Einmarsch

Ich schaue gerade den Einmarsch der siegreichen Truppen durchs Brandenburger Tor. Gute Güte, es sähe dies ja in London, Rom, Paris, Buenos Aires kaum anders aus…allerdings ginge es mir auch dort auf die Nerven. Dabei ist es mir nicht um BILD zu tun. BILD ist BILD, da weiß ich wenigstens, was ich kaufe. Aber dass inzwischen auch Intellektuelle oder solche, die sich dafür halten, in Schnappatmung Hyperventilation (ver)fallen – mythische Wucht, die Schmerzen der Vergangenheit -, das ist mir suspekt. Warum Intellektuelle immer wieder einen Hang zur klaren, einfachen, distinkten Welt des Sports an den Tag legen, ist zwar nicht so schwer zu verstehen – endlich mal mitmachen dürfen, endlich keine Gegengründe, keine offenen Fragen. Aber die peinliche Distanzlosigkeit, die absurde Sinnüberfrachtung eines Michael Horeni sind schon erschütternd.

Mythische Fussballspiele findet Horeni hier, falls er mag: Deutschland ist Favorit. Mit dem Bundestrainer Herberger,diesem Fuchs, sollte eigentlich nichts schiefgehen.

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Kommentare

  • Herr Karl  On Juli 15, 2014 at 14:28

    Deutschlands Endsieg…

  • altautonomer  On Juli 15, 2014 at 14:37

    Ginge es nach den Regeln Herbergers, verlief das Spiel unentschieden. Zitat:“der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten“. Das Tor fiel in der 113. Min.

    • hf99  On Juli 15, 2014 at 14:51

      Wäre es nach Fifa-Regeln gegangen, wäre Neuer nach seiner Schumacher-Battiston-Gedächtniseinlage vom Platz geflogen.

      • Herr Karl  On Juli 15, 2014 at 15:03

        Genau: Der schweizerische Kommentator Beni Turnherr sagte nach dem „Einsatz“ von Neuer: „Hier könnte man die rote Karte und einen Elfmeter geben…

  • Wolfgang  On Juli 15, 2014 at 15:34

    Aber nicht doch: Messi ist der Beste! und Müller, Müller ging leer aus, ich weine, lange… Und dann die Mutti und der beste Präsident aller Zeiten, meine Fresse, wo sind wir nur gelandet?

    • Herr Karl  On Juli 15, 2014 at 15:47

      Wirklich krank wurde es heute in der „Fanmeile“…

      • pantoufle  On Juli 15, 2014 at 21:39

        Es reicht ein Punkt, um einen Satz zu beenden. Man benutzt drei Punkte, um anzudeuten, daß ein Gedanke weitergedacht werden könnte – was aber nur der Fall ist, wenn davor einer formuliert wurde.

  • Dennis82  On Juli 15, 2014 at 15:39

    Frage: Hängt’s hier vom Zufall (oder der Zeichenanzahl) ab, ob Kommentare durchkommen oder nicht…?! Letzter Versuch…

    Solange der End(spiel)sieg nur auf dem grünen Rasen und mit Schiedsrichter stattfindet…

    Ob man sich mitreißen lässt, ist eine individuelle Sache. Viele Kinder treten in einem Alter das erste Mal gegen den Ball, in welchem sie noch fern von jeder politischen Willensbildung sind – und haben Freude dabei. Man lernt es deshalb von Kindesbeinen an zu lieben (oder eben nicht). Es bestehen persönliche Bindungen, Erinnerungen… Fußball ist letztlich nur ein Spiel, ein Mannschaftsspiel, in dem ausdrücklich auch mal nicht jeder seines Glückes Schmied ist. Man Gemeinschaft erleben kann. Fußball ist aber letztlich wie alles andere auch in „das System“ eingebettet – und funktioniert nach diesen (kritisierenswerten, siehe die Proteste in Südafrika, Brasilien oder bzgl. Katar) Prinzipien – und wird natürlich auch politisch missbraucht… Die ganzen systembedingten Begleitumstände, die einem Menschen mit offenen Augen mit zunehmendem Alter den Spaß am Spiel trüben (wie bei mir), können aber auch nicht vollständig die ursprüngliche Faszination für das Spiel an sich ausmerzen… deshalb freut man sich.

