ahnst Du gar nicht, was in der Elternszene los ist. Da wird gegoogelt, was das Zeugs hält, da geht man auf Lehrer/innen los nach dem Moto „Waaas? Mein kleiner Prinz lernt lesen durch Methode xyz? Aber Prof Pichelpachelpuchel hat herausgefunden, dass man nach Methode abc viiieeeel besser lernt! Sie nehmen meinem Prinz ZUckerpüppchen alle Lebenschancen!“ Ich übertreibe nicht! Ich bin wirklich kein Sönke-Wortmann-Freund, aber „Frau Müller muss weg“ hat es ganz gut auf den Punkt gebracht.

      Frau Eggert ist nicht homophob, sondern der Ideologie des totalen Kinderschützens und Kinderoptimierens auf den Leim gegangen.

      Der Homophobe in dieser Sache ist ganz offenkundig der Vater.

      Aber fanatisch angegriffen wird Frau Eggert. D a s finde ich bezeichnend.

      Ich würde dich bitten, auf die Argumente, die hier gebracht werden, einmal einzugehen, anstatt wild herumzupöbeln.

      • Bersarin  On Mai 25, 2015 at 11:26

        In einem Punkt würde ich Dir widersprechen, Hartmut: Jener Bernhard ist nicht per se homophob, wie es eingefleischte Schwulenhasser sind und wie uns Genova und andere weißmachen wollen. Sondern ihn trägt ein verunsichertes, konservatives Bewußtsein, das sich aus religiösen Motiven speist. Das sind nicht unsere Lebenswelten, das muß man nicht teilen, aber diese Denkweise existiert nun einmal. Wäre jener Mann nämlich homophob und grundsätzlich intolerant, gäbe es keinen Umgang mehr zu seinem Bruder, und der Bruder käme insofern (vermutlich) kaum auf die Idee, die Töchter als Blumenstreumädchen zur Hochzeit zu bitten.

        Um diesen obigen Absatz noch mit einem Disclaimer zu versehen: Eine Phobie hege ich nicht gegen Schwule, sondern vielmehr gegen Dünnbrettbohrer, Flachzangen und Dauerdenunzianten.

        • hf99  On Mai 25, 2015 at 11:31

          Korrekter Einwand. Aber die eingefleischten, wahnwitzigen Schwulenhasser leben natürlich davon, dass Leute wie „Bernhard“ das gesellschaftliche homophobe Grundrauschen herstellen.

          • Bersarin  On Mai 25, 2015 at 11:44

            Ja, darin liegt das Problem. Und ebenso darin, daß keiner mehr sich die Mühe macht, genauer hinzuschauen und zu lesen, sondern es setzt sofort der Beiß- und Ereiferungsreflex derer mit der richtigen Gesinnung ein. Und wie gesagt: Wer homophob oder rassistisch ist, mit dem muß man nicht mehr reden. In einer erneuten Steigerung und Drehung müßte man nun noch den sogenannten selbsternannten Antirassisten ihren eigenen Rassismus und ihre eigene Homophobie nachweisen. Psychoanalytisch gedacht müßte das gut möglich sein.

            • genova68  On Mai 25, 2015 at 21:20

              Doch, man kann (muss wohl nicht) mit allen reden, auch mit Nazis. Vielleicht nicht öffentlichkeitswirksam, aber reden natürlich schon.

              Eberhard findet seinen Bruder einen wunderbaren Menschen, aber eben abzüglich seiner Homosexualität. Die muss er verdrängen, wenn er Umgang mit den Kindern haben will. Ob der Bruder naiv war oder einfach einen Versuch startete, die Mädchen in die Hochzeit einzubeziehen, ist Spekulation. Es ist in diesen Zusammenhang auch egal.

        • Wolf-Dieter  On Mai 25, 2015 at 17:27

          Schlließe mich Bersarin an. Der Vater hat eine innere Hemmung gegen die gleichgeschlechtliche Ehe; um mit sich ins Reine zu kommen, hat er Eggert um Rat angeschrieben. Das hat nichts von Entwürdigung des Bruders an sich.

          • hf99  On Mai 25, 2015 at 17:32

            das war sicher so, und es spricht auch nichts dagegen, die Leute (doofer Spruch, ich weiß) dort abzuholen, wo sie stehen – hat man sie aber abgeholt, muss man ihnen schon sagen „Hör mal, mein Lieber, DU bist das Problem, nicht Dein schwuler Bruder“

            • wolfdieter  On Mai 25, 2015 at 18:50

              Ich würde niemandem ins Gesicht sagen: Das Problem bist du.

              Eine geschickte Wahl der Begriffe ist hilfreich: nicht Problem (Richtig vs. Falsch), sondern Konflikt (Gegeneinander ebenbürtiger Antriebe). Denn genau das erlebt unser Bernhard: er toleriert den schwulen Bruder, hat aber innere Hemmung, mit seinen Töchtern damit in die Öffentlichkeit zu treten. Äußere Gründe sind nicht etwa vorgeschoben, sondern werden genannt in Ermangelung innerer Klarheit.

              Nein. Bernhard erlebt einen Konflikt. Aber er ist ok.

              • hf99  On Mai 25, 2015 at 19:39

                Arhaha, Ihr Sozialpädagogen! Ihr seid ja noch schlimmer als die Winkeladvokaten…;-) Im Ernst: An der Formuluierung solls nicht scheitern. Meinethalben gibt man ihm die bittere Pille nett zu schlucken. „Bernhard“ muss jedenfalls irgendwie begreifen, dass es kein Schwulenproblem gibt – außer im Auge dessen, der es behauptet. Und wenn die nette, auf ihn zugehende Tour nichts bringt, muss man es allerdings schon deutlicher sagen. Objektiv ist jedenfalls allein und ausschließlich Berhards Voreingenommenheit, sein (und seiner Frau) Bild von der Ehe das Problem.

