Kurzer Blick auf die US-Wahlen

Es sind übrigens Wahlen, Plural, den um Kongresssitze geht es auch noch… Hier, diese Fußnote aus dem SpON- live-Ticker finde ich gar nicht uninteressant:

SPIEGEL-ONLINE-Reporter Veit Medick beobachtet zwei Romney-Unterstützer, die sich in Washington bei Caribou Coffee auf der 15. Straße angeregt unterhalten. Dass Obama bei vielen Amerikanern noch immer gut ankommt, verstehen sie nicht. Und dass die Europäer den US-Präsidenten regelrecht lieben, macht sie fassungslos. „Wenn der Bush den Drohnenkrieg so wie Obama forciert hätte, hätten sich die Europäer nicht mehr eingekriegt vor Empörung. Und jetzt? Nix.“

Fair geht vor: Wo Romney-Wähler Recht haben, haben sie Recht… Ich war kein yes-we-can-Trottel, wirklich nicht, war nie Obama-besoffen, man kann das nachlesen – aber dass er nicht einmal Guantanamo hat schließen lassen, war schon eine schwere Enttäuschung. Ich wüsste jetzt nur wenig, was für Obama spräche. Vermutlich hätte ich ihn dennoch gewählt, hätte mich aber zugleich geärgert.

Ach so, mein Tipp: Er wirds noch einmal, und zwar klarer als vorhergesagt.

Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

Kommentare

  • Yevgenij  On November 9, 2012 at 00:25

    Lieber Hartmut, wie schonmal von mir mehrmals betont: auch Europäer haben ihre Gitmos, auch Europäer setzen Drohnen gegen Flüchtlinge ein, diese Drohnen schießen nicht, sei geben die Aufenthaltsorte einfach an nordafrikanische arbische Soldaten weiter, damit die (oft schwarzafrikanische) Flüchtlinge in entspr. „Empfanglagern“ (also EU-bezshlten Gitmos) untergebracht und „versorgt“ werden.

    Man stelle sich vor, Paul Kagame würde ein Terrorkrieg a la‘ 9/11 gegen Frankreich starten würde- ich bin gespannt ob die Blogteilnehmer wissen wer Kagame überhaupt ist und wieso er Frankreich hassen sollte!?

  • MondoPrinte  On November 25, 2012 at 23:13

    Ich war zu Anfang – im Kontext der Kairo-Rede 2009 – ein bisschen Obama-besoffen, das kann man bei mir (leider) auch nachlesen…

    • hf99  On November 25, 2012 at 23:16

      wg der schlichten tatsache, d a s s er es werden konnte, als Schwarzer, war ich auch kurzzeitig besoffen.

      • MondoPrinte  On November 25, 2012 at 23:23

        Er sagte aber auch genau die richtigen Dinge… Bereitschaft zum Dialog, zur Abwechslung kein Generalverdacht gegen Muslime. Mittlerweile ertappe ich mich dabei, dass es mir auf die Nerven geht, wenn man Obama als „glänzenden Redner“ darstellt, „der nicht nur reden sollte“, aber es ist ja was dran.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: