Elisabeth Frenzel

Die Tochter des Juristen Oswig Lüttig-Niese und seiner Frau Elisabeth, geb. Niese, studierte an der Berliner Universität, wo sie 1938 bei Julius Petersen über Die Gestalt des Juden auf der neueren deutschen Bühne promovierte. Ihre Dissertation verrät glühende Begeisterung für den Nationalsozialismus und einen auf den Rassentheorien von Hans F. K. Günther basierenden Antisemitismus.
(…)
Mitglied der NSDAP war Elisabeth Frenzel nicht, doch bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitete sie als wissenschaftliche Angestellte des Amtes für Kunstpflege in der „Reichsleitung Rosenberg“ und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hohen Schule der NSDAP. Ihre 1943 in der Schriftenreihe zur weltanschaulichen Schulungsarbeit der NSDAP erschienene Broschüre Der Jude im Theater wurde 2003 von Jochen Hörisch in der Neuen Zürcher Zeitung als „eine der übelsten antisemitischen Publikationen aus germanistischer Feder überhaupt“ bezeichnet.[3] Außerdem bemühte sie sich um ein Lexikon jüdischer Schriftsteller für Rosenbergs Institut zur Erforschung der Judenfrage in Frankfurt am Main, das ähnlich dem bereits bei diesem Institut erschienenen Lexikon der Juden in der Musik der leichteren Ausgrenzung jüdischer Künstler aus dem deutschen Kulturleben dienen sollte.
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1997 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande.

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