Prüfungsfragen Jura, erstes Staatsexamen

Wie wäre es mal mit folgendem Problem:

Pädophiler A und Pädophiler B tauschen in einer Tauschbörse Kindernackideibildchen aus. A sendet B Kinderbilder von sich selbst zu. B sendet A Kinderbilder von sich selbst zu. Mehr passiert nicht.

Welche und wessen Rechte wurden hier verletzt?

A erstellt virtuelle Kinderbildchen und schickt sie an B.

Welche und wessen Rechte wurden hier verletzt?

Übrigens: Ab wann wusste das BKA nochmal Bescheid? Wie lange wurde der Fall nochmal auf niedriger Flamme geköchelt? Und Edathy war Vorsitzender von, Moment, von nochmal welchem U-Ausschuss? Ein Schelm, der böses dabei denkt…

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Kommentare

  • Herr Karl  On Dezember 20, 2014 at 14:00

    Vom Altautonomen erschien bei den „Notizen aus der Unterwelt“ eine meines Erachtens sehr gute Einschätzung in dieser Angelegenheit:
    “ Es gibt Männer, die finden es toll, wenn sie ihr Skrotum auf ein Frühstücksbrettchen tackern. Andere wiederum bestellen sich 1 kg Gehacktes (halb und halb), um sich ein vaginales Surrogat zu basteln. Und ganz erfinderische Praktiker, so konnte man lesen, werden in die Notfallambulanz eingeliefert, weil sie ihren Schniedel beim Koitus mit dem Staubsauger (ohne Aufsatz) angeschreddert haben.
    Das mag alles nicht zum Kanon bürgerlicher Moralvorstellungen gehören, ist aber straffrei. Tut keinem weh und stellt keine willkürliche Machtausübung dar. So könnte auch die Argumentation aussehen, wenn sich jemand als Stammkunde über Jahre hinweg Bilder von nackten Jungen beschafft, um das Kopfkino grenzenloser Phantasien anzuknipsen. Legal, aber nicht legitim. Hier kommen nämlich Dritte ins Spiel. Anonyme, sexuell unausgreifte Individuen, von denen unter unbekannten Umständen und ohne ihr Einverständnis und ohne ein Bewußtsein über den Zweck der Aufnahmen Fotoshoots gemacht wurden, auf deren Verbreitung sie keinerlei Einfluss haben. Hier gehen aus der Perspektive des Konsumenten auch ohne physischen Kontakt mit dem Opfer Sexualität und Herrschaft eine Liaison ein. Pädophilie ist nach Stand der Wissenschaft nicht heilbar, es gibt kein kausale Erklärung dafür, wie die Veranlagung entsteht. Es gibt auch kein Pädophilen-Gen, Immer mehr Pädophilen ist dies bewußt und lassen sich professionell helfen.
    Bei den im Rahmen einer Studie befragten verurteilten, inhaftierten Täter handelt sich zu 40 % um Pädophile im Sinne psychologischer Kriterien (anerkannte Persönlichkeitsstörung im Sinne der WHO). Bei den 60 % der überführten nichtpädophilen Missbrauchstätern geht es um Macht, Dominanz, Herrschaft und Gewalt, um das Ausleben von vermeintlichen Besitzansprüchen.“

    http://klausbaum.wordpress.com/2014/02/18/eine-anmerkung-von-altautonomer-zu-moral-versus-strafrecht/

    Einer der äusserst seltenen Fälle, in der ich dem Altautonomen zustimme…

    • hf99  On Dezember 20, 2014 at 14:33

      siehe den Link von altautonomer.

      Edathy räumt ein, legale, auch nach BKA-Einschätzung legale Filme über ca 15 bis 20jährige Jungs bestellt zu haben. Er scheint, wenn dieser Schluß erlaubt ist, also ähnliche Vorlieben zu haben wie Ole von Beust. Mag man hautgout finden, ist aber legal. (Edathy wäre dann übrigens nicht pädophil veranlagt, sondern bestenfalls ephebophil, was auch strafrechtlich, sofern jemand seine Präferenzen auslebt, von relevanz ist. Ist alles Spekulation, ich kenne Herrn Edathy nicht.)

      Dass Edathy sich im November 2013, als die Schlinge sich erkennbar zuzog, schnell noch übern Bundestagsserver hardcore runter geladen hat, halte auch ich für zumindest fragwürdig. Szenarien a la „wie bei Roland K., HSH-Nordbank“ sind keineswegs auszuschließen. Bisher ephebophil, und jetzt auf einmal, aufn letzten Drücker sozusagen, pädophil?

