Die Massaker in Syrien

Für den Kenner, für den, der sich mit der Kriegspropaganda der vergangenen Jahrzehnte, insbesondere jener seit dem post-cold-war, befasst hat, ist das jetzt nicht wirklich überraschend; das Kriegsgeschrei (zum x-ten mal muss ein Auschwitz verhindert werden oder so) stank von Anbeginn an nach Brutkästen.

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Kommentare

  • chriwi  On Juni 12, 2012 at 12:04

    In Libyen wurde der Krieg auch forciert. Nun merkt man, dass die Rebellegruppen kein Stück besser sind. In meinen Augen soll man die Menschen dort in Ruhe lassen. Es ist ein Bürgerkrieg. 90% der Meldungen sind Propaganda von der einen oder anderen Seite. Trotzdem weiß es jeder besser. Einfacher wäre es gesicherte Flüchtlingslager einzurichten und den Friedensprozess vorranzutreiben. Bombe schaffen ganz sicher keinen Frieden.

  • hANNES wURST  On Juni 12, 2012 at 12:48

    Der Spiegel macht es uns noch brutkastiger: http://www.spiegel.de/politik/ausland/gewalt-gegen-kinder-uno-setzt-syrien-auf-liste-der-schande-a-838272.html

    Leider kann unsereins nicht wissen, was daran Wahrheit oder Lüge ist. Es ist nicht auszuschließen, dass Assad angesichts einer zunehmend hochgerüsteten Rebellion zu drastischen Methoden greift. Diese moralische Drohkulisse ängstigt die Bürger im Westen. Fear is the path to the dark side. Fear leads to anger. Anger leads to hate. Hate leads to suffering. Wären die Kollateralschäden ausgeglichen von Syrien und dem Westen zu tragen, dann wäre die Angst wahrscheinlich beherrschbar und die Umstände würden genauestens geprüft. Wie es ist kommt der Westen jedoch mit spärlichen, wahrscheinlich gefälschten Indizien aus. An die Verarsche haben wir uns längst gewöhnt, siehe Beweise für das Irakische Waffenprogramm.

    China und Russland werden den Preis für ihr Einverständnis noch hochtreiben, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die NATO schon bald wieder Bomben regnen lässt steigt.

  • Yevgenij  On Juni 17, 2012 at 18:39

    Hallo, Harmut! Es tut mir leid, aber Du arbeitest nach dem – ich nenne es so- David-Irving-Prinzip. Auch Irving deckte eine Menge Lügen über Holocaust auf- z.B. es gab keine Verarbeitung zur Seife- und machte daraus die Konsequenz, den Holocaust an sich hätte es nicht- od. zumindest nicht im „von ofizieller Propaganda“ vorgetragenem Ausmaß gegeben.

    Genauso ist es mit Brutkasten: das heißt nicht, es hätte in Kuwait nichts gegeben und es heißt noch weniger, auch Anfal-Offensive 1988 hätte es nicht gegeben.

    Zu Syrien: wenn UN schon Siryen rügt- heiß es für mich was- sonst ist UN v.a. bei Israel schnell.

    zur syrischen Opposition: ich stimme Barry Rubin zu wenn er parallele zum spanischen Bürgerkrieg sieht. Auch dort will kein Linker von Massakern und antijüdischen Pogromen seitens der Teile der Republikaner wissen- anderseits kämpfte auf den Seiten der Frankisten z.B. Giorgio Perlasca, der zukünftige Rettter de Juden von Budapest.

    es gab nicht „die“ Republikaner“- und es gibt nicht „die syrische Opposition“

  • T. Albert  On Juni 18, 2012 at 11:15

    wie wärs denn mal mit quellen:“ dort will kein Linker von Massakern und antijüdischen Pogromen seitens der Teile der Republikaner wissen-“ – was ja sein mag, aber quellen wären nicht schlecht.
    perlasca:
    ja, da hat ein antideutscher faschist antifaschistisch gehandelt.
    abere was ist das für ein beleidigender käse, hier arbeite jemand nach einem „david-dings-prinzip“?

