Merkel in Timmendorfer Strand

Arrrg, die ist ja wirklich da. Und? Was macht sie so, in Timmendorfer Strand? das, was alle da machen: Dummes Zeugs reden… Das Christentum, wehrlos seit eh, wird bitte wo anlaßlos verfolgt?

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Kommentare

  • Georg Wolf  On November 5, 2012 at 21:33

    In Saudi-Arabien, wohin man Panzer mit Spezial-Befriedungs-Ausstattung verkaufen möchte (haben die auch eigentlich eine Köpfungsvorrichtung, man liebt das Köpfen als schmachvolle Hinrichtungsart dort doch so?), haben es übrigens Christen schwerer als in anderen islamischen Ländern. Volker Heckler-Koch (genannt Waffen-Kauder) weiß darüber gut Bescheid. Das Wiener Institut, das die sogenannten Verfolgungsdaten speziell für Europa sammelt, zählt darunter übrigens auch Satire und Kritik; man denke nur an den Fürstbischof von Limburg als Musterbeispiel der Verfolgtheit usw. Es beklagt ferner, dass Christen vielfach nicht mehr in sozialen Einrichtungen usw. arbeiten dürften. Sollten damit die vielen kirchlich verwalteten und staatlich finanzierten Krankenhäuser usw. gemeint sein, in denen Nichtkonfessionelle nicht arbeiten dürfen? Ich fürchte, diese an Verlogenheit schwerlich zu überbietende nationale und internationale Selbstdarstellung ist nur eine Stufe der moralischen Aufrüstung, die der Aggression dient. In der Vergangenheit war das jedenfalls so. Wenn sich die „Christenheit“ oder das „Reich“ als verfolgt erklärte, kam bald der Angriff=Verteidigung. In den Ressourcenkonflikten der Zukunft gilt es ja zu holen was zu holen ist, und wenn die Freiheit anderer mit der des eigenen wirtschaftlichen Zugriffs einhergeht – umso besser.

  • Katholisch - und deshalb gut drauf  On November 8, 2012 at 21:15

    Hier gibt es einen guten Überblick, wo und wie Christen weltweit verfolgt bzw. diskriminiert werden: http://www.opendoors.de/.

    • hf99  On November 8, 2012 at 22:34

      Ihr Link, auf den sich Merkel ja offenbar auch bezieht, ist nicht sonderlich brauchbar. Ich sprach von anlaßloser Verfolgung. Wenn zB in Afghanistan, nachdem eine US-Drohne wieder mal eine friedliche Hochzeitsgesellschaft mit „Taliban“ (wer immer das sei) verwechselt hat und Dutzende von Menschen totgebombt (hinterher „entschuldigt“ sich der christlich-abendländische Edelwesten, nicht wissend, wie verräterisch Sprache sein kann!), wenn dort dann Christen angegriffen werden, dann sind diese Angriffe auf Christen selbstverständlich schlimm – aber sie sind nicht unprovoziert!

      Die Erwähnung Nigerias in ihrem Link ist einfach nur infam. In Nigeria gibt es einen Quasi-Bürgerkrieg mit gewaltbereiten Fanatikern auf b e i d e n Seiten – Christen wie Muslime. Dort von „Christenverfolgung“ zu reden, ist schon niederträchtig.

      Was ist eigentlich mit Irland und Nordirland? Werden dort nicht auch Christen verfolgt? Nur sind die verfolger leider ebenfalls Christen, da passts dann nicht so…

      • Katholisch - und deshalb gut drauf ;-)  On November 11, 2012 at 21:27

        Na, da können wir ja bei jedem Land trefflich streiten. Anlasslos sollten aber die Verfolgungen in vielen arabischen/islamischen Ländern sein (z.B. Saudi-Arabien).

        Ich habe eigentlich nur 2 Fragen:

        1. Welches ist Ihrer Meinung nach die am meisten verfolgte Religion?
        2. Was stört Sie daran, wenn das Christentum wirklich die am meisten verfolgte Religion auf der Welt sein sollte?

  • hf99  On November 12, 2012 at 08:48

    zu 1: Keine. religionen werden nicht verfolgt. Es werden immer nur Menschen verfolgt. Diejenigen Menschen, die verfolgt werden, sind ausnahmslos die, die machtlos sind, keine Lobby haben. Dass Christen in einer von Christen beherrschten Welt keine Lobby haben, halte ich für einen Witz. Das wäre denn auch meine Antwort zu 2.

    • Katholisch - und deshalb gut drauf ;-)  On November 15, 2012 at 21:22

      Ob sie eine Lobby haben oder nicht, hängt davon ab, ob es wirtschaftlich stören würde oder nicht. Wenn Christen z.B. in Saudi-Arabien diskriminiert werden, dann wird von westlicher Seite nichts gemacht, weil man ja das Öl braucht.
      Das die mächtigen Politiker oder Politikerinnen (!) der Welt oft Christen sind, heißt noch lange nicht, dass ihre Politik christlichen Massstäben genügt. Oft machen Sie genau das Gegenteil davon (s. Bush im Irak oder „unsere“ Kanzlerin im Bezug auf Griechenland, Spanien und Portugal). Das Christliche prägt nicht ihre Taten, weil es ja sonst die schöne Politik stören würde.

  • summacumlaude  On November 16, 2012 at 10:01

    Nicht katholisch – dennoch gut drauf: Die Kultur, die derzeit (derzeit bedeutet seit dem Zeitalter der Entdeckungen) die Welt beherrscht, hat viele Ursprünge. Eine davon ist das Christentum, da gibt es ja wohl keinen Zweifel. Diesen, einen selbst betreffenden Ursprung wegzuschwindeln, indem man die Ebenen einfach mal vermischt, ist ziemlich unredlich. Dass Politik die heiligen Schriften nicht einszueins umsetzt, gilt nicht nur für das Christentum sondern für alle Religionen.
    Dennoch beriefen/rufen sich Bush wie Merkel auf das Christentum, sogar explizit und offensiv. Das mag – lieber katholischer Mitdiskutant – nicht Ihre Variante des Christentums sein, aber es ist eine und sogar eine sehr dominante. Es ist in Verbindung mit merkantiler Glückseligkeit die Variante, die eben gerade die Welt beherrscht. Nennen wir sie einmal „bürgerlich- konservativ“ (Böll).
    Übrigens: So jovial sich diese Variante auch geben mag, im Zweifelsfall schimmert immer der sich besser dünkende Kern durch – eben der Fundamentalismus, zu dem jede Religion neigt.

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