Weserradweg 6 – Nienburg an der Weser

Das nächste Ziel war natürlich Nienburg/Weser. Nienburg/Weser zeichnet sich durch diverse Dinge aus. Vor allem Zwei: Der m.W. südlichste Kirchenbau der norddeutschen Backsteingotik ