„Welttag der Poesie“

Heute ist, wie uns die MoPo, die dümmste Zeitung der Welt (Gremliza), mitteilt, „Welttag der Poesie“.

„Sehen Sie doch bloß die Sderne an. Da sdehen sie und glitzern, es ist, weiß Gott, der ganze Himmel voll. Und nun bitt‘ ich Sie, wenn man hinaufsieht und bedenkt, daß viele davon doch hundertmal größer sein sollen als die Erde, wie wird einem da zu Sinn? Wir Menschen haben den Telegraphen erfunden und das Telephon und so viele Errungenschaften der Neuzeit, ja, das haben wir. Aber wenn wir da hinaussehen, so müssen wir doch erkennen und versdehen, daß wir im grunde Gewürm sind, elendes Gewürm und nichts weiter – hab ich recht oder unrecht, Herr? Ja, wir sind Gewürm!“ antwortete er sich selbst und nickte demütig und zerknirrscht zum Firmament empor.
(…)
„Aber Sie haben recht“, sagte der junge Mann; „Sie haben weiß Gott, recht in dem, was Sie von wehmütig sagen! ich bin fast immer wehmütig, aber besonders an solchen Abenden wie heute, wenn die Sderne am Himmel sdehn.“ Und er stützte wieder sein Kinn mit Daumen und Zeigefinger.
Sicherlich schrieb er Verse, dachte Tonio Kröger, tief ehrlich empfundene Kaufmannsverse.

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