  • Yevgenij  On Juni 21, 2012 at 11:39

    @TAlbert, Schade, die diskussion läuft irgendwie nicht weiter, dabei finde ich gerade mit Ihnen könnten wir viel besprechen 🙂

    • hanneswurst  On Juni 21, 2012 at 12:57

      @Yevgenij: Leider ist der Verfasser dieses Blogs sehr diskussionsfaul, zumindest in letzter Zeit. In den Anfangszeiten wurden Blogs ja auch gerne als „liebes Tagebuch“ Ersatz geführt.

      Das Irving-Argument halte ich für sinnlos. Nicht nur, weil Irving erwiesenermaßen ein leidenschaftlicher Geschichtsfälscher ist und damit eine eventuelle faktische Aufdeckung von irgendetwas von ihm kaum ernstgenommen werden kann. Es ist auch deshalb sinnlos, weil es quasi statuiert, dass in bestimmten Kontexten, maßgeblich wenn es um Völkermorde geht, Argumente nicht mehr – oder zumindest nicht mehr viel – zählen dürfen. Aus Vorsicht sollte dieser Logik folgend das Argument gegen das Vorhandensein von Gräueltaten nicht ernstgenommen werden, weil das Schadenspotential zu groß ist. Allerdings muss man sich vergegenwärtigen, dass das Schadenspotential in Syrien bei einer Nichtwahrnehmung dieser Argumente sehr viel größer sein könnte; Syrien könnte ohne Weiteres durch einen NATO-Angriff jeder Infrastruktur und Prosperität beraubt werden, abgesehen von massiven Kollateralschäden.

      Was in Syrien wirklich passiert kann am ehesten aus Parallelen zu Tunesien, Ägypten und Libyen abgelesen werden. Jeder dieser Umstürze (die Geschichtsschreibung wir zeigen, ob in Libyen eine Revolution oder eine Invasion stattfand) war in unterschiedlichem Maße vom Westen getrieben. Dabei wurden vor allem in Libyen massiv Falschmeldungen als Propaganda gegen die Regierung verwendet, zum Beispiel die Meldung dass Kampfflugzeuge gegen Demonstranten eingesetzt wurden (eine sehr gute Untersuchung dazu: http://www.lettre.de/beitrag/roberts-hugh_was-geschah-libyen)

      Summa Summarum meine ich, dass es einem normalen Wähler nicht möglich ist, die Situation in Syrien zu beurteilen. Daher ist jede Form der militärischen Intervention konsequent abzulehnen.

  • Yevgenij  On Juni 21, 2012 at 13:32

    @Hanneswurst: mir ging es nicht um militärische Intervention , die ich auch ablehne, mir gehts um Prinzip. Ich wiederhole, ich vergleiche Harmut nicht mit Irving, es geht nur darum, daß man gerne gerade USrael kompletter Lüge bezichtigt, wenn nur einges nicht stimmet, bei anderen Ländern ist es anders.
    z.B. bzgl. Ruanda lügten Mitterand, deVillepin u.v.a.- na und?

    Ich wünsche mir, daß eine demokratische Regierung in Syrien an die Macht kommt, die auch ggb. Israel normale syrische Interessen normal artikuliert (z.b. golan-rückgabe, Abkommen über Wassernutzung, Entschädigungsforderungen) anstatt Ex-Nazis Asyl zu gewähren, Hitler zu loben und Juden alles möglicher zu bezichtigen.
    Assad gilt vieln als moderat- bei Juden ist das nicht so.

    Natürlich ist es bezeichnend, daß selbst „Feindbild Israel“ nicht reicht, um die ganze syrische Gesellschaft zu vereinigen, die Probleme müßten also ziemlich tief und grundlegend sein!

    • hanneswurst  On Juni 21, 2012 at 13:56

      Das Verhältnis zwischen Syrien und Israel könnte besser sein, die Frage ist jedoch, ob es nach einem Machtwechsel tatsächlich besser wird. Ebenso könnte ich mir eine Revolution in Israel wünschen, damit das Verhältnis zum Libanon und zu den Palestinensern davon profitiert. So drücken das im Übrigen so aus, als wenn Sie sich selber nicht ganz sicher sind, ob das Regime in Syrien der Hemmschuh für bessere Beziehungen ist oder die verhärtete Verhandlunsposition der Israelis.

