Zurückgezogener Blogpost

Ein Blog ist ein learning-by-doing-Projekt, man darf auch zurückziehen, und das tue ich mit einem Blogpost zum Thema „Rassismus“, weil ich mich eigentlich ganz zurückziehen will von Themen, die mit unschöner Regelmäßikeit willentliche und wissentliche Mißversteher anlocken (damit meine ich ausdrücklich nicht die Kommentatoren, die bis jetzt geantwortet haben) und nur aus Schwäche immer mal wieder auf solche Anregungen eingehe.

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Kommentare

  • Juza46  On Oktober 15, 2014 at 16:21

    Ich bleibe auf jeden Fall dein Leser.

  • Die Katze aus dem Sack  On Oktober 15, 2014 at 16:30

    Dann bleiben aber nicht mehr viel interessante Themen übrig. Es ist in einer von uns geschaffenen Lebenswelt auch sehr einfach, ja geradezu lachhaft leicht, nicht dem Rassismus zu verfallen. Und sei es nur ein ganz kleines Bisschen.

    Einerseits finde ich Deinen Standpunkt gut, andererseits verleitet der Rückzug auch zu einem Eingeständnis, nämlich ins Bockshorn gejagt worden zu sein. Wie man es macht, macht man es verkehrt.

    Was ich mit Rassismus zu tun habe? Möglicherweise gar nichts.

  • altautonomer  On Oktober 15, 2014 at 19:48

    Bin neugierig. Gabs so viele Trollreaktionen? Vorschlag: Update mit ausschließlich widerwärtigen Kommentaren. Nur so zu pädagogischen Zwecken für die Nachwelt.

    • hf99  On Oktober 15, 2014 at 23:59

      Nein. Ich kenne aber die Mechanismen solcher Debatten; sie sind mir seit über 20 Jahren meterweise vorgesetzt worden. Und möchte mich ihnen einfach entziehen. Mein gestriges Posting war lediglich meiner Schwäche geschuldet (ich bin auf D.A.s Posting aufmerksam gemacht worden…)

      Aus einer heutigen Mail an einen Mailpartner:

      „ganz generell gesprochen halte ich es für fatal, Politisches mit Persönlichem zu verbinden, sich also das, was etwas unklar „Identität“ genannt wird (ich sage immer: Identität ist die engste aller Äquivalenzrelationen und sonst gar nichts…) mit Hilfe politischer Begriffe zu erarbeiten. Denn dann höre ich nicht mehr zu. Mein politischer Kontrahent ist dann nicht mehr ein Mensch, dessen Argumente ich ruhig und sachlich zu prüfen habe – sondern mein Gegner, mit dem ich um mein Seelenheil aka meine Identität kämpfe. Vielleicht trennt mich genau das von der Linken (neben ihrer Borniertheit, sich zu weigern, die Janusköpfigkeit emanzipatorischer Bewegungen einmal in aller Ruhe zu analysieren…eine Janusköpfigkeit, die letztlich doch seit Robespierre auf der Hand liegen sollte): Das linke „das Politische ist persönlich und das Persönliche politisch“ halte ich für fatal, letztlich sogar für ein Grauen. Ganz schlimm wird es, wenn aus Gründen der Sinn- und Identitätsstiftung auf der schieren Faktenebene gelogen wird. Zum Beispiel gibt es (wie Sie natürlich wissen) innerafrikanischen, innerschwarzen Rassismus – und nicht zu knapp! Wenn ich das in „antirassistischen Zusammenhängen“ (man kann es mit Kafka wirklich nur noch knarrend aussprechen!) nicht mehr sagen darf, ohne damit einen Shitstorm gegen mich losgetreten zu haben, können wir die Sache vergessen: Ein solcher Antirassismus ist nichts wert, weil er analytisch in die Irre gehen muss.“

      Darum geht es. Sobald via Morgenstern agiert wird (weil, so schließt er messerscharf/nicht sein k a n n was nicht sein d a r f), klinke ich mich ab sofort aus. Diese Debatten sind nach aller Erfahrung sinnlos.

      • altautonomer  On Oktober 16, 2014 at 09:15

        hf: Richtig heißt es „Das Private ist politisch“, geprägt von der Frauenbewegung der 80er Jahre, als die Themen Kindesmissbrauch und Vergewaltigung in der Ehe auf der Agenda stand.