  • altautonomer  On Juli 15, 2014 at 16:22

    Arnulf Baring schießt in einem BILD-Kommentar den Vogel ab. Zitat:

    „Sicher, die Euphorie des Freudentaumels wird auch diesmal wieder verfliegen. Aber manches wird bleiben.
    Das Bild einer Bundeskanzlerin, die stolz und glücklich ist – die Mutter. „

    • hf99  On Juli 15, 2014 at 16:30

      Das ist jetzt n Witz, oder? das hat er nicht wirklich geschrieben…

  • altautonomer  On Juli 15, 2014 at 18:08

    Das hab ich ja gern. Vor dem Anpfiff zum Viertelfinale grße Staatement gegen Rassismus und Diskriminierung ablesen und dann zu Hause das hier:

    //mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/21675666_fifa-wm-2014/22396194_der-gaucho-dance-

    dazu:

    http://www.n24.de/n24/Sport/Fussball/fussball-wm/d/5075558/dfb-stars-verhoehnen-argentinier-und-sele%C3%A7%C3%A3o.html

    • hf99  On Juli 15, 2014 at 18:26

      naja, das siehste aber in jedem Zweitligastadion schlimmer. ist n alter Fan-„Witz“. Wobei ich den nicht witzig finde. Wie Seeßlen einmal so herrlich sagte: verstehen Sie Spaß? NEIN!

      Aber das sollte man nun wirklich nicht überbewerten.

      Wer ist grün und stinkt nach Fisch? Naja…

    • El_Mocho  On Juli 16, 2014 at 15:17

      So ein Quatsch; wenn sich jemand nicht über sowas aufregt, dann die Argentinier. Die hätten im Falle ihres Sieges mit Sicherheit was vergleichbares abgezogen. Menschen mögen sowas.

      Die Neue Osnabrücker Zeitung von Gestern schreibt unter der Überschrift: “
      Lateinamerika verneigt sich vor Deutschland“:

      „Das liegt vor allem am Auftreten der DFB-Elf, die auf arrogante Triumphgesten und Belehrungen ebenso verzichtete wie auf schmutzige Tricks auf dem grünen Rasen. „Die Deutschen haben mit Fair Play die Herzen der Brasilianer erobert“, schrieb die Sporttageszeitung „Lance“. Die Deutschen wären sich nicht zu fein gewesen, am gleichen Strand ins Meer zu gehen wie die Einheimischen. Sie hätten die Nähe zu den indigenen Gemeinden gesucht und sogar Geld für den Ausbau einer Schule gespendet, heißt es in den sozialen Netzwerken. Ihre mitfühlenden Botschaften nach der Verletzung von Neymar sowie die ausbleibende Häme nach dem 7:1 gegen Brasilien sind gut angekommen unter dem Zuckerhut: „So treten wahre Champions auf“, posten die Latinos begeistert.“ (S. 3)

  • El_Mocho  On Juli 16, 2014 at 15:58

    In Clarin, der größten argentinischen Zeitung, wird natürlich auch darüber berichtet. Da heißt es: „Media docena de jugadores se burlaron de los argentinos.“ (Ein halbes Dutzend Spieler machten sich über die Argentinier lustig)

    http://www.clarin.com/deportes/edicion-impresa/multitud-celebracion-ironica-regreso-campeon_0_1175882525.html

    Kommentare dazu von Lesern gibt es keine. Man kann allerdings den Artikel bewerten („VALORÁ LA OPINIÓN“, unten auf der Seite). Resultat: 33% freuen sich darüber, 67% ist es egal („Me da igual“). Ich bin empört oder überrascht oder besorgt haben jeweils null Klicks.

    Auf der Webseite der linken mexikanischen Zeitung „La Jornada“ wird darüber diskutiert, nachdem die Kritik in der deutschen Presse referiert wurde:

    http://www.jornada.unam.mx/ultimas/2014/07/15/polemica-por-burla-de-jugadores-alemanes-sobre-argentinos-en-berlin-8544.html

    Da heißt es in den Kommentaren:

    „Die komplexbeladenen Arschlöcher (Pendejos) reden von Nazis, dabei ist das nur ein normaler Fußballspaß wie es ihn auch in Mexico, China und überall in der Welt gibt.“

    Dem ist nichts hinzu zu fügen.