      • Yevgenij  On Juni 21, 2012 at 16:07

        Nein , gerade in diesem Punkt bin ich ziemlich sicher: im Jahre ca. 1993/4, als Rabin Golanhöhen doch zurückgeben wollte, tauchte in der syrischen Regierungszeichen eine Leitartikel auf, in dem stand, die Juden hätten Holocaust erfunden um die Welt auszurauben, stand in FR. so kannn es natürlich nicht gehen.

        Und übrigens, betrifft eher Iran: man nehme an, Paul Kagame (Präsident Ruandas) würde Nukis anstreben um mit Frankreich fü Genozid 1994 abzurechnen?

  • T. Albert  On Juni 21, 2012 at 16:29

    @Yevgenij
    Ja, schade. Ich komme gerade nicht richtig mit, weil ich ausnahmsweise mal arbeiten muss – was glücklicherweise nicht oft vorkommt :-))
    Aber ich habe den Artikel über das Preston-Buch gelesen, ehrlich gesagt komme ich mit der Schlussfolgerung Prestons und des Artikels zu den Anarchisten nicht ganz klar, es ist ja auch nicht richtig, dass sie alles verweigert hätten, schliesslich sind einige in die Regierung eingetreten. Nach wie vor halte ich die Rolle der Stalinisten (kommunisten nenne ich die ja nicht) bis heute, zur „Krise“ (span. Staatsschatz), für diskussionswürdiger beim zerstören der Republik – entsprechend meinen Quellen.
    Bis später.

    • Yevgenij  On Juni 22, 2012 at 03:17

      Die unselige Rolle der Stalinisten , aber auch vieler totalitärer und judenfeindlicher Früh-Linker (man kann sie auch Pseudo-Linke nennen, das Problem bleibt) ist immer noch nicht ausgestanden, daher sind die Nahost-Diskussionen so hitzig- genauso wie zB. über bosnien-Krieg-es geht um viel mehr!

  • Yevgenij  On Juni 23, 2012 at 20:31

    http://www.hrw.org/news/2012/06/15/syria-sexual-assault-detention

    von HRW, aus Houla/Hula gibt‘ esnoch kein HRW-Bericht, also abwarten, das Problem – und das meine ich mit Irving-Prinzip- ist, daß selbst wenn ZB rebellen für Hula verantwortlich sind, bedeutet das nicht 1) daß die ganze Opposition so ist 2) daß Assads Truppen nichts/weniger ähnliches machen 3) daß Assad moderat ist, wie gesagft, die Nazis und holocaust werden in ofiziellen syrischen Medien öffentlich gelobt. Umgekhrt wenn Assds Leute es waren – die Entlastung der rebellen nur in diesem konkreten Fall, in deren Fällen können sie verantwortlich sen, also stimme ich Barry Rubion erneut zu!

  • Yevgenij  On Juni 24, 2012 at 07:42

    http://taz.de/Antwort-auf-Rafik-Schami/Kommentare/!c89947/

    die obersten ca. 5 Kommentare sind interessant, obwohl fast entgegengesetzt!

    die sog. „gemäßigten“ nicht-islamistischen, kompromissbereiten Oppositionellen sind einfach ordinäre Nazis!

    Ich kann es mir vorstellen, daß die für Deutsche oder Russen bessere Alternative als Islamisten sind- uns, Juden, ist es egal- so ist leider die Realität, es ist aber erstaunlich, wie leicht sich Todenhöfer solche Zeugen ungeprüft aussucht.

  • Yevgenij  On Juli 23, 2012 at 21:22

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-zeugen-berichten-ueber-das-massaker-von-hula-a-845936.html

    Heute im Spiegel. Wie gesagt, wenn die Seite A fürs Massaker nicht verantwortlich ist bedeutet dies weder daß diese Seite insgesamt unschuldig ist noch daß die Gegenseite B insgesamt unshuldig ist.