                • Wolf-Dieter  On Mai 25, 2015 at 22:27

                  Hartmut, ich greife zu einem Vergleich: einem bon mot zufolge setzen sich in der Physik neue Theorien durch, indem die Vertreter der alten aussterben.

                  Ich übertrage: moderne Sexual-Ethik setzt sich durch, indem die Älteren mit der orthodoxen Ethik friedlich aussterben.

                  Du kannst von mir aus versuchen, die ¨Alten¨ zu verbessern, wahlweise in Zorn und in Güte. Viel Spaß weiterhin. (Nicht bös gemeint!)

                  • hf99  On Mai 25, 2015 at 22:33

                    Nicht schlecht!

                    Nun, hier geht es aber um Kinder, an die die alte, falsche Sexualmoral weitergegeben werden soll (immerhin hat der vater ja gefragt, viele fragen ja nicht mal)…und wenn man gefragt wird, darf oder sollte man sogar antworten.

                    Die Antwort hier – durch welche sozialpädagogischen Pillen auch immer versüßt 😉 – k a n n nur lauten: Junge, das Problem ist ausschließlich Deines! Es existiert gar kein Schwulenproblem, kein Judenproblem, kein Einwandererproblem – das alles gibt es nur in Eurem, Deinem Auge.

                    • Wolf-Dieter  On Mai 25, 2015 at 22:39

                      Spätestens ab Pubertät wird die bis dato erfolgte Erziehung massiv hinterfragt.

                      Du selbst hast aus deiner Kindheit und Jugend von konservativer Erziehung berichtet. Und? Heute? Siehste.

                    • hf99  On Mai 25, 2015 at 22:51

                      Danke für das feinsinnige Kompliment 😉 Im Ernst: Wir haben ja seit einigen jahrzehnten ein konservatives Rollback – m.E. nicht zuletzt dadurch befeuert, dass es mit der progressiven Erziehung in den 70ern denn doch nicht so weit her war. Jedenfalls was die Mehrheit betraf.

            • genova68  On Mai 25, 2015 at 21:14

              Ja, Hartmut,dem Statement (17.32) stimme ich zu. Eggert hat den Vater aber zu 100 Prozent in seiner Homophobie unterstützt. Wer anderer Meinung ist, möge das am Text belegen.

              • hf99  On Mai 25, 2015 at 21:49

                Kein Problem: Eggert redet (fälschlicherweise, auch entwicklungspsychologisch ist das falsch, kann ich hier jetzt nicht näher ausführen) davon, die Kinder würden „verwirrt“. Sie orientiert sich hier also – fatal falsch! – am sog Kindeswohl. Nirgends sagt sie „Ja, das finde ich auch, dass Ihre Sicht auf die Ehe richtig ist“. Im gegenteil, sie übt ja sogar (viel zu milde) Kritik am Vater.

                • genova68  On Mai 25, 2015 at 22:02

                  Ich las gerade bei queer.de, dass diese Zeitung stramm kirchentreu ist. Wenn Eggert meint, die Kinder würden verwirrt, dann orientiert sie sich nicht am Kindeswohl, sondern am Kirchenwohl. Und da sie sagt, dass es ein Unding sei, Kinder auf eine Homohochzeit einzuladen („bei allem Respekt“, besonders perfide), dann stimmt sie dem Vater in dessen Ansicht von der kindergefährdenden Homoehe zu. Und zwar nicht nur die beiden Kinder im speziellen, sondern allgemein Kinder.

                  Interessanterweise sagt sie im SZ-Interview, dass der Vater seine Kinder über das Thema hätte aufklären müssen. Aber eben nur in der SZ, nicht in der Kolummne, wo das hingehörte.

        • genova68  On Mai 25, 2015 at 21:16

          Natürlich ist Eberhard per se homophob. Falls du anderer Meinung bist, belege das bitte am Text.

      • genova68  On Mai 25, 2015 at 21:17

        Hartmut (11.07), richtig: Die Haltung des Vaters ist eine Entwürdigung des Bruders. Da Eggert ihm 100 Prozent zustimmt, ist deren Haltung notwendigerweise ebenfalls eine Entwürdigung.

      • genova68  On Mai 25, 2015 at 21:23

        Eggert wird nicht fanatisch angegriffen. Falls doch, bitte Beleg.

        Ich warte nach wie vor auf einen Beleg des shitstorms. Ich sehe keinen. Ein shitstorm richtet sich laut wikipedia „in kurzem Zeitraum eine subjektiv große Anzahl von kritischen Äußerungen […], von denen sich zumindest ein Teil vom ursprünglichen Thema ablöst und [die] stattdessen aggressiv, beleidigend, bedrohend oder anders attackierend geführt [werden]“

        Belege, bitte.

    • Wolf-Dieter  On Mai 25, 2015 at 17:48

      @genova68 – du schreibst: ¨Es ist immer die Frage des Perspektivwechsels. Dazu seid ihr nicht bereit.¨

      Daraus lese ich, dass ich erst mal deine Bewusstseinsstufe erreichen sollte, um mit zu reden. Richtig verstanden?

