Siegreich wolln wir die Musels schlagen, sterben wie ein Held

Joachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr – und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: „Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen“, sagt der Bundespräsident.

Ich kommentiere das nicht mehr groß, ich stelle meinen Ekel fest. Dass der Typ schmierig ist, wusste ich sowieso seit eh…

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Kommentare

  • Georg Wolf  On Juni 12, 2012 at 18:00

    Offenheit für Krieg („Auslandseinsätze“, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, sagt der hypocrites gauckianus) hat eine lange christliche, speziell auch protestantische Tradition. Siehe dazu auch Karl Kraus „Die letzten Tage der Menschheit“ und die vielen Verlautbarungen aus der Zeit des Nationalsozialismus sowie des Kalten Krieges. Typisch vor allem die Okkupation der Moral, indem man unterstellt, die Ablehnung von Krieg gehe auf „Glückssüchtigkeit“ zurück. Vielleicht geht aber gerade die Befürwortung von Kriegen auf die unstillbare Süchtigkeit derer zurück, die davon profitieren? Und andererseits: wie wäre es, bestünde das Glück in „dulce et decorum est pro patria mori“? Wäre das erwünschte Glückssüchtigkeit? Siehe WKI-Freiwillige, jedenfall ganz zu Beginn. An G. sieht man bestens, dass simple stultitia die Kehrseite der pastoralen superbia ist.

    Es ist tatsächlich das Ekelhafteste, was dieser homo vanus bislang von sich gegeben hat. Köhler und von Guttenberg waren von gutherziger Offenheit dagegen, da sie wenigstens auf den moralischen Zeigefinger verzichteten. Mit Merkel und Gauck kann es noch so heiter und folgenreich werden wie mit Brüning und Hindenburg.

  • chriwi  On Juni 12, 2012 at 18:27

    „Es sei zwar menschlich, nicht mit Leid und Terror behelligt werden zu wollen, sagte Gauck. “

    Und genau deshalb verbreiten wir Leid und Terror?! Als ich den Spiegelartikel über Gauck gelesen habe, wünschte ich mir Wulff zurück. Der war wenigstens nur ein ignorantes egoistisches Arschloch.

  • rainer  On Juni 12, 2012 at 19:38

    …dieser Gauck(ler) ist doch wirklich zum kotzen….

  • T. Albert  On Juni 12, 2012 at 20:55

    war klar, dass sowas kommt. deswegen ist dieser verfassungsfeind dort wo er gebraucht wird. die kriegstreiberei wird jetzt erst richtig losgehen. wenn sie nicht mehr genügend leute in ihrer neuartigen bundeswehr-als-einsatztruppe haben, werden sie die ruhende kriegsdienstverpflichtung zügig wieder aktivieren, ohne verweigerungsrecht für unsere „glücksüchtigen“ kinder. natürlich brauchen sie jetzt endlich mehr „offenheit“, es wird ab jetzt ja nicht mehr um länder gehen, die längst von anderen zu unseren gunsten zerbombt worden sind, wie afghanistan von all seinen westlichen „freiheitskämpfern“, die die mädchenschulen der „kommunistischen“ regierung zerstörten.

  • chriwi  On Juni 13, 2012 at 12:13

    „wenn sie nicht mehr genügend leute in ihrer neuartigen bundeswehr-als-einsatztruppe haben, werden sie die ruhende kriegsdienstverpflichtung zügig wieder aktivieren, ohne verweigerungsrecht für unsere “glücksüchtigen” kinder.“

    Das glaube ich persönlich nicht. Es wird eher wie in den USA laufen. Armen Kindern und Jugendlichen wird vorgeGAUCKelt, dass sie enorme Aufstiegschancen bei der Bundeswehr haben. Sie melden sich „freiwillig“ und sind somit selbst Schuld an ihrem Leid. Die friedensliebenden Akademiker und ihre Kinder brauchen sich keine Gedanken mehr machen. Eine Kriegsdienstverpflichtung würde dafür sorgen, dass auch Kinder aus reichen Haushalten an die Front müssten. Wer will denn so etwas?

  • musenroessle  On Juni 13, 2012 at 14:58

    Ja ja, unser Bundespräsident der Herzen…

    Ich bin jetzt schon gespannt, wer dem im Amte nachfolgen wird…

    Es dürfte schwierig werden jemand zu finden, der das noch unterbietet, aber ich bin da ganz unbesorgt: Unsere Politiker schaffen das schon!

  • T. Albert  On Juni 13, 2012 at 21:43

    @chriwi
    Ja, das kann sein. Ich bin nur einfach irre misstrauisch, weil ich dem Guttenberg seit er heldenhaft für alle Mithelden von „Krieg“ sprach, genau zugehört habe. Die „Abschaffung“ des Kriegsdienstes für Alle gibts schlicht nicht, nur ein Ruhen.
    Ich habe auch 1980, als an dem Standort, an dem ich war, wegen Afghanistan die Angst umlief, keine Kinder aus reichen Haushalten getroffen, aus bürgerlichen ja, aber auch von uns bessergestellten wussten manche Eltern ihre Söhne aus der Sache rauszuhalten. Mir schien immer, dass das die CDU- und FDP-Eltern waren, weiss aber nicht mehr, ob das so stimmte.
    Aber die schaffen das nicht alles einfach ab, denn den Armen wurden die Aufstiegschancen ja immer schon vorgegauckelt, allerdings kam man ohne Abitur auch nicht allzu weit. Ich weiss nicht, wie das jetzt ist.

  • bernd_r  On Juni 14, 2012 at 04:06

    Und unser jetziger „Verteidigungsminister“ sagte dazu folgendes:
    „Wir müssen uns als deutsche Gesellschaft jetzt auch wieder daran gewöhnen,
    daß versehrte Menschen aus dem Afghanistan-Einsatz ins Straßenbild gehören.“
    Bundeswehrminister Thomas de Maizière (CDU) in Bild am Sonntag

    Also: Auge weg, Bein ab; Krücke, Arm ab, Blah blah…
    Als Jugendlicher wußte ich noch, daß man in der Straßenbahn diesen Leuten den Sitzplatz anzubieten hatte: Ergebnisse des zweiten Weltkriegs…
    Deutlicher geht’s wohl nicht mehr!

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