    Was mich langsam nervt: in Foren schimpfen Assad-Fans auf USrael, obwohl es v.a. UK, Frankreich und die Türkei sind die Assad stürzen wollen- aus welchen eigenen Gründen auch immer.

    • hanneswurst  On Juli 23, 2012 at 22:18

      Ich hege die Hoffnung, dass der Konflikt in Syrien, so schmerzvoll die schon erbrachten Opfer sind und noch sein werden, ohne weitere militärische Intervention (interveniert wird sicherlich schon, aber noch nicht offen und so invasiv wie z.B. in Libyen) beendet werden kann. Das wäre das bessere Ergebnis, egal ob das Regime Assad die Macht halten kann oder nicht.

      Völlig richtig ist, dass sich vor allem Frankreich (und Großbritannien in der zweiten Reihe) und jetzt aktuell die Türkei weit aus dem Fernster lehnen, ja geradezu interventionsverliebt sind. Was das genau soll ist mir ein Rätsel, bei Sarkozy habe ich es auf Populismus geschoben, bei Erdogan sind es vielleicht handfeste geopolitische Interessen. In Libyen spielte sicherlich auch der Einfluss auf das Öl eine Rolle, dieses Motiv fehlt in Syrien.

      Ein Glück ist in jedem Fall, dass Russland und China in Bezug auf Syrien bisher standfest bleiben. Russland hat sich mit der sogenannten „Flugverbotszone“ über Libyen vorerst auch genug verarschen lassen.

      • Yevgenij  On Juli 23, 2012 at 23:41

        Jein…Rußland hätte seinerseits Assad- nicht nur ggb. der eigenen Opposition sondern auch ggb. Israel mäßigen können, es kann einfach nicht angehen, Golan zurückzuverlangen und gleichzeitig im Fernsehen Holocaust zu preisen. Und die Oppositionelle die Todenhöfer gefunden hat- tut mir leid, es sind panarabistische Nazis, die werden mit juden nie einen Frieden haben wollen. Wie gesagt, Rußland hätte auch seinerseits auf die Deeskalation arbeiten können- tut es aber nicht- auch aus welchen Gründen auch immer.

        Damit ist die Stuation offen-sch…für alle. Hätte Assad zu Beginn der Proteste weniger geschossen (s. AI- und medico-Berichte, beide keine Freunde USA‘ und IL‘), wäre evtl. eine Große Koalition mit Assad an die MAcht gekommen (z.B. Assads Aleviten, Sunniten, Christen und Kurden), die normal mit Israel verhandeln würde.

        Jetzt sieht es so aus: gewinnt Assad- rächt er sich u.a. an Israel, und nicht nur in der arabischen Welt sondern auch in Europa werden alle Finger auf USrael richten, Erdogan und Hollande (nicht Sarkozy ist heute President, sondern ein Sozialist, der nur Schwer als Amrionette USraels sein kann) sind gleich
        vergessen.

        gewinnt die Opposition- es ist total unklar was passiert, welche Kräfte sich
        innerhalb dieser amorphen MAsse durchsetzen.

        Mir sind 2 Sachen wichtig: 1) ggb.Juden ist Assad weder moderat noch tolerant ; 2) rein allgemein ist die Zerstrittenheit einer Opposition an sich kein Argument gegen diese Opposition, s.z.B. Republikaner im spanischen Bürgerkrieg.

