daß es vielen so geht

Es wäre, wohin immer man sich wendet, ein Schritt in die Einsiedelei, ein Austreten aus der Zeitgenossenschaft. Abende lang sitze ich da, ohne zu arbeiten, ohne auch nur lesen zu können, da ich, nachdem ich die Zeitung gelesen habe, nüchternen Sinnes nicht sehe, was meine Arbeit für einen Sinn hätte selbst dann, wenn sie gänzlich gelänge. Ich weiss, dass es vielen so geht.

(Max Frisch an Walter Muschg)

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Kommentare

  • Juza46  On Februar 1, 2015 at 13:54

    Es geht uns, die wir über unsere Welt nachdenken und die Gedanken aufschreiben und weitergeben, heute nicht besser.

  • Wolfgang  On Februar 1, 2015 at 17:38

    Bitte hier keinen Pessimismus verbreiten. Wo soll denn das noch hinführen?

  • kalo  On Februar 2, 2015 at 12:41

    Nicht neu also diese Gedanken. Nicht eben erfrischend auch, daß „viele von uns“ heute wieder so denken, wie man damals im Ausgang eines grauenhaft-stupiden Krieges dachte.

    Das Seltsamste aber: obwohl sie heute wieder „viele von uns“ denken, finden auch wir einander nicht.
    Was mag das sein ?

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