Kampfdrohnen – update

Und? Wie ist das neue Jahr so?

Wie das alte. „Bundeswehrverband fordert Kampfdrohnen“

„Das ist eine Fähigkeit, die auch wir gebrauchen können“, sagte Verbandschef André Wüstner

Schon jetzt ein recht aussichtsreicher Kandidat für den Spruch des Jahres. Er wird indessen schon im gleichen Artikel noch getoppt:

Die ethischen Fragen dürften in der Debatte allerdings auch nicht zu kurz kommen, so Königshaus.

Dafür wird die SPD schon sorgen. Wird widerlich werden…

Anbei bemerkt: natürlich wird die Wehrmacht Bundeswehr Kampfdrohnen bekommen; das wird noch dieses Jahr fix gemacht werden. Beim fröhlichen „Krieg auf Verdacht“ aka „westliche Werte“ will auf der Hardthöhe schließlich niemand mehr hintan stehen müssen. Hält jemand dagegen? Zwei gute Bordeaux sind im Angebot…

update: Hätt ich ja fast überlesen:

Kampfdrohnen könnten 24 Stunden ununterbrochen ein bestimmtes Gebiet beobachten und bei Gefahr wohlabgewogen Waffen einsetzen.

lallt SpON. Das Töten Unschuldiger auf Verdacht heißt jetzt „bei Gefahr wohlabgewogen Waffen einsetzen“…nicht, dass mich die Erfindungsgabe des Neusprechministeriums noch irgend wie überraschte. Aber ich frage mich, wenn ich so etwas lese, schon immer mal wieder: Wie ticken Leute, die so etwas verantworten? Die Fakten liegen doch auf dem Tisch.

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Kommentare

  • Hagnum  On Januar 3, 2014 at 12:27

    Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee.Die bestimmt nicht selbst wo sie hingeht,sondern darüber entscheidet das Parlament.

    (hat dann also alles seine Richtigkeit,da braucht man sich nicht zu sorgen)

    Kampfdrohnen dienen dem Schutz der Soldaten.Wie auch Jets,nur können
    die nicht so lange in der Luft bleiben.

    (ist dann im Prinzip nix Neues)

    Da die BW aus Afghanistan abzieht,werden die KD nur selten aufsteigen.
    Da wäre es besser, sie zu leasen,als gleich zu kaufen.

    (da spricht dann wohl die schwäbische Hausfrau)

    All die Weisheiten stammen vom FZ-Kommentator Marcus S.
    Meine Regionalpostille,die mich ständig belästigt mit ihrer Grütze.

    lg

    Nachtrag zum Neusprech.

    Ich wundere mich,daß es immer noch Kollateralschaden heißt.
    Schaden ist doch viel zu negativ.

    Kollateralereignis wäre doch angemessen.

    Später Kollateralevent.Dann gibt’s auch noch ’nen Job als Eventmanager bei der BW.

  • Ludwig  On Juli 10, 2014 at 22:18

    Wir brauchen Militär, damit die freiheitlich demokratische Grundordnung unseres Nationalstaates gewährleistet ist und nicht von ausländischen oder inländischen Umstürzlern abgeschafft werden kann. Die Soldaten sollten daher von den Leuten, „aus dem Volk“, von der Gesellschaft wertgeschätzt werden, und nicht, wie heute so oft, beschimpft oder sogar angespuckt werden. Kriegseinsätze im Ausland sollten aber nicht sein, schon garnicht um wirtschaftlicher Interessen willen. Man kann sicherlich über den Einsatz der Bundeswehr im Ausland streiten und wie sie in den USA eingesetzt werden.
    Aber es gibt diese Einsätze und mit der Begründung damit könnte man vllt Menschenrechtsverletzungen begehen, Soldaten zu gefährden ist doch übertrieben.

  • oskar  On Oktober 20, 2014 at 21:38

    Zum Drohnenkrieg: Was an Drohnen immer so viel besonderer sein soll, das verstehe ich nicht. Letztlich gibt es da einen Operator, der auf der Basis von Sensordaten und evtl. Rücksprache einen Feuerbefehl an die Elektronik gibt. Ob der Operator in einem Kampfjet oder einem Hubschrauber oder im Fall der Drohne irgendwo sitzt: Wo ist da der qualitative Unterschied? Ich denke es gibt keinen, das hat doch “Collateral Murder” sehr gut aufgezeigt. Die Drohne hat noch eher den Vorteil, dass sie länger in niedriger Höhe beobachten kann, wall man im Falle eines Angriff auf das Flugzeug nicht noch gleich den Operator (Piloten) mit dem Fluggerät verliert.

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