  • Bersarin  On Mai 25, 2015 at 11:40

    Und noch etwas: Unsere heutigen Lebenswelten, wie es sich etwa in jenem Artikel artikuliert, sind voll von solchen Widersprüchen und von Lebensweisen, die miteinander kollidieren. Da ist der Bruder schwul, die Schwester akzeptiert, die Eltern sind dagegen, sprechen es aber nicht offen aus und tolerieren stillschweigend, zähneknirschend. Begreifen zunächst nicht, dann dämmert was. Langsame Lernprozesse eben, die Stück für Stück einsetzen. Dies ist die Welt der normalen Menschen, die in Wilmersdorf, Lankwitz, Steglitz, Lichtenrade leben. Der Begriff Homophobie geht hier völlig an der Sache vorbei, ebenso ein Begriff wie der „Extremismus der Mitte“. Damit nämlich erreicht man diese Menschen nicht, sondern vielmehr das Gegenteil, wie Don Alphonso ganz richtig feststellte. (Stichwort Sprachurlaub und heimlich AfD wählen.)

    Die Kreuzberger- und Sternschanzenblasenwelt kriegt von diesem Welten meist nichts mit, weil dieses Menschen aus ihren Kiezen in der Regel niemals herauskommen und mit dem normalen Personal sowie den Arbeitswelten der BRD in der Regel nicht näher und auf einer direkten Ebene in Kontakt stehen. Da tönt es sich dann leicht, schnell und bequem: Homophob, homophob, homophob. Das ewige Kikeriki derer, die weitab vom Schuß in ihren selbstgezimmerten Blasenwelten festgefahrener dualer Begrifflichkeiten leben.

    • hf99  On Mai 25, 2015 at 12:06

      so ist es.

      Ich selber, wohl auch, weil Studienabbrecher, habe ichweißnichtwieviele sog prekäre Jobs schon gemacht und empfinde all das, was ich dort erlebt habe, als ungeheure Bereicherung meines Blicks auf die Welt. Das fängt an mit dem Tiefbauarbeiter G., der Analphabet war und dem die Kollegen in der Mittagspause die Bild-Zeitung vorlasen. Führt über den „illegalen“ Kollegen aus dem Senegal. Und endet beim Barkassenführer im hamburger Hafen, Betriebsratmitglied, der mir von den Problemen erzählte, mit denen sich ein Betriebsrat so herumschlägt. Allm diese Menschen haben Sorgen, von denen, ich meine es nicht böse, ich schildere einen Sachverhalt, verbeamtete Studienräte mit „Yoga auf der Alster“ (gibts wirklich) und Feldenkrais nicht den Hauch einer Ahnung haben.

    • genova68  On Mai 25, 2015 at 21:30

      Bersarin (11.40): Es gibt mit Eggert keine langsamen Lernprozesse, sondern eine komplette Unterstützung und Beibehaltung von Homophobie. Falls du einen Ansatz zu Lernprozessen siehst, bitte belegen.

  • Bersarin  On Mai 25, 2015 at 12:06

    Der Perspektivenwechsel scheint mir in der Tat eine gute Sache zu sein: Ich hab das mal praktiziert und habe mir die Perspektive von Guido Westerwelle und von Ole von Beust in dieser causa zu eigen gemacht. Und dann habe ich auch noch den Blick von Rosa von Praunheim und von Fassbinder eingenommen. Und bei allen vier Perspektiven ging mir das Lächerliche dieser Debatte und das Denunziatorische daran ganz besonders auf. Fast bekam ich da dann ein wenig Mitleid mit Bernhard und Frau Eggert.

  • genova68  On Mai 25, 2015 at 22:07

    Das hier von Bersarin ist auch nicht schlecht (aus seinem Blog):

    „Neumondschein: Was willst Du denn eigentlich mit dem Herrn Bernhard 43 Jahre machen? Ihn ins Umerziehungslager schicken, ihm diese Frage verbieten? Ihn auffordern, sofort sein Denken zu ändern?“

    Umerziehungslager soll wohl wieder auf die allmächtige faschistische Potenz der Linken hinweisen. (Ähnlich wie der mehrmalige Hinweis von summa, es gebe eine linke „Polizei“. Ein Polizist ist mächtiger als andere, er kann festnehmen und so weiter. Die Rechte ist wehrloses Opfer.)) Und ihn auffordern, sein Denken möglichst schnell zu ändern, da die Hochzeit vor der Tür steht: Ja, genau das wäre der Job der Ratgeberin gewesen.

    Man sollte auch klar sagen, dass Eggert auf dem Level Beatrix von Storch und den besorgten Eltern ist. Das Ganze hat schon eine klar politische Dimension.

    • hf99  On Mai 25, 2015 at 22:54

      „Man sollte auch klar sagen, dass Eggert auf dem Level Beatrix von Storch und den besorgten Eltern ist. Das Ganze hat schon eine klar politische Dimension.“

      Das stimmt, wurde von mir aber auch sofort thematisiert. Ja, sie ist der Ideologie vom totalen Kinderschutz für unsere Zuckerpüppchen auf den Leim gegangen.

      • genova68  On Mai 25, 2015 at 23:08

        Ich glaube nicht, dass Eggert jemandem auf den Leim gegangen ist. Die formuliert glasklar ihr homophobes Statement. Warum soll ich die Diplom-Fachfrau mit elf Jahren Ratgebererfahrung nicht ernst nehmen?

        • hf99  On Mai 25, 2015 at 23:17

          Eine ganze Elterngeneration geht gerade der Ideologie des totalen Kinderschützens und Kinderoptimierens auf den Leim. Glaub es mir, ich weiß, wovon ich spreche.

  • genova68  On Mai 25, 2015 at 22:10

    Und nochmal zum shitstorm: Es gab schlicht eine Menge Meinungsäußerungen. Das heißt, das Thema affiziert viele. Gut, dass die sich äußern, und hoffentlich mehrheitlich gegen Eggert. Leute äußern sich heutzutage, wenn sie das wollen. Sie haben per Internet die Möglichkeit dazu und das ist gut so.

    Und wenn sie jemand bei Facebook beleidigt haben sollte: Die soll sich nicht so anstellen, angesichts ihrer difffamierenden Äußerungen. Ich fange auch nicht an zu weinen, wenn Bersarin mich in die Pfanne haut. Immer dieses Gegreine.

    Zum Greinen hat einzig der Onkel Anlass.

    • hf99  On Mai 25, 2015 at 22:17

      „Die soll sich nicht so anstellen,“

      Frau Eggert hat eine undurchdachte Kolumne geschrieben.

      Wenn sie daraufhin als „Faschistenschwein“ bezeichnet wird (Faschistenschweine sind, nach meinem Sprachgebrauch, um jetzt mal nur Frauen zu nennen: Ilse Koch, Hermine Braunsteiner etcetc), dann ist das ein völliges Abhandenkommen von Maßstäben, und um genau diese Hemmungslosigkeit gehts hier. Und natürlich ist das dann ein Shitstorm – wie ja auch der von Dir eingestellte und empfohlene SZ-link sagt.

    • Bersarin  On Mai 25, 2015 at 23:31

      Genova, Du bist ohne Unterlaß am weinen, heulen, jammern und klagen. Von Deinem Dünnpfiff über den Pegida-Ossi angefangen bis zu Deinem Ressentiment gegen den Don.

      Auf meine Frage, was an den Positionen vom Don oder von mir nun homophob sei, hast Du noch immer nicht geantwortet. Das ist sehr schade.

      • genova68  On Mai 25, 2015 at 23:35

        Meine Antwort steht weiter unten, meine Güte. Scroll halt runter.

  • genova68  On Mai 25, 2015 at 22:15

    Und schließlich zu der Metapher des Abholens: DAs würde bedeuten, dass Eggert zu ihm hinfährt und ihn dann in ihre Richtung mitnimmt. Sie fährt aber zu ihm hin und bestätigt ihn. Was soll der Mann denn nun anderes denken als: „Na, wenn die Expertin sagt, dass man Mädchen nicht zu einer Homoehe mitbringen soll, dann stimmt sie mir zu und dann mache ich das jetzt garantiert nicht.“

    Nix abholen, sondern Bestätigung der Homophobie. Da haben sich zwei Homophobe gefunden.

    Wiederhörn.

  • Bersarin  On Mai 25, 2015 at 22:49

    Zunächst solltest Du, genova, zeigen, was an diesem Satz von Frau Eggert homophob ist, bevor ich Dir dann antworten kann. Meines Wissens schrieb Eggert nichts von Arschfick, sondern beschrieb eine problematische Situation und gab eine Antwort, die unbeholfen und unbefriedigend war. Hätte sie übrigens in anderem Sinne geantwortet, setzte vermutlich von der andern Seite her ein Shitstorm ein.Feige ist in diesem Sinne die Provinzzeitung, die einknickte.

    Und um auf meine Fragen zurückzukommen, auf die ich bisher keine Antwort erhielt, wiederhole ich gerne meine Sätze:

    Was bitte ist an diesem Satz, der die Angelegenheit auf den Punkt bringt, homophob?:

    „Für die Autorin [Eggert] ist das mehr als nur rufschädigend, obwohl ihr Standpunkt vermutlich immer noch auf der liberaleren Seite der Bevölkerung zu verorten ist – echte Homophobe hätten das Thema erst gar nicht gebracht. Die elende Shitstormkultur des Netzes hat jeden Dialog über das Thema vernichtet, und durch einen sozialen Druck ersetzt, in dem jede falsche Äusserung zu schweren Konsequenzen führen kann. Das Ergebnis wird nicht sein, dass man das Thema offen bespricht, sondern die Kinder lieber in den Sprachurlaub weit weg verfrachtet und dann heimlich AfD wählt. Es wird das gleiche betretene Schweigen herrschen, wie wenn Rabbiner gezwungenermassen etwas über Antisemitismus sagen. Aber man kann auch Recht haben, ohne den anderen moralisch zu unterjochen.“

    Wo findet sich darin Homophobie und worin steht das in der Nähe zu PI? Bitte nenne mir weitere Textstellen für Deine Behauptung, daß der Don, Hartmut, ich, summacumlaude homophob, PI, Querfront sind!

    • genova68  On Mai 25, 2015 at 23:27

      An der Kolummne ist alles homophob, weil der Kern aussagt, dass man Kinder von Schwulen fernhalten muss. Schwule sind Aussatz, weil sie vom Wertvollsten ferngehalten werden müssen, was wir haben: unsere Kinder.

      Es ist doch bekannt, dass heute niemand mehr sagt, dass Neger dumm sind und Juden vergast werden müssen und Schwule pervers. Außer vielleicht in ganz durchgeknallten Internetforen, aber nicht in einer Printzeitung.

      Der von dir zitierte Absatz bringt die Angelegenheit nicht auf den Punkt. Den suche ich mir schon selbst aus.

