SpON-Qualitätsjournalismus selbstironisch

applaus

Das meinen die nicht Ernst, oder? Die spielen ein bisschen Neues Deutschland, alles zum Wohle des Volkes oder so, wie?

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Kommentare

  • Dominik  On Dezember 9, 2014 at 19:19

    Aus der Distanz (derzeit Südamerika) wirkt das wirklich wie direkt aus einer jener Dokus üben den Untergang der DDR, die im November unablässlich im Fernsehen liefen. Wirklich schön das Bild, ein wenig entlarvend, dann noch so eine auffällig passende Werbung am Rand (für so etwas gibts doch Firefox-Plugins).
    PS: Linux Mint übrigens, so wie die Fußzeile aussieht, auch da gibts Zustimmung von meiner Seite.

  • André Tautenhahn  On Dezember 9, 2014 at 19:47

    Du weißt ja, großer Applaus ist nötig, um die Leer zu füllen, die Merkel-Reden gemein hin hinterlassen.

    • hf99  On Dezember 9, 2014 at 20:57

      Die Speichellecker aufm Parteitag sind mir egal – kein Parteitag ohne Speichellecker – diejenigen in der SpON-redaktion sind es nicht. natürlich erwartet man vom Qualitätsjournalismus inzwischen gar nichts mehr, zullerletzt von dem, den SpON so anbietet…aber d i e s e Peinlichkeit hat mich denn doch überrascht. „Dr. Angela Merkel“ meine Fresse…

      • flatter  On Dezember 10, 2014 at 12:49

        Ja, unverschämt! Es muss heißen: Bundeskanzlerin und Vorsitzende der Christlichen Demokratischen Union Frau Dr. Angela Merkel. Damit man sie nicht mit irgendeiner anderen Angela Merkel verwechselt, die vielleicht nur Bundeskanzlerin ist und nicht Vorsitzende der Einheits®partei.

  • kevin_sondermueller  On Dezember 9, 2014 at 19:50

    Ich würde das Spielchen eher
    »Neustes Deutschland« oder
    »Deutschland neulich« bzw.
    »DE neuerdings« nennen …

  • La Gioconda  On Dezember 9, 2014 at 22:14

    „Das meinen die nicht Ernst, oder?“ Nee.

    Bei allem, was man in letzter Zeit gegen den Spiegel und seinen Kampagnenjournalismus sagen kann: Nein, diese Überschrift ist in der Tat ein Gag. Ich kann mir vorstellen, dass die sich in der Redaktion halb totgelacht haben über die Idee. Und ich finde sie auch klasse.

    Schade, dass Sie das nicht gecheckt haben, lieber hf.

    • hf99  On Dezember 9, 2014 at 23:17

      sollte man natürlich wirklich meinen. War auch meine erste Idee. Bei dem Ausmaß an hündischer Unterwürfigkeit, die der SpON-Qualitätsjournalismus in den letzten Jahren an den Tag gelegt hat – speziell in den letzten Monaten (Ukraine-Hetze) – darf man sich selbst hier aber nicht sicher sein.

      ergänzend: wenn es der Versuch war, per Ironie zu signalisieren, wie kritisch und unabhängig man doch immer noch sei, ist er angesichts all dessen, was Spiegel und SpON in all ihrer miesen kriecherei vor den Mächtigen in den letzten Jahren journalistisch abgedeckt haben, gründlich daneben gegangen.

    • R@iner  On Dezember 10, 2014 at 01:10

      Ich schätze, die Verwendung römischer Ziffernsymbole – die sed hatte es nur auf XI Parteitage gebracht – und das scheußliche Bild, bei dem ich näherungsweise eher an „Ding-dong! The witch is dead“ als an sich selbst feiernde Ulbrichts oder Honeckers denken musste, legen die Vermutung nahe, dass hier zur Abwechslung Ironie im Spiel war.
      Kaum zu glauben, aber der spon hat einen Witz gemacht.

      • hf99  On Dezember 10, 2014 at 01:25

        Mag sein, und mein Titel stellt ja auch die Frage, ob. War mein erster Gedanke. Dann ist er aber, bedenkt man, dass Spiegel und SpON letztlich seit ca 1995 pro neoliberal votierten, gründlich fehl gegangen. Fast 2 Jahrzehnte lang haben Spiegel und SpON ganz unironisch „argumentiert“, jetzt sei die Globalisierung final da, der sozialstaatlich orientierte „Besitzstandswahrer“ habe zu verschwinden etcetc. Jetzt auf einmal – hähähä – den Kritischen mimen, empfinde ich als frivol.

        Dieses kritiklose Bejubeln a la Ost-Berlin, Palast der Republik, habt i h r mit herbei geschrieben!

        ich schreibe ja nicht ohne Grund nicht etwa „ironisch“ sondern „s e l b s t ironisch“

        • Manfred Peters  On Dezember 10, 2014 at 09:13

          „Dieses kritiklose Bejubeln a la Ost-Berlin, …“
          Auf 10 Minuten stehende Ovationen und 4 „Vorhänge“ haben es nicht einmal Honecker und Ulbricht zu ihren besten Zeiten gebracht, soweit ich mich erinnern kann. Also wieder einmal nicht so gut der DDR-Vergleich. 😦

  • oblomow  On Dezember 10, 2014 at 01:35

    An Ding Dong … denke ich auch ab und zu; bis dahin geht auch „in anticipation“: So long, so long, von Chumbawamba oder auch diese version mit „erinnerungsphotos“.

  • Wolfgang  On Dezember 10, 2014 at 12:43

    Wie weit soll die Verblödung eigentlich noch gehen? Ach, Gauck fehlt noch mit präsidialer Zustimmung.

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