Verlogenheit – update

Ich kassiere diesen langen, ins unreine gesprochenen Text erst einmal wieder ein, weil er nichts verdeutlicht, nichts klärt. Sorry an die Diskutanten. Verlogenheit ist gewissermaßen des Bürgers Betriebssystem, aber das weiß man seit eh. Inzwischen kichere ich über Alice. Sie war, wie der Bürger so sagt, halt so dumm, sich erwischen zu lassen…

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Kommentare

  • Cenk  On Februar 4, 2014 at 09:50

    im Schatten der Paranoia schleicht die Wahrheit,
    wie immer kaum zu fassen.

  • Stony  On Februar 4, 2014 at 10:11

    Ein paar unsortierte Gedanken, die mir bei der Betrachtung dieser Posse kamen: Eine „moralische Instanz“ (oder doch eher „moralisierende“?), die in aller Öffentlickeit andere für deren Verfehlungen, wirkliche, vermeindliche, oder auch nur zugeschrieben projizierte, an den Pranger stellt, urteilend, vorverurteilend (und in diesem auf die Rechtsordnung pfeift) also „ins Licht“ zerrt, ist nun empört und schreibt von Denunzierung, gar Rufmord. Anonymität hätte sie gerne gehabt, aber dazu ist es nun ja zu spät, das „verstecken“ geht nicht mehr. Laso offensiv nach vorn: Meine Steuern sind nun bezahlt, alles legal jetzt, kein Vergleich zu den tausenden die nie nicht bezahlt haben, Gleichsetzung verbietet sich da von selbst!

    Gerade sie, die immer Öffentlichkeit suchte wo sie ihr nützlich schien, sollte wissen, das Anonymität von „öffentlichen Personen“, also solchen deren Leben von „öffentlichen Interesse“ ist, nur auf das Privateste, den Teil der die Öffentlichkeit nicht tangiert, beschränkt ist, oder sein sollte. Steuerhinterziehung könnte man wohl auch als „Diebstahl an der Gesellschaft“ bezeichnen, mithin kein privates Vergnügen, obwohl es in der Krämerseelenmoral des Bürgertums ja „nur“ ein „Kavaliersdelikt“ ist (huch, war dies Wort gerade schon sexistisch, gibt es da ein „politisch korrekteres“ für? Man reiche mir ein Schwert, ein gegendertes!).

    In den 1980ern legte sie ihr Konto bei den Eidgenossen an und vergaß es dann. So groß der Hass gewesen sein muß, der ihr entgegen schlug, als sie dies tat, so so groß muß wohl die Wende gewesen sein, wie sonst hätte sie so schnell und gründlich vergessen können!?
    Ich wende jetzt mal meine Moralvorstellung auf sie: 25-30 Jahre (so genau weiß an es ja nicht) zahlt sie also keine Steuer, dann die Selbstanzeige und Nachzahlung für die letzten zehn, alles was davor liegt ist ja verjährt. Von der Instanz sie gerne wäre hätte ich erwartet, daß sie alles(!) nachzahlt, Verjährung hin oder her, und reumütig ihren Fehler eingesteht. Statt dessen sind jetzt andere die Bösen, sie lenkt ab, versucht es zumindest und schlägt gewohnt wild um sich. Von der „spitzen Feder“ zum „Augenauskratzen“ scheint es nur ein kurzer Schritt zu sein. Eine moralinsauere Krämerseele.

  • hf99  On Februar 4, 2014 at 10:43

    @stony ich mochte sie nie, aber zumindest das hätte ich ihr, naiv wie ich bin, denn doch nicht zugetraut. Ihr RA mag formal Recht haben – Steuergeheimnis und so -, aber ob diese Gesetze einer BVG-Prüfung stand halten wäre zu prüfen. Wenn Personen, die sich selber zu Personen öffentlichen Interesses gemacht haben und davon leben, so als Moralprediger, diese Gesellschaft, der sie predigen, beklauen (wie Du es völlig richtig nennst) besteht mE ein Recht/eine Pflicht auf Aufklärung. Die Steuergesetze bei uns sind ein einziger mieser Privilegienstadl. Wehe dem Hartz-IV-Empfänger, der sich auch nur einmal falsch/“falsch“ verhält. Da kennt das schmierige Bürgersgesindel dann keine Gnade. Speziell zu Madame: Uns dann auch noch mit Emigration zu kommen, ist schon die Krone… Das gegenderte Schwert möchte ich mir gerne ausleihen!

    @cenk welch Glanz in meiner Hütte. Man säuft sich.

  • Stony  On Februar 4, 2014 at 11:20

    Die Bürgerlichen-Moral dreht sich alles so zu-Recht, wie sie braucht. Kognitive Dissonanzen werden irgendwie ausgeblendet, oder offensiv hinfort schwadroniert. Wie sie dies Kunststück immer fertigbringen ist mir ein Rätsel, gehört aber wahrscheinlich schlicht zum Weltbild hinzu, Prägung und Konditionierung einer „Kaste“ in Reinform. Dummerweise haben sie auch Möglichkeiten gefunden dies jenen einzubleuen, die nie wirklich eine Chance hatten davon auch zu profitieren (<- im negativsten Sinne gemeint).

    Vom "gegenderten Schwert" darfst du dir gerne eine Kopie ziehen, ohne jegliche Lizensbindung, das zuständige Patentamt liegt in einer weit entfernten Galaxie. 🙂

  • hANNES wURST  On Februar 5, 2014 at 11:17

    Schade wegen Autozensur. Wollte gerade anmerken, dass Sie erst links sind, wenn Sie Hauptanteilseigner von Heckler & Koch sind und dann auf ein lukratives aber unmoralisches Geschäft verzichten. Oder wenn Sie Multimillionär sind und Ihrem Kind aber nur eine durchschnittliche Unterstützung und Förderung zukommen lassen.

    Insofern behaupte ich, dass Habenichtse wie ich gar nicht wirklich links sein können, sie vertreten doch einfach nur ihre eigensten Interessen. Ich kann mich auch gut über Steuersünder aufregen (tue ich auch), denn ich habe ja selber nichts zum hinterziehen.

    Wenn allerdings eine Moralapostolin auffliegt und dann noch auf Privatsphäre pocht, dann ist das allemal einen #Aufschrei wert.

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