    Und weiter unten: „Vor dem Spiel machten sich die Argentinier schon über die Deutschen lustig gemacht, und wer austeilt muss auch einstecken können. Die Deutschen haben sich weder über die Brasilianer noch über die anderen Mannschaften, gegen die sie gespielt haben, lustig gemacht, Lustig gemacht haben sie sich nur über die, die sich über sie lustig gemacht haben. („simplemente se burlaron del burlón“.

  • altautonomer  On Juli 17, 2014 at 07:37

    El-Mocho:
    1. Die Argentinier „Gauchos“ zu nennen, liegt auf der Ebene von „Kanaken“, „Kümmeltürken“ und „Spaghettifressern“.

    2. Den Argentiniern den gebeugten Gang zu unterstellen, kann im schlimmsten Fall als parodierte Fortbewegungsart von Primaten ausgelegt werden. Der aufrechte Gang der Deutschen analog dazu als der des „Homo Sapiens“. Diese dümmliche Form des Spasses geht a) auf Kosten anderer, ist b) hierarchisch (von Gewinnern zu Verlierern) und c) sozial ausgrenzend.

    Meine Art von Humor ist es daher nicht.

    • hf99  On Juli 17, 2014 at 07:43

      Ist ein seit Jahren bekannter, nicht sehr witziger Fussball“spaß“ von Fans. Dass es die Spieler jetzt nachahmen ist peinlich. Überbewerten sollte man es aber nicht. Hier gleich Adofn ins Spiel zu bringen ist um einige Nummern zu groß. Mir persönlich, man kann ja nicht alles wissen, war die Bedeutungskonnotation von „Gaucho“ auch nicht klar. Die Begleiterscheinungen beim Public viewing waren mehr als einmal widerlich (hier in Hamburg wurden Ghanaer mit Böllern beworfen zB) – gerade diese Szene aber würde ich jetzt nicht sooo hoch aufhängen. Sagen mir mal: Restalkohol.

    • El_Mocho  On Juli 17, 2014 at 15:21

      Unsinn, alle Welt nennt die Argentinier Gauchos, auch sie selber. Das ist keineswegs eine Beleidigung, sondern eher ein Ehrentitel, denn der Gaucho ist in der nationalen Mythologie ungefähr woas wie der Cowboy in den USA. Das Nationalepos „Martin Fierro“ von José Hernandez fiert den Gaucho als edlen Menschen, der von den Großgrundbesitzern missbraucht und betrogen wird:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Mart%C3%ADn_Fierro

  • Bersarin  On Juli 17, 2014 at 08:09

    Diese „Gaucho“-Szene verdeutlicht mal wieder die Subtilität des deutschen Humors.

    Eigentümlich, daß sich Gewinner nicht an ihrem Gewinn erfreuen können, sondern nach unten treten und den Gegner noch zusätzlich demütigen müssen. Obwohl sie doch bereits gewonnen haben. Ein Gentleman, ein Mensch von Ehre würde solche Gesten, solchen Witz unterlassen. Aber in einem Land, in dem Mario Barth ganze Stadien füllt, wundert mich das nicht.

    Aber das sind symbolische Gesten, die viel über eine Kultur und Formen des Denkens aussagen. Schlimmer in der Tat sind diese Szenen, wo Ghanaer mit Böllern beworfen wurden. So sehn Sieger aus scha la la la la … Und da zeigt sich auch wieder eine bestimmte Geisteshaltung.

    • hf99  On Juli 17, 2014 at 08:34

      Ja, natürlich.

      Gut deine Bemerkung mit dem verräterischen SO-sehen-Sieger-aus…ja, da haste recht. So sehen zumindest deutsche Sieger aus. Dass es in anderen Ländern ähnliche Formen annimmt, ist keine Ausrede, sondern eher ein Hinweis auf deren ähnliche gesellschaftliche Verfasstheit. Völliges Fehlen von Selbstironie könnte man auch sagen.

    • El_Mocho  On Juli 17, 2014 at 15:37

      Lachhaft, lies mal hier: http://www.eluniverso.com/deportes/2014/07/12/nota/3221536/maradona-prensa-argentina-se-burlan-brasil

      „Maradona und die argentinische Presse machen sich über Brasilien lustig“. Der Artikel stammt vom 12. Juli, also noch veor dem Endspiel. In dem Artikel ist ein Video verlinkt, in dem Maradona ein Schmählied auf Argentinien singt, im Stadion in Brasilien.