        Innerafrikanischer Rassismus – keine Frage. Es gibt genauso den weißen Rassimus (Deutsche Vorurteile gegen Polen – früher Italiener), den Altersrassismus und noch viele Rassismen mehr, die nicht in die Kategorie schwarz/weiß fallen, sondern sogar aus der linken Mottenkiste kommen (Utilitarismus, Paternalismus, Helfersyndrom,).

        • hf99  On Oktober 16, 2014 at 19:48

          „Richtig heißt es “Das Private ist politisch”, geprägt von der Frauenbewegung der 80er Jahre“ entschuldige, aber das stimmt nicht. Der Satz ist reines 68. Letztlich ist er sogar noch viel älter (französische Revolution, der Glaube an den neuen Menschen, der im revolutionären Akt gleichsam erschaffen werde/sich selbst erschaffe – Kult der vernunft etcetc).

  • genova68  On Oktober 16, 2014 at 09:22

    Schade, dass nun auch mein Kommentar weg ist. Der hat ja zu der Löschung des komplettten Artikels geführt.

    (Ich schließe mich dem Vorschlag vom Altautonomen an.)

    Hartmut, wir hatten diese Diskussionen schon x-mal und ich hoffe du weißt, dass ich dir nicht ans Bein pinkeln will oder dich für einen Rassisten halte. Ob die Debatten sinnlos sind, weiß ich nicht. Dieser Alfons schreibt seinen rassistisch konnotierten Blödsinn ja und er hat eine Menge Epigonen. Es geht auch nicht darum, der Critical-Whiteness-Fraktion zu entsprechen, aber genau deshalb sollte man Stellung beziehen zu den Alfonsianern.

    Sicher gibt es innerafrikanischen Rassismus. Wer leugnet das? Niemand. Aber warum müssen wir hier ausgerechnet darüber reden? Und wenn es jemand tun will, dann macht er es eben. Worüber soll man da genau reden? Über Konflikte in irgendeinem Land dort? Wer kennt sich dort aus? Wenn ich einmal dorthin fahre und etwas in Erfahrung bringe, schreibe ich was drüber.

  • mark793  On Oktober 16, 2014 at 09:57

    Diese Debatten sind nach aller Erfahrung sinnlos.

    Es ist dabei auch wenig anderes zu gewinnen als einen Kübel Kacke über den Kopf dafür, dass eins nicht zu den Erleuchteten gehört, die das Thema soweit durchdrungen haben, dass ihnen klar ist, dass es sowas wie einen innerafrikanischen Rassismus entweder gar nicht geben kann, weil Rassismus ja immer schon Weißsein voraussetzt oder wenn es sowas gibt, dann ist das gewissermaßen ein Erbe aus der Kolonialzeit und somit auch eine weiße Hinterlassenschaft. Und überhaupt derailt es doch ohne Ende, auf Rassismus innerhalb von Afrika abzuheben, wo hier bei uns so vieles im Argen liegt.

    Antirassismus ist in Internet-Debatten leider oft weniger eine Analysekategorie als vielmehr eine Bußpraxis, bei der es darauf ankommt, gewisse protoliturgische Formeln möglichst abweichungsfrei herunterzuspulen, wenn man nicht als Abweichler oder gar Unerleuchteter dastehen will.

  • hf99  On Oktober 16, 2014 at 19:25

    @mark793 bingo!

    @genova „Sicher gibt es innerafrikanischen Rassismus. Wer leugnet das? Niemand. “ Niemand leugnet das? Das halte ich für ein Gerücht.

    • genova68  On Oktober 18, 2014 at 11:52

      Wer leugnet es denn? Wichtigtuer wie Noah Sow? Oder ein paar verrückte Erstsemester? Es geht doch um Kräfteverhältnisse. Solche Leute haben nichts zu sagen, und wer sich vor eine Shitstorm solcher Leute fürchtet, der ist ein Angsthase und hat ein Problem mit sich selbst und nicht mit diesen Leuten.

      Es gibt diese Kräfteverhältnisse nicht. Man kann Lantzsch und Reclaim Society und alle möglichen Leute kritisieren, aber bitte nicht die Verhältnisse umdrehen und diese Leute als mächtig darstellen.

      Innerafrikanischer Rassismus existiert vermutlich, kein ernstzunehmender Mensch wird das von vornherein leugnen, und man kann darüber in Deutschland frei reden. Die Frage, die niemand beantwortet ist: Warum soll ich hier darüber reden müssen, welchen Effekt soll das haben. Damit zieht man braune Gestalten an, die begeistern sich für sowas aus Gründen der Selbsterleichterung.