      Die härteste Kritik, die Alfons an Eggert übt, ist folgendes:

      „Es gab sicher schon mal klügere Ratschläge und die Formulierung an sich hätte auch eloquenter sein können“

      Fehlende Eloquenz ist das größte Problem des Dandys. Es gibt klügere Ratschläge, aber der ist offenbar auch ok. Erregen tut ihn hingegen der shitstorm. Keinerlei Empathie mit dem Onkel, dafür um so mehr mit der homophoben Soziologin. Dazu das verlogene „Man muss doch eine gesellschaftliche Debatte führen zum Thema, bei dem man alle mitnimmt.“ Ich habe schon dargelegt, dass Eggert den Vater zu 100 Prozent bestätigt und keine Debatte führt.

      Nur noch mal zur Erinnerung: Die Kolumne ist ein Ratgeber. Eggert gibt einen Rat, einen eindeutigen, keinen zweideutigen, keinerlei Kritik, keinerlei Zaudern.

      Und die zwangsweise Zusammenführung von Schwul mit Leder, Darkroom und Kindesmissbrauch ist meines Erachtens auch homophob. Sämtliche uralten negativen Zuschreibungen schüttelt Alfons diskriminierend mal locker aus dem Ärmel, der Arsch. Dazu noch das dumpfe „ich kenne viele Schwule, die sind auf meiner Seite.“ (bitte jetzt nicht meckern, weil das kein O-Ton ist. Es ist der Tenor.)

      Und zu dem von dir zitierten Absatz:

      Ihren Ruf hat Eggert selbst ruiniert. Oder auch nicht. Vielleicht kriegt sie demnächst eine Anfrage von der jungen freiheit oder pi-news oder beim Bistumsblatt von Paderborn. Da kann sie dann ja weitermachen. Würde passen und alles wäre in Ordnung.

      Echte Homophobe, aha. Die hätten das Thema nicht gebracht? Was soll diese sinnlose Vermutung? Vermutlich ist nach dieser Definition Holger Apfel kein echter Nazi, denn der saß deswegen noch nicht im Gefängnis. Ein echter Nazi ist nur Horst Mahler. Oder der auch nicht, sondern nur Hitler.

      Analog läuft das gerade bei der Richterin im Prozess Ditfurth gegen Elsässer. Ihrer Ansicht nach ist ein Antisemit nur jemand, der Juden töten will.

      • hf99  On Mai 26, 2015 at 00:02

        „Analog läuft das gerade bei der Richterin im Prozess Ditfurth gegen Elsässer. Ihrer Ansicht nach ist ein Antisemit nur jemand, der Juden töten will.“

        Dagegen bin ich selbstverständlich auch. Natürlich ist Elsässer ein Antisemit bzw beklimpert zumindest vorsätzlich das antisemitische Grundrauschen dieser Gesellschaft und weiß, bei seinem Bildungsgrad, auch ganz genau, was er tut. Keine Frage.

        Ob Barbara Eggert aber homophob ist oder eben „bloß“ dämlich-blöde geantwortet hat…das wissen wir nicht. Und wir sollten es ihr nicht beleglos unterstellen. In meinen Augen ist ein/e Homophobe/r (Antisemit/in, Rassist/in etcetc) gesellschaftlich diskreditiert, und zwar zu Recht.

        Wer wirklich glaubt, „die Schwuppen vergiften unsere Kinder“, ist in meinen Augen ein Mistkerl.

        genau deswegen aber sollte man mit solchen Vorwürfen sehr vorsichtig sein. Dekonstruierende Verfahren – ich trommel es seit einem Viertel-Jahrhundert – sind wertvoll, müssen aber immer mit der realität abgeglichen werden. Die üble Feld-Wald-undWiesendekonstruiererei verkommt zur Logik des Verdachts, zur Inquisitionslogik. „Du gibst zu vom Teufel besessen zu sein? Schuldig! Du leugnest, vom teufel besessen zu sein? Deine Verstocktheit zeigt, wie sehr Du besessen bist! Schuldig!“

        Mich frierts bei solchen Mechanismen. Dich nicht?

  • hf99  On Mai 25, 2015 at 23:06

    An dieser Stelle, auch für genova, aber bitte mal etwas grundsätzlicher: Ab ca Min 5:30, Rosa von Praunheim und die Folgen:

    Damals: ich würd ihn totschlagen.

    Heute: Liebe Frau Barbara, hm, eigentlich habe ich Bauchschmerzen, meine Tochter mitzunehmen….

    Und er fragt sogar.

    ist schon ein Unterschied, oder?

    „Bernhard“ kann man (vielleicht) noch erreichen.

    Den damaligen Totschläger nicht. „ich würd ihn totschlagen“ – das ist WIRKLICH Faschistendreck. Gibts auch heute noch.

    ich verteidige „bernhard“ nicht, ich halte Eggeerts Kolumne für falsch…aber wer den nicht nur graduellen, sondern substanziellen Unterschied zwischen Eggert und „ich würd ihn totschlagen“ nicht sieht, der tut mir leid.

  • genova68  On Mai 25, 2015 at 23:33

    Natürlich sehe ich den substanziellen Unterschied zwischen der Meinung von Eggert und Totschlagen. Ich halte aber auch Eggert für homophob und nicht nur den, der Schwule totschlagen will.

    Aber vieilleicht ist diese Eggert in der Tat ziemlich unterbelichtet. Sie behauptet in dem SZ-Interview nicht nur, dass ihre Kolumne nicht von Homophobie handle, sondern noch nicht mal von Homosexualität. Sie interessiere sich auch nicht für letzteres, sagt sie noch. Sie hätte einfach die Klappe halten sollen.

