Julikrise, Sir Edward Grey

Ich jage den Scan der SPD-Provinzzeitung „Hamburger Echo“ an dieser Stelle noch mal hoch:

he2 (39)

Deutlicher geht es nicht. Die – für die kuk-Monarchie nach damaligen Standards übrigens ehrenvolle – Vermittlung lag am 29. auf dem Tisch. Grey, er mag sich später, am 30. und 31., übernächtigt, sicherlich ungeschickt verhalten haben…Grey wollte Frieden. Dass bis heute darüber diskutiert wird, ob Grey nicht vielleicht doch eine Mitschuld trifft, sehe ich als Reflex der damaligen deutschen Kriegspropaganda, die sich über das angeblich verlogene Getue Greys („perfides Albion“) gar nicht mehr einkriegte. Kaiser Wilhelms Randbemerkungen zu Greys Vermittlungsvorschlägen sprechen Bände – obwohl seine eigenen Gedanken denen Greys doch gar nicht fern waren. Übrigens: England hatte damals mit Irland innenpolitisch genug zu tun; ein Krieg war alles andere als gelegen.

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