      Also bitte die realen Machtverhältnisse nicht umkehren, indem ein innerafrikanischer Rassismus behauptet wird, über den man aber nicht reden darf. Ergo: Die Schwarzen beherrschen uns. Durch und durch.

      • hf99  On Oktober 19, 2014 at 19:24

        a) Lantzsch und co selber mögen kaum Einfluß haben; Ihre Agenda hatte und hat es sehr wohl

        b) Dass die Neonazis sich einen Ast darüber abfreuen, dass die USA im rahmen ihrer Gründung/Ausdehnung Massenmorde getätigt haben bzw dass es in Afrika (und auch überall sonst) ebenso rassismus gibt wie in Europa, stimmt, darf mich aber an der Analyse nicht hindern. Wer sich mit Rassismus auseinandersetzen will, sollte füglich nach den Ursachen von Rassismus fragen, d.h. unter anderem, fragen, warum er so attraktiv ist. Verenge ich meinen Blick auf den (unstreitigen, und wegen der großen Macht, die Europa hatte und hat auch folgenreichsten/opferreichsten) Rassimus, nämlich den europäischen, gehe ich fehl. Die Ursachen für Rassismus werden immer wieder in einer sog europäischen Dominanzkultur verortet. Und das könnte eben falsch sein – dann nämlich, wenn Rassismus, Ablehnung fremder Gruppen ein universelles menschliches Phänomen ist…wonach es leider aussieht. Wir können auch die malayische Halbinsel ansehen, wo chinesische Einwanderer einen schweren Stand haben (weil sie – kennen wir das nicht? – angeblich alles Kapital in Händen halten und sich durch klandestine Machinationen hervortuen sollen). Genau deswegen muss das Phänomen überall in den Blick genommen werden.

        Das Gerede willentlicher und wissentlicher Mißversteher, ich würde das bloß ins Spiel bringen, um als Weißer Schuldabspalterei zu betreiben, interessiert mich inzwischen nicht die Bohne mehr. Wer sich auf solche „Argumente“ einläßt, hat schon verloren. Ich will wissen, wie Rassismus funktioniert, den er gehört abgeschafft, ersatzlos gestrichen. Und die These von der „europäischen Dominanzkultur“ ist schon auf der empirischen Ebene fragwürdig.

      • hf99  On Oktober 20, 2014 at 06:23

        ergänzend, lieber genova: guckstu:

        http://kritik-und-kunst.blog.de/2008/01/03/und_wieder_einen_rassisten_entlarvt~3521440/

        http://de.wikipedia.org/wiki/Heiner_Rindermann#Diskussion

        Genau darum geht es. Man muss(te) nicht pro Rindermann sein – ich war es damals nicht, wie man nachlesen kann – um das Label „Potenzial Mengele“ empörend zu finden. Und natürlich wird so argumentiert. Verbeamtet sogar!

        PS: meine damalige Vorhersage hat sich natürlich bewahrheitet; Ribndermann wurde fröhlich von Sarazin zitiert, was jetzt natürlich auch wieder ein „Beleg“ gegen Rindermann ist. Um mich zu zitieren: Übles Spiel. So kommen wir nicht voran.

        • genova68  On Oktober 21, 2014 at 11:12

          Nö, Hartmut. Du fährst da einen merkwürdigen Film. Ausgangspunkt war eine dämliche Geschichte eines Kommentators von Don Alfonso, die von dir hier verlinkt wurde. Die ging sinngemäß so:

          Ein Schwarzer kommt in einen kleinen Laden und beginnt, die Verpackungen der angebotenen Produkte aufzureißen. Der weiße Ladenbesitzer weist ihn vorsichtig und höflich darauf hin, dass er das bitte unterlassen solle, weil er die Produkte sonst nicht mehr umtauschen könne. Daraufhin beginnt der Schwarze wüst, den Ladenbesitzer als Rassist zu beschimpfen und geht. Der Weiße ist verunsichert und fragt einen anderen Kunden, ob er sich falsch verhalten habe.

          Eine dumme Story, die dazu dient, den armen deutschen Michel als Underdog zu präsentieren, der die Wahrheit nicht mehr sagen darf. Und zwar nicht die Wahrheit über reale ökonomische Machtverhältnisse, sondern die Wahrheit über Schwarze. Die Schwarzen haben uns in der Hand. Schuld sind die bösen Linken, die die Schwarzen ermächtigen. Und vielleicht sind Schwarze auch genetisch so böse veranlagt, wer weiß. Wäre in dem Umfeld von Alfonsos Kommentatoren keine komplett abseitige These.