      Und hier: http://hd.clarin.com/tagged/vandalismo kannst du sehen, wie es in der Innenstadt von Buenos Aires nach dem Spiel aussah. Du hast recht. die Deutschen können wirklich nicht feiern.

  • El_Mocho  On Juli 17, 2014 at 16:12

    Inzwischen ist ja auch schon die Äußerung des Uruguayischen Journalisten Victor Hugo Morales bis in die deutsche Presse vorgedrungen:

    „Der in Argentinien bekannte uruguayische Sportjournalist Victor Hugo Morales nannte die sechs Gaucho-Tänzer in seiner Sendung beim Radiosender Continental de Buenos Aires in ihrem Verhalten und ihrer Denkweise „ekelhafte Nazis“.

    http://www.tagesspiegel.de/sport/ekelhafte-nazis-hitzige-diskussionen-ueber-gaucho-tanz-der-nationalspieler/10208436.html

    Ist nun interessant, wie die Argentinier darauf reagieren, auf der Webseite seines argentinischen Senders:

    http://www.infobae.com/2014/07/15/1580951-la-respuesta-victor-hugo-morales-los-festejos-alemanes-son-unos-nazis-asquerosos

    Da wird er total niedergemacht:

    „Nos ganaron bien, un gol como el que pordría haber hecho cualquiera de nuestro equipo, y creo que no se mofaron ni la mitad de lo que nos hubieramos burlado nosotros.”

    Sie haben gut gegen uns gespielt und gewonnen, mit einem Tor, wie auch unsere Mannschaft es hättte machen können, und ich denke sie haben sich nicht halb so viel über uns lustig gemacht, wie wir es über sie gemacht hätten.

    “Que manera de destilar veneno con lo que afanaste mal parido. Porque no te pegàs un tiro y le hacès un favor a la humanidad basura pestilente.”

    Was für eine Art, Gift zu destillieren, du Missgeburt. Warum schießt du dir keine Kugel durch den Kopf und tust der Menschheit einen Gefallen, du stinkender Abfall.

    “5 pibes borrachos festejando el mayor logro deportivo de sus vidas no tienen derecho a meter la pata?dejate de joder Victor Hugo,nazis?de verdad?tanto vas a vaciar de contenido al termino?”

    Fünf betrunkene Jungs feiern den größten sportlichen Erfolg ihres Lebens und haben kein Recht dazu? Lass dich ficken, Victor Hugo! Nazis, wirklich? Du nimmst diesem Wort jeden Sinn.

    Wie gesagt, das sind alles Kommentare von Argentiniern.

    Auf seiner facebook-Seite wird er übrigens aufgeofrdert, die nationalität zu wechseln, weil er ein Schande für alle Uruguayer ist:

    https://es-la.facebook.com/pages/Victor-Hugo-Morales-Periodista-Relator-Locutor-Conductor-y-Ecritor-/61259960864

  • Bersarin  On Juli 17, 2014 at 21:17

    Stimmt, El Mocho, diese Umstände machen das alles gleich sehr viel besser. Da kann man doch richtig stolz darauf sein, als Deutscher auf die Welt gekommen zu sein.

    In der gleichen Relation kann man dann auch die DDR loben. Sie machte es im Überwachungsmodus wenigstens nicht so dreist wie die NSA, ermordete auch nicht so viele Menschen wie Stalin und brachte an ihren Außengrenzen nur ein hundertstel der Menschen um, die heute an den EU-Außengrenzen und -Mauern sterben. Wie gut wir es doch damals in der DDR hatten!

    • El_Mocho  On Juli 18, 2014 at 12:45

      Sagt mal, was wollt ihr eigentlich? Ihr seid Linke? Was heißt das denn, für wen setzt ihr euch ein, was wollt ihr verändern?