      Ich sage nicht, ihm sei da was unter geschoben worden…ich sag nur, dass das alles auf mich sehr seltsam wirkt. Insbesondere dann, wenn der betreffende Ermittler vorher im NSU-Komplex tätig war. Es muss erlaubt sein, hier skeptisch zu bleiben.

      • Herr Karl  On Dezember 20, 2014 at 16:53

        Eine allfällige Strafvereitelung durch Ziercke finde ich persönlich den grösseren Skandal als die gekauften Pädo-Fotos durch Edathy. Gegen Ziercke muss auch ein Stafverfahren eingeleitet werden!
        Dass Edathy Leute mitreisst, die ihn schützen wollten, darf höchstens als mildernden Grund beim Strafmass von Ziercke berücksichtigt werden.

  • Wolfgang  On Dezember 20, 2014 at 16:04

    Die Skepsis ist allemal berechtigt. Vor allem bei den Figuren, die im Spiel sind.

  • Die Katze aus dem Sack  On Dezember 20, 2014 at 16:39

    Die Rechte des Rechtsvehikels ‚Kind‘ wurden dabei wahrscheinlich verletzt.

    Aber ansonsten glaube ich niemanden irgend etwas mehr. Nicht bei all diesen Lügen, Geheimniskrämereien und Kenntnislosigkeiten. Oppa sagte immer: Kind, vertraue hier niemanden, aber traue jedem alles zu. Wenig später bewies der gemeine Mitmensch verlässlich, wie recht der Oppa doch hatte.

  • ziggev  On Dezember 24, 2014 at 04:52

    Zu Frage 1) In Amerika unter Jugendlichen (Minderjährigen) strafbar

    Es gab da voreinigen Monaten nen Artikel aus den USA, über perlentaucher verlinkt, wo ungefähr diese Geschichte erzählt wurde. Eine Mutter wird angerufen und darüber informiert, dass Nachtfotos (oder fast nackt) von ihrer Tochter „im Internet“ aufgetaucht seien.

    Sie eilte zur Polizei und einer Zuständigen der eher mittelroßen Stadt. Die Seite (bei Flickr?) wurde gefunden und gelöscht. Einige der Schulmädchen waren in eher sexualisierter Manier abgelichtet zu sehen; die Tochter nur schnappschussartig (Schatten) ohne gute Qualität. Es stellte sich heraus, dass sie die anderen Mädchen irgendwie oder z.T. kannte. Nun hielt der zunächst ratlose Polizist nach einigen Wochen oder Tagen der Beratschlagung mit dem Waagen stichprobenmäßig neben der Schule und fragte einige Jugendliche, ob sie jemand kannten, der solche Flickr-Fotos auf ihrem Smartphone hätte, ja, so 3 bis 5. Nach einigen Tagen solcher Stichprobenfragen stellte sich aber heraus, dass sogut wie jeder Schüler oder Schülerin 3 bis 5 Mitschüler mit solchen gespeicherten Fotos auf dem Handy kannte. Ich habe ja wenig Ahnung von Mathematik, aber ich glaube, man kann daraus schließen, dass ab einem bestimmten Alter praktisch jede/r Schüler/in selber solche Fotos hatte, sicherlich aber schon gesehen.

    Offenbar waren es selbsthergestellte Bilder, die untereinander „geteilt“ wurden, und der Polizist, die Mutter standen nun vor der Schwierigkeit, den Jugendlichen zu erklären, dass sie sich damit strafbar machten. (trotzig) Wieso? Ich finde meinen Körper schön, und finde nichts dabei, ihn auch freizügiger zu zeigen. Was nun?

    Der Artikel war für mich etwas mühsam zu lesen, klein ausgedruckt, langatmig, und ich hatte keine Lust, mein ebenfalls kleingedrucktes Kückenlexikon rauszuholen. Mit anderen Worten, mein Amerikanisch ist nicht das und meine Erinnerung nicht die beste. Aber ziemlich so wurde die Geschichte erzählt, und das Ende kenne ich nicht. Leider unmöglich zu recherchieren.

    Wenn es also so weitergeht, dann kann man bald nichteinmal mehr ermitteln, ob (Fast)-Pornobilder von jugendlichen für jugendliche Minderjährige schädlich sind, weil es nicht mehr möglich sein wird, eine Kontrollgruppe zusammenzustellen, durch die eine solche statistische Untersuchung aussagekräftig wäre (bei erwachsenden Studenten in Australien schon passiert) …

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