          So eine Scheiße. Könnte bei der NPD stehen. Völlig unabhängig, ob der Fall sich so zugetragen hat.

          Das war der problematische Teil deines zurückgezogenen Beitrags, Hartmut.

          Du bist doch eigentlich schlau genug, um auf sowas nicht hereinzufallen. Tust du aber doch.

          Als nächstes kommst du mit „innerafrikanischem Rassismus“, als gäbe es da in Deutschland etwas zu sagen. Was kommt als nächstes? Ein Handgemenge unter Inuit? Gibt es sicher auch.

          Du konstruierst eine Opferrolle, die es nicht gibt.

          Rindermann: Da haben also drei Wissenschaftler einen Brief verschickt. O Gott, wie schlimm. Vielleicht war der Brief denunziatorisch, vielleicht hat Rindermann recht (Der DLF spitzte ohne Wissen von Rindermann massiv zu, wenn ich das richtig sehe.). Es war immerhin die Zeit der Sarrazin-Debatte. Aber darum geht es nicht. Die drei versuchten, Rindermann zu beschädigen, doch es hat nicht geklappt. Er hat sich gewehrt, und that´s it. Es geht nicht, daraus irgendeine Opferrolle zu konstruieren.

          Du willlst allen Ernstes erzählen, dass diese drei so viel Macht haben, Rindermann zu zerstören? Laut wikipedia haben sich Fachkollgegen hinter ihn gestellt und die drei haben sich blamiert. Ende der Geschichte.

          Vielleicht meinst du den Campus von Schwanitz, dann reden wir darüber, über einen Roman. Aber bitte nicht die realen Machtverhältnisse umkehren.

          Es gibt eine Menge merkwürdiger Leute, gerade in Berlin, gerade Humboldt-Uni-Umfeldt. Durchgeknallte Feministinnen, Pseudo-Afrika-Unterstützer, Leute, bei denen auch ich von Gutmenschen sprechen würde. Aber: Die sind marginal. Schau dir dir HU rund um die Mensa an. Den versprengten Gutmenschen sitzen die Massen an Jura-Studenten gegenüber, die sich mittlerweile zu einem Drittel für dieWiedereinführung der Todesstrafe aussprechen. Die werden später etwas zu sagen haben, nicht der Schwarze im kleinen Laden.

          Vielleicht hat man mit den Gutmenschen ein Problem, wenn man da studiert, konkret im Fachbereich. Und teilweise haben die auch schon Unsinn durchgedrückt. Beispielsweise redet nur noch die Junge Union von Studenten, alle anderen von StudentInnen und ähnlichem. Ergo: Wenn ich an der Uni ein Flugblatt lese, in dem nur die männliche Form steht, weiß ich, dass das eine rechte Gruppe ist. Praktisch, aber peinlich. Aber das ist ein eine kleine studentische Parallelwelt, sonst nichts. Die Welt draußen ist anders.

          Die Lantzsch schreibt permanent über ihre Psychoprobleme und macht dafür die Gesellschaft verantwortlich und wartet auf ihre Einweisung und Noah Sow kann in ihrem Umfeld einen shitstrom produzieren. Es ist egal.

          Wir hatten seinerzeit die Auseinandersetzung mit Momorulez. Aber auch da: Momo war extrem, subjektiven Erfahrungen geschuldet, bezeichnete mich auch als schlimmen rechten Rassisten und Schwulenhasser. Ja und? Habe ich deshalb das Büßerhemd an? Nur, wenn ich es mir selbst anziehe. Und wie sind die Machtverhältnisse in diesem Fall gewesen? Momorulez schreibt immer noch hin und wieder Interessantes und hat spezielle Sublimierungserfahrungen, die wichtig sind und von denen auch ich lernen kann. Andererseits beschreibt niemand mehr seine politischen Positionen, ohne auf seine persönlichen Macken einzugehen. Gut so.

          Das ist alles in Ordnung so. Einen PC-Terror gibt es nicht.