        • hanneswurst  On Juli 24, 2012 at 21:59

          Zu Ihren zwei wichtigen Sachen: 1) Ich hatte immer die Hoffnung, das Assad – der sich aufgrund seiner Nähe zum Iran und zur Hisbollah natürlich schwer mit einem Friedenskurs mit Israel tut – dennoch mittelfristig auf einen jordanischen Kurs geht. Vielleicht Wunschdenken, aber mein Eindruck war, dass das Regime Assad, wenn man das schwere Erbe, die israelfeindliche Tradition usw. bedenkt, immer noch „relativ“ besonnen gehandelt hat. 2) Es ist zu hoffen, dass ein Machtwechsel bessere Beziehungen zu Israel ermöglicht, jedenfalls kann mit einer Tradition gebrochen werden. Garantien dafür gibt es natürlich keine, wie in Libyen steht man einer Wundertüte gegenüber. Solange in Syrien eine beinahe echte Revolution stattfindet, solange also die NATO am Boden bleibt, habe ich da auch nichts gegen und wünsche dem Land ein möglichst kleines Opfer. Ich bin vor acht Jahren durch Syrien gereist und war in jeder Hinsicht von Land und Leuten angetan. Wäre natürlich schön gewesen, wenn ich Israel hätte bereisen können und ohne zweiten Reisepass durch Syrien hätte zurückreisen können. Vielleicht funktioniert das in zehn, zwanzig Jahren.

  • Yevgenij  On Juli 24, 2012 at 22:22

    wissen Sie , „relativ besonnen“ ist so eine Sache: für kalten Frieden mag es ausreichen- für einen echten auf keinen Fall. Das Schlimme ist- es sind aus europäischer Sicht scheinbar die „Gemäßigten/Vernünftigen“ in Syrien, die gleichzeitig die judenfeindlichsten, ja die nazistischsten sind, das ist ein Problem das von Europa, v.a. Deutschalnd und Frankreich, in Syrien „mitgestaltet“ wurde, beginnend mit Damaskus blood libel in der Mitte des 19jh.

    Da ist der Iran deutlich weniger judenfeindlich.- diese Feindschaft zu Israel ist irrational. Auch Rußland hilft übrigens Iran nicht wirklich – wie sonst ist zu erklären, daß Putin in Israel das Thema des Cyber-Krieges gar nicht ansprach?
    Auch Rußland hat evtl. Angst, daß der Iran irgendwann auf die Idee kommt, für die Unterstützung Saddam husseins durch die UdSSr und russ./sowj. Kolonisierung bis 1940 Forderungen zu stellen.

    PS: heute ZB in der ZEIT: bei der syr. Oppositionhaben sich gemäßigte Kräfte durchgesetzt, die eine Übergangsregierung ohne Assad (er darf abtreten) aber mit seinen Leuten als Chefs unterstützen, klingt nicht schlecht.

  • Yevgenij  On Juli 26, 2012 at 07:25

    http://jungle-world.com/von-tunis-nach-teheran/1787/

    und auch zu Hula.

    Ich denke, Sie unterschätzen das Problem, daß gerade in Syrien der Antisemitismus nicht islam(ist)ischen Ursprungs ist, es begann um 1860 +/- 10 Jahre mit Damaskus blood libel, die vom französischen Diplomatiekorps bzw. Teilen davon mitorkestriert wurde.
    Weiterhin spielt die Baath-Ideologie eine große Rolle, wie ich mehrmals geschrieben habe, sind Todenhöfers Oppositionelle nur Baathisten anderer Richtung, und diese Ideologie ist NS-Verwandt, viele Nazis haben sie mitaufgebaut.

    Assad sieht so liberal und tolerant aus, umgeben von allen Religionen- die Juden schließt die Baath-Ideologie aus, Assad’Verteidigungsminister veröffentlichte ein Pmaphlet in dem er blood libel und Protokolle wiederbelebt.

    aus dieser Sicht ist das IL-freundlichste Land in der Region …. der IRAN !
    Übrigens hat Putin in Israel nichts wgen der Attentate auf iranische Wissenschaftler und Cyber-Krieg gesagt, es könnte bedeuten, daß auch Rußland nicht wirklich am atomaren Iran interessiert ist und Israel auch mit Rußland alles abspricht.

  • Yevgenij  On Juli 27, 2012 at 11:24

    http://taz.de/Buergerkrieg-in-Syrien/!98075/

    aus kurdischer Sicht – die ganze Problematik geballt!

    schade, die Diskussion verickert 😦

  • hanneswurst  On August 6, 2012 at 00:07

    Ich möchte die Diskussion gar nicht versickern lassen, habe aber keinen interessanten neuen Input. Was die Israelfreundlichkeit Syriens betrifft, sind wir offenbar unterschiedlicher Meinung. Das Ausmaß des latenten Antisemitismus in Syrien kann ich nicht quantifizieren. Ob es nach Assad besser wird, weiß ich nicht. Mir geht es in der Sache auch mehr um das Wohl des syrischen Volks, da befinden sich die Beziehungen zu Israel, auch wenn sie insgesamt nicht unwichtig sind, erst einmal nicht im Zentrum meines Interesses. Auch die politischen Qualitäten und Unarten der Baath-Partei, die ich grob in die Reihe der links-autoritären Regimes wie Ex-Libyen, Venezuela, Kuba einreihen würde, sind natürlich von Bedeutung, die Bedeutung wird jedoch deutlich geschmälert, wenn Aleppo in einem Konflikt über die politische Zukunft zerfleddert wird. Mit anderen Worten: der Preis könnte für Syrien zu hoch sein, vor allem weil das was nach Assad kommt nicht zwangsläufig die bessere politische Alternative darstellt. Die Aggressoren in diesem Konflikt sind meiner Meinung nach die Aufständigen. Sie müssen beweisen, dass sie derart breite Unterstützung im Volk genießen, dass die Revolution möglichst unblutig und ohne NATO Einsatz gelingt. Die vorsichtige Haltung der – in diesen Konflikten meist besonnen agierenden – Kurden ist meiner Meinung nach ein Indiz dafür, dass die Situation innerhalb Syriens zumindest uneinheitlich eingeschätzt wird.

    Noch einmal – eher als Randnotiz, denn wie gesagt ist dies meiner Meinung nach nicht wesentlich für den aktuellen Konflikt in Syrien – einige Bemerkungen zur Stellung Israels. Dass der latente Antisemitismus im Iran eher kleiner ist als in Syrien ist mir neu, gerne würde ich mehr darüber erfahren, es ist zunächst eine gute Nachricht denn die „offizielle“ Einstellung des Iran zu Israel ist unerträglich, wenn auch nicht so unerträglich wie sie in den deutschen Medien gerne dargestellt wird. Verschwörungstheorien in Bezug auf die Juden sind lange tradiert und vielfältig, meiner Meinung nach vor allem ein Produkt der jüdischen Erfolge. Ob Syrien sich da besonders hervortut weiß ich nicht, bisher kam es mir nicht so vor. Auch in den USA musste ich nicht lange zu warten, um mit antisemitischen Bemerkungen konfrontiert zu werden. Inwiefern Assad den Antisemitismus gepflegt hat, weiß ich nicht, die faktischen Handlungen schienen jedoch über Drohen und Ducken nicht hinauszugehen.

    • Yevgenij  On August 7, 2012 at 14:35

      http://www.boell.de/internationalepolitik/aussensicherheit/aussen-sicherheit-schutzverantwortung-internationale-gemeinschaft-syrien-15206.html

      von Grünen- viel zum Nachdenken. Volker Perthes von SWP schätzt die syrische Gesellschaft als 4/4: je 25% sind für Assad, militant gegen Assad, gegen Assad aber nicht um jeden Preis und egal was- wir wollen Ruhe. Damit haben die Aufständischen eine höchstens relative Mehrheit, Assad hat aber keine hinter sich.

      Das Problematische ist daß die 25% für Assad am ehesten zu >95% Alaviten und Christen sind, 25 % militante Gegner zu einem nicht geringen Teil Islamisten, und Kurden nutzen ihre Chance, um sich gegen Assad UND Aufständische abzugrenzen und eigene Autonomie zu schaffen.

      Damit besteht eine große Gefahr für Syrien als Staat und die der Feindschaft versciedener Ethnien/Religionen gegeneinander, das sehe ich natürlich!

      Ich vermute aber daß Assad weiß/wußte, daß er keine Mehrheit hinter sich hat(te) und daher hat er die Nerven verloren. Viele hochrangige Überläufer sind für mich Windleute die sich für stärkere Seite entscheiden, aber gerade die Existenz dieser Windleute zeigt wie instabil und korrupt das System Assad (gewesen) ist – die Leute haben zu ihm nicht aus Überzeugung gehalten.