  • Bersarin  On Mai 25, 2015 at 23:52

    Unter der Jungen Freiheit und Holger Apfel macht es Genova nicht. Du hast immer noch nicht gezeigt und die Sätze genannt, wo Don Alphonso, ich oder Hartmut auf PI-Niveau liegen und in welchem Satzteil oder Satz die Homophobie stecken soll. Du hast allerdings auch den Textzusammenhang nicht begriffen und die Tendenz, auf die Don Alphonso hinauswollte. Dazu muß man dann allerdings komplett lesen und in Zusammenhängen denken können. Du hingegen brichst einfach nur Brocken heraus.

    Daß Eggerts Äußerungen dumm und unreflektiert sind, bestreitet keiner. Daß sie nicht unbedingt von Toleranz oder Verständnis für Schwule und Lesben zeugen, bestreitet ebenfalls keiner. Aber darum ging es nicht. Es geht darum, wie Leute, die dumme Bemerkungen tätigen, mir nichts und haste nichtgesehen zu Homophoben umgelabelt werden.

  • genova68  On Mai 26, 2015 at 00:19

    „Aber darum ging es nicht.“

    Natürlich geht es auch darum, wenn ich einen angeblich shitstorm beklage, den du auch noch als Werk von Lynchmobbern bezeichnest. Dann muss ich ja wissen, worauf sich der shitstorm bezieht.

    „Daß Eggerts Äußerungen dumm und unreflektiert sind, bestreitet keiner.“

    Natürlich bestreitet Alfons das. Schlicht, indem er das Thema negiert und stattdessen mit fehlender Eloquenz daherkommt. Der weiß, was er tut.

    Dass ich Textzusammenhänge nicht begreife, weißt du doch schon lange. Warum fragst du mich dann immer wieder nach solchen?

    Dein letzter Satz sagt alles. Die Verbannung von Schwulen zwecks Kinderschutz in abgeschlossene Bereiche (und das ist die logische Folge, denn es können jederzeit am Hochzeitstag „konservativ“ erzogene Kinder am Standesamt vorbeikommen, die verwirrt werden), gerade wenn sie öffentlich zeigen wollen, dass sie Männer lieben, findest du genauso in Ordnung wie dein Kamerad Alfons. (Wäre das nicht so, würdest du die Homophobie erkennen.) So eben, wie das Eggert, pi und andere sich das ebenfalls wünschen. Von mir aus gibt es da Nuancen, wenns dich befriedigt.

    Nur ein öffentlich nichtexistenter Schwuler oder einer, der sein Schwulsein öffentlich negiert und somit auch keiner mehr ist, ist ein guter Schwuler. Ich wundere mich ein wenig, dass du so offen die Sau rauslässt. Aber auch du weißt, was du tust.

    Ihr beide seid rechte Dumpfbacken im Geiste. Aber immer schön eloquent.

    Ausgerechnet der Subtext-König stellt sich dumm, wenn es ihm in den Kram passt.

    Hartmut,
    ein Homophober ist mitnichten gesamtgesellschaftlich diskrediert. Altenbokum ist nach wie vor führender Redakteur bei der FAZ. Und die ganze von-Storch-Ecke ist im Kommen, die AfD hat prima Wahlergebnisse eingefahren. Du sorgst dich um die falschen.

    Meine Kernaussage, zum letzten Mal: Wer meint, Kinder vor einer Hochzeit zweier Männer schützen zu müssen, weil die das verwirrt, ist homophob.

    Gute Nacht.

    • hf99  On Mai 26, 2015 at 00:43

      „ein Homophober ist mitnichten gesamtgesellschaftlich diskrediert. Altenbokum ist nach wie vor führender Redakteur bei der FAZ. Und die ganze von-Storch-Ecke ist im Kommen, die AfD hat prima Wahlergebnisse eingefahren. Du sorgst dich um die falschen.“

      a) die AFD zerlegt sich gerade selbst. Gottseidank. Weg damit!
      b) Altenbokum: Ein radebrechender Konservativer, offenbar angsterfüllt. Ich habe in seinem Text ( http://www.faz.net/aktuell/politik/harte-bretter/harte-bretter-die-rocky-horror-hitzlsperger-show-12744517.html ) viel verquatschten Mist gelesen. Eine Aufforderung, den 175 wieder einzuführen, fand ich nicht. Vielleicht klärst Du mich auf?
      c) Storch, ach Gott, die. Wer nimmt die denn Ernst?

    • hf99  On Mai 26, 2015 at 00:45

      „Meine Kernaussage, zum letzten Mal: Wer meint, Kinder vor einer Hochzeit zweier Männer schützen zu müssen, weil die das verwirrt, ist homophob.“

      Meine Antwort, zum letzten Mal: Eggert hat sich auf Elternrecht und Kinderschutz fokussiert. Das war falsch. Aber es war nicht homophob.

    • Bersarin  On Mai 26, 2015 at 07:39

      Don Alphonso:

      „Es gab sicher schon mal klügere Ratschläge und die Formulierung an sich hätte auch eloquenter sein können, aber vermutlich sind das so Fragen, die viele Leute umtreiben, …“

      Du liest ganz einfach nicht, genvoa. Weil Du es nicht willst oder weil Du es schlicht nicht kannst, Dich durch größere Textmengen zu bewegen. Wie immer. Wie bei Adorno, bei Kleist und so auch hier.

      Hauptsache aber Dein duales und simples Weltbild wird nicht beschädigt. Insofern ist es sinnlos, sich mit Dir zu befassen.

  • summacumlaudeblog  On Mai 26, 2015 at 06:57

    Vor allem in der langen, nicht redaktionell bearbeiteten Form kann ich die Homophobie der Frau Eggert nicht erkennen. Sie schreibt da sogar von mehr oder weniger liberal aufgewachsenen Kindern und unterstellt dem Vater in diesem Kontext ein eher traditionelles Familienbild. Sie sagte nie; Igitt! Sie schrieb v.a. keine „Endsätze“ im Sinne Sascha Lobos, also keine eliminatorisch intendierten Sätze, die zur Hatz blasen. Sie hat falsch fokussiert! Klar, aber: Mehr war nicht und wenn DAS wirklich alles ist, was die Provinz so an „Faschismus der Mitte“ so zu bieten hat, sind alle Ängste bezüglich der Provinz unberechtigt.
    Was mir viel mehr Sorge macht, ist das völlige Abhandenkommen der Maßstäbe. Wer hier bei dieser Provinzposse schon auf zwei Fingern Faschismus pfeift, der dann nicht statt findet, wird beim Auftauchen des echten Faschismus kaum noch für voll genommen. Und wer Blogger, die sich um das korrekte Einordnen dieser leicht verunfallten Lebensberatung in einem Werbeblättchen bemühen und die versuchen, die Wogen ein wenig zu glätten, als „neue Rechte“ bezeichnet, muß sich fragen lassen, ob er beim Verbreiten dieser Meinung wirklich die 0-Promille-Regel eingehalten hat. Keine politische Meinungsäußerung im Rausch. Manche Linke scheinen allerdings den „täglichen Faschismus“ als inverse Rauschdroge zu benötigen und wo er nicht ist, wird eben Faschismusverschnitt geschnupft. Da tuts dann auch Frau Eggert.

    • genova68  On Mai 26, 2015 at 09:01

      Das Bezeichnende an dem Ganzen:

      Die Rolle des Onkels, dessen Befinden, ist euch egal, unabhängig, wie oft man darauf hinweist. Im Gegenteil, ihr sagt implizit, dass der weniger Wert ist und die Klappe halten soll. Der Onkel ist reines Objekt. Vielleicht ist das das Wesentliche: Der Schwule wird toleriert, solange er Objekt bleibt, die Klappe hält und den ihm von euch zugewiesen Platz einnimmt. Er ist gewissermaßen für euch eine Erleichterungsdemonstration, denn bei Bedarf können wir an ihm zeigen, dass wir liberal sind: Wir schlagen ihn nicht tot.

      Es ist zum kotzen,was hier abgeht. Ihr nähert euch dem rechten Mob an, ihr drückt euch nur vorsichtiger aus. Summa und Bersarin als die neuen Anführer des gesunden Menschenverstands, Hartmut windet sich noch. Als Fußtruppen stehen die wolf-dieters bereit, die die Kolumne ganz offen richtig finden.

      Ihr vertretet in Sachen Homosexualität die 50er Jahre. Mit dem 175 könnt ihr argumentativ auch keine Probleme haben.

      Der Onkel soll sein Verlangen komplett vertuschen, solange er nicht in seinem eigenen Schlafzimmer ist. In der Öffentlichkeit ist sein Verlangen Tabu, das schreibt Eggert implizit. Es wäre gesellschaftsschädigend.

      Ein Schwuler darf nicht schwul sein, er darf nicht Händchenhalten, er muss lügen, über viele Jahre hinweg, aber das ist eurer Meinung allen Ernstes nicht schwulenfeindlich, sondern es ist nur eine „leicht verunfallte Lebens (sic!)beratung“. Stattdessen ist die Frau, die das sagt, das Opfer. Opfer eines linken Lynchmobs.

      Wenn Leute wie ihr das Wort „Leben“ in den Mund nehmen, wird es für einige gefährlich.

      Ihr macht euch ständig Sorgen um den Ruf von Eggert, die arme konnte vielleicht mal eine Nacht schlecht schlafen. Darüber müssen wir reden! Das haben die bösen Linken angerichtet, die den Rang von Polizisten einnehmen! Dieses Land ist viel zu tolerant!

      Das Leben des Onkels ist euch egal. Vermutlich findet ihr es in Ordnung, dass der mal eins auf die Fresse bekommt. Die nehmen sich ja schon genug raus. Vermutlich glaubt ihr aber auch selbst noch, dass ihr liberal seid und nicht menschenverachtend.

      Solange ein Schwuler nicht totgeschlagen wird, ist es eine Provinzposse. Die sollen sich mal nicht so anstellen, diese blöden Schwuppen.

      Ihr erkennt angeblich nichts. Ihr wollt nichts erkennen, weil ihr den Schwulen kleinhalten müsst. Und ihr freut euch, wenn das jemand sagt. Ihr fühlt euch auf eine merkwürdige Weise bedroht.

      Analog: Solange einem Juden nur gesagt wird, er darf seine Kippa nicht tragen und er nicht erschlagen wird, ist es nicht antisemitisch. Solange einem Schwarzen nur geraten wird, seine Hautfarbe komplett zu verdecken, er aber am Leben bleibt, ist es nicht rassistisch. Und solange einem Schwulen nur geraten wird, sein Schwulsein zu verstecken, ist es nicht schwulenfeindlich.

      Das sind dann nur Meinungen, die man nicht kritisieren darf. Wenn man es tut, nennt ihr es shitstorm. Das hat nur den einen Zweck, abweichende Meinungen nicht ernstnehmen zu müssen. Konsequenterweise ist der Onkel bei euch deshalb nur Objekt.

      Weiße Herrenmenschen, die über lebenswert und nicht ganz so lebenswert entscheiden wollen und sich freuen, wenn eine Eggert vorangeht. Weltdeuter, die es nicht ertragen können, dass sich andere mit Bedürfnissen zu Wort melden.

      Rechte Waschlappen, die sich bei Widerspruch selbst bemitleiden. Und hört auf mit eurer intellektuellen Fassade, mit diesem ganzen Geschwafel. Wenn es drauf ankommt, seid ihr Heidegger in der Uniantrittsrede und tretet Leuten ins Gesicht. Vermutlich müsst ihr kompensieren und beschäftigt euch deshalb mit Schöngeistigem. In gewisser Weise seid ihr zu bemitleiden.

      Schade nur, dass ihr keinen Arsch in der Hose habt. Steht doch zu eurer Menschenverachtung, wir leben in einem freien Land.

      Und jetzt ist endgültig Schluss mit der Zeitverschwendung.

      • hf99  On Mai 26, 2015 at 09:11

        „Weiße Herrenmenschen, die über lebenswert und nicht ganz so lebenswert entscheiden wollen“

        gespenstisch… Ich befürchte, Du meinst das Ernst. Wer jemanden zwar kritisiert, ihn/sie aber vor überzogener Kritik in Schutz nimmt, ist also ein T 4-Mann, einer, der in Hadamar und Grafeneck die Gaskammern wieder in Betrieb nehmen möchte.

        „Und jetzt ist endgültig Schluss mit der Zeitverschwendung.“

        Ich bitte darum.

      • summacumlaudeblog  On Mai 26, 2015 at 09:30

        Dir sind die Maßstäbe komplett abhanden gekommen. Der Unterschied zwischen falsch-konservativer Weltsicht und eliminatorischem Wahn ist Dir nicht geläufig. Ich weiß nicht, wo ich Dir beim Lösen dieses Hackens helfen könnte. „Fassen Sie sich. Beten Sie“ sagte Johann Buddenbrook zu Bendix Grünlich, als alles den Bach runter ging. Durchaus passend zu unserer konservativen Lebensberaterin. Aber von „Faschos“ nimmst Du ja keinen Rat an.

  • oblomow  On Mai 26, 2015 at 09:43

    omfg, genova, ein vernagelter robespierristischer tugendwächter, das hält ja kein Danton aus, von pferden ganz zu schweigen. Was für ein „guillotin(ierer)“.

    Gay unions, what is that about? I haven’t been invited to any ceremonies, and I wouldn’t go anyway. The idea that gay people have to mimic what obviously doesn’t work for straight people any more … I think is a bit tragic. I am looking forward to gay divorces. – Boy George

    • summacumlaudeblog  On Mai 26, 2015 at 10:16

      Hallo Oblomow (schöner Nickname übrigens!) das war genau mein Gedanke, hab´ mich dann aber nicht getraut (GETRAUT – aha, scheiß Trauung!) um nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen.

  • El_Mocho  On Mai 26, 2015 at 10:54

    Mal ganz nebenbei gesagt: In Irland ist grade per Referendum mit Zweidrittel-Mehrheit die Homoehe eingheführt worden: http://www.spiegel.de/politik/ausland/irland-stimmt-fuer-homo-ehe-a-1035283.html

    Ein sehr katholisches, nationalistisches Land, und soweit ich sehe, waren Figuren wie Volker Beck oder momorulez daran nicht wesentlich beteiligt.

    Vielleicht sind die bösen weißen heterosexuellen Männer doch nicht so schlecht wie immer gesagt wird? Vielleicht würde es manchmal Sinn machen, das Maul nicht so weit aufzureißen?

    • hf99  On Mai 26, 2015 at 21:13

      Jede und jeder hat das recht, das Maul so weit aufzureißen, wie es ihr oder ihm beliebt…man darf dabei nur nicht lügen.

      ich bin vielleicht kein sehr guter Mensch, viele sehen mich klüger und gebildeter, als ich tatsächlich bin…aber wenn mir hier zugelogen wird, ich unterteilte Menschen in lebenswert und lebensunwert, sei also (lebensunwert ist in Deutschland völlig eindeutig konnotiert) geistig in der Tiergartenstrasse 4 zu Hause, dann verbitte ich mir das deutlich. Hanebüchen.

  • Bersarin  On Mai 26, 2015 at 19:07

    Ich glaube, ein Begriff wie der „Extremismus der Mitte“ erhält durch Genova eine ganz neue Dimension. Solche hat der Don Alphonso in seinem Artikel bereits gut beschrieben:
    „und ich glaube auch nicht, dass dieser schäbige Netzvorgang den Anliegen ebenjener Schwulen hilft, deren Seite mit dem Homophobiegeschrei im Netz angeblich ergriffen wird. Bei Homophobievorwürfen ist es wie mit den Antisemitismusvergleichen: Da agiert oft genug ein Mob der Selbstgerechten, die weder jüdisch noch homosexuell sind, und trotzdem dürfen sie sich moralisch überlegen fühlen – Trittbrettfahrer wie die Antideutschen, um die die jüdischen Gemeinden aus besten Gründen einen grossen Bogen machen. Die Folgen, die Denkverbote, das Schweigen, die Verwerfungen im Diskurs müssen dann diejenigen ausbaden, für die das Thema mehr als ein Tweet im Internet ist.“

    Leute wie Genova u.a. geht es lange nicht mehr um die Sache, sondern darum ihren festgefahrenen Dualismus zu zementieren. Darin gleichen sie ihrem vermeintlichen Widerpart – den Evangelikalen. Ressentiment und kleinbürgerlicher Beißreflex. Die Textbelege für homophobe Sätze bei Alphonso, summe oder mir stehen bis heute aus. Der Vorwurf der Homophobie wird von Genova schlicht zusammengezimmert aus ureigenen Projektionen.

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