          • hf99  On Oktober 21, 2014 at 13:12

            Alles richtig. Insbesondere das hier: „Es gibt eine Menge merkwürdiger Leute, gerade in Berlin, gerade Humboldt-Uni-Umfeldt. Durchgeknallte Feministinnen, Pseudo-Afrika-Unterstützer, Leute, bei denen auch ich von Gutmenschen sprechen würde. Aber: Die sind marginal. Schau dir dir HU rund um die Mensa an. Den versprengten Gutmenschen sitzen die Massen an Jura-Studenten gegenüber, die sich mittlerweile zu einem Drittel für dieWiedereinführung der Todesstrafe aussprechen. Die werden später etwas zu sagen haben, nicht der Schwarze im kleinen Laden.“

            Ja, sicher doch. Und natürlich hat diese gesellschaft ein massives Rassismusproblem – und der Rassismus, siehe Oury Jalloh, geht massiv gegen Schwarze.

            Mir aber geht es konkret gerade nicht darum, mich zum Fall Jalloh zu äußern (kein Mensch, der bei Trost ist, glaubt, dass Oury Jalloh sich selber angezündet hat). Wenn ich DA sagen würde „es gibt aber auch innerafrikanischen Rassismus“…DA hättest Du dann recht: Das wäre ein schäbiger Diskurszug von mir.

            Mir geht es hier aber um die Theorie über rassistische Denkweisen überhaupt. Und da muss ich das eben doch auch in den Blick nehmen. Die unausgesprochen durch diesen Diskurs wabernde Meta-These, Rassismus sei allein ein europäisch Phänomen (des identifizierenden, gewalttätigen Denkens oder wie sich das schreibt bei unseren fröhlichen Feld- Wald- und Wiesendekonstrukteuren) ist schlicht empirisch falsch. Um mehr geht es mir in diesem Kontext nicht. Das hatte ich aber doch auch deutlich gesagt. Schade, dass Du es jetzt auf die Oury Jalloh Ebene ziehst und mir damit so ein bißchen den PI-Hautgout reinsemmelst. Um genau dieses Reinsemmeln geht es doch. Ging es die ganze Zeit. Schade, dass diese Ebenenunterscheidung so wenig zur Kenntnis genommen wird. Man kann das Problem, um das es geht, auch in terms of the USA sagen: Die These, dass die USA im Rahmen ihrer Gründung/Ausdehnung entsetzliche Verbrechen begangen haben, wird nicht dadurch falsch, dass auch der miese Horst Mahler jubelnd zustimmt.

            PS: Rindermann war vor Sarazzin. Der hat sich nur später – falsch – auf Rindermann berufen.

            • genova68  On Oktober 21, 2014 at 18:49

              PI reinsemmeln wollte ich nicht. Wenn das so angekommen ist, dann entschuldigung.

  • garfield080  On Oktober 17, 2014 at 06:36

    Streisand-Effekt? … o.O
    Ich weiß zwar nicht um welchen Artikel es ging – bin jetzt aber gespannt geworden…

    aber unabhängig davon – ich würde mich auch dem Vorschlag vom Altautonomen anschließen:
    das ist wie mit dem Zeigefinger & den andern vier – nicht selten sagt die Aussage eines Kommentars mehr über den Schreiber selbst.*

    Einen Artikel komplett zurückzuziehen hat für mich auch immer einen leicht bitteren Beigeschmack… irgendwo gibt man damit Leuten noch Recht, die meinen die Wahrheit gepachtet zu haben,.

    ich kenn wie gesagt zwar nicht das Thema, wird aber i-was mit Rassismus gewesen sein… dazu muß man natürlich sagen, daß es ebenso „positiven Rassismus“ gibt – auch „positiver“ bleibt aber Rassismus.

    *) ausgenommen reine Provokations-Kommentare ohne pädagogischen Wert.

    • hf99  On Oktober 17, 2014 at 11:00

      er war unsauber und zT falsch formuliert, beruhte auch auf einem Mißverständnis (schlecht gelesen, einen Kommentar bei D.A. als D.A.s eigenen Post mißverstanden etc) – belassen wir es dabei. Ein Streisand-Effekt droht nicht, weil ich sooo wichtig nicht bin 😉

      @genova: keine Frage, D.A.s Fahrradgeschichte ist übel.

  • philgeland  On Dezember 13, 2014 at 22:41

    Natürlich gehört’s beim Learning-By-Doing auch dazu, mal ein Blogpost ungeschehen zu machen, aber willentliche und vor allem wissentliche Missversteher springen ja nicht nur beim Thema Rassismus an, sondern bei allem, was nach Vereinfachung schreit. Nach Schwarz-Und-Weiss-Denken. Nach Klischees. Auch welcher Ecke auch immer.

    Siehe Facebook und der ganze Mist, der dort verzapft wird.
    Von Ignoranten genauso wie von den wissend-willentlichen A…löchern.

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