      Über Ihre Erfahrungen in den USA würde ich gerne mehr erfahren 🙂

  • hanneswurst  On August 13, 2012 at 15:07

    Sie schulden mir noch Informationen über den Umgang mit Juden im Iran. Ich gehe in Vorleistung, und schreibe ein paar Sätze über meine Erlebnisse mit amerikanischen Kollegen (alle aus Ingenieurs- / Managementberufen), die allerdings schon 15 Jahre auf dem Buckel haben. So stand ich zum Beispiel dabei, als ein Vice President dem CEO einer mittelständischen Firma von einem Kollegen berichtete, der mehrfach bestimmte Pflichten hinausgeschoben hatte. Dieser Kollege war auch tatsächlich ein „Basket Hanger“, wie ich selber erfahren hatte. Dass er Jude war, erfuhr ich weil der CEO so reagierte: „It’s that jewish thing, you know?“ Er meinte damit – was ich nach und nach herausbekommen habe, weil mir ähnliche Begebenheiten ungefähr noch drei Mal passiert sind – dass es typisch jüdisch sei, beruflich ohne echte Einsatzbereitschaft und stattdessen mit Geschick und auch mit der Bereitschaft Kollegen auszunutzen weiterzukommen. Was wiederum Verhaltensweisen sind, die fast jeder an den Tag legt, der Karriere macht – aber in diesem Fall – einfach weil der betreffende Kollege ein Jude war – war es ein „jewish thing“. Vorurteile über Juden dürfen in den USA – so war mein Eindruck (ich war in den 90ern häufig in New York und Chicago, meistens drei bis acht Wochen am Stück) relativ unverblümt ausgesprochen werden, während Vorurteile über Afroamerikaner wesentlich subtiler übermittelt werden – mehr durch körperliches Unbehagen und Ausweichen.

    Umgekehrt gibt es auch viele positive Vorurteile über Juden in den USA. Ein amerikanischer Kollege von mir versuchte seine Ernährung den jüdischen Speisegesetzen anzupassen, weil er meinte, dass doch irgendetwas dran sein müsste, weil er so viele intelligente Juden kennt. Aber auch solche positiven Vorurteile können den Weg in die Verderbnis ebnen. Dazu habe ich (unter Punkt 3) hier etwas geschrieben: http://hanneswurst.wordpress.com/2009/10/21/fall-sarrazin-sloterdijk-fordert-absolution-fur-rechtsabgerutschten-bundesbankvorstand/

    • Yevgenij  On August 16, 2012 at 19:49

      Vielen Dank! Ich denke, der Unterschied Europa vs USA bzgl. der Juden wird falsch eingeschätzt. Es ist möglich, daß der Anteil der „harten“ Antisemiten in den USA höher ist als in – zumindest West-EU- Ländern, das ist aber noch nicht alles. Es ist leider so daß Juden in Europa über Jahrhunderte diejenigen waren die sich „ganz hinten anstellen“ mußten, während in den USA – im Land der von Europa unerwünschten- Juden ungefähr nicht anders als Andere waren und sind. Es ist natürlich Pauschalisierung, aber am Satz „Europeans are used to see jews as underdogs while americans regard jews as not better/worse than other people.“ ist was dran.

      Über Iran gabe es einen Artikel in der ZEIT: ein junger ist. Autor hat 100 Iraner beim Facebook angeschrieben- und am nächsten Tag hatte er 100 neue Freunde, das bestätigt auch meine persönliche Erfahrung. Man muß bedenken, wegen Saddams Angriff könnte Iran fast jedes Land belangen, auch Rußland- Israel gehört aber nicht dazu.

  • Yevgenij  On August 17, 2012 at 15:06

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/13735

    Immer mehr Details- und da liegt immer der Teufel. Das Tragische: auch wenn Assad jr. irgendwelche Veränderungen einleitete- die Jahrzehnte davon hatten ihre Sache getan

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