Julikrise – Ergänzung 1. August

1. August, Tagebuch Admiral von Müller:

„Stimmung glänzend. Die Regierung hat eine glückliche Hand gehabt, uns als die Angegriffenen darzustellen.“

Das ist, wie schon bei Wenninger, letztlich ein Geständnis. Natürlich war dieser Spin nur innenpolitisch zu gebrauchen – nach Außen konnte man damit keinen Eindruck machen. Die europäischen Diplomaten wussten, wie wir sahen, frühzeitig, was gespielt wurde und was Berlin im Sinn hatte.

Schon am 27. Juli notierte er, gerade aus dem Urlaub zurück:

„Tendenz unserer Politik: Ruhige Haltung. Russland sich ins Unrecht setzen lassen, dann aber Krieg nicht scheuen.“

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