      Also die Leute da auf der Fanmeile sind alle Nationalisten und Rassisten, für die setzt ihr euch sicher nicht ein, oder? Ist allerdings die große Mehrheit aller Menschen, in Deutschland genauso wie in Argentinien. Ihr solltet wirklich mal die von mir verlinkte argentinische Webseite lesen, aber ihr könnt ja kein Spanisch; war keine Zeit mehr zum Sprachenlernen, da man zu beschäftigt war mit Philosophie und Kunst. Entsprechend bekommt ihr auch nichts von der Welt außerhalb der Bücher mit.

      Gut, also der Pöbel, die Prolls fallen weg, die ekeln euch nur an. Wer bleibt da noch, die Lampedusa-Flüchtlinge? Macht euch über die nur keine Illusionen, was die wollen ist eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland, weiter nichts. Wenn sie die haben, suchen sie sich eine Arbeit und gehen Sonntags in die Kirche (oder Freitags in die Moschee). Der Kampf gegen Kapitalismus und Homophobie hat für die allermeisten von denen keine besondere Priorität. Also auch nichts.

      Wer bleibt denn da noch, für den die Linken kämpfen können? Die Homosexuellen? Auch da wäre ich nicht allzu optimistisch; die, die ich kenne sind ganz gewöhnliche Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschmäckern und politischen Ansichten. Jedenfalls machen sie aus ihrer sexuellen Orientierung kein politisches Programm.

      Ich finde ihr steht ziemlich alleine da. Irgendwie kämpft ihr nur für euch selbst, etwa darum, die moralische Überlegenheit des eigenen Standpunkts immer wieder zu bestätigen. Oder nur um geschwollen daherzureden wie Bersarin.

      Schwaches Bild

      • hf99  On Juli 18, 2014 at 13:44

        ganz ruhig, ganz ruhig. Nimm doch einfach zur Kenntnis, dass niemand hier auf den so handelsüblichen wie durchschaubaren Diskurstrick hereinfällt, für die Worte irgend eines durchgeknallten urugayanischen Journalisten in haftung genommen zu werden. Bei Hyperventilation gilt: Beruhigen des Patienten ist das wichtigste… (http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperventilation von mir aus medizinischer Unkenntnis mit Schnappatmung verwechselt…)

  • Bersarin  On Juli 18, 2014 at 13:13

    Du hast völlig recht, El Mocho. Es ist nicht anders als mit der DDR. Eine völlig überzogene Kritik an diesem Staat, der immerhin eine Volksdemokratie ist. Eine Minderheit dort hat sich nicht immer korrekt verhalten und Bildungsministerinnen, die sich die Haare blau färben, sind sicherlich nicht das Gelbe vom Ei. Aber hey: das ist Punkrock. Was sind 150 Mauertote in 40 Jahren gegen eine gesicherte Existenz von 17 Millionen Menschen? Soviele kommen in der BRD in einem Jahr bei Verkehrsunfällen ums Leben.

    Selbst der dümmste Knopf findet immer ein Gegenbeispiel, um zu zeigen, daß es anderswo noch viel schlimmer zugeht.

    Kannst Du mir übrigens erklären. El Mocho, was der Spaß und der Sinn daran sein soll, als Sieger nach unten zu treten? Ein doch sehr eigentümliches Zeichen, sich seines Sieges zu freuen. Da scheint sich irgendwer wohl doch nicht so ganz siegessicher. Auf dieses Aspekt gehst Du aber seltsamerweise gar nicht ein, sondern ignorierst ihn oder kommst mit den Argentiniern oder den Brasilianern.

    Nein, man sollte diese Gaucho-Tanz nicht zu hoch hängen. In der Tat. Aber wer so herumhampelt, muß sich halt auch eine Antwort gefallen lassen. Daß Jammertaschen wie Du diese Kritik nicht aushalten, ist bezeichnend. Oder ist solche Kritik, hier und heute im Taumel der Siegesfreude, bereits verboten, gar nationaler Defätismus? Einen ganz guten Text dazu hat die ansonsten von mir eher wenig geschätzte M. Barby auf Gleisbauarbeiten dazu geschrieben:

    http://gleisbauarbeiten.blogspot.de/2014/07/gaucho-dancer-sind-dorf-deppen.html

  • Bersarin  On Juli 18, 2014 at 14:26

    Lampedusa-Flüchtlinge, Homosexuelle, Proletraraiat … und nicht zu vergessen, El Mocho: Wir sind nicht alle, es fehlen die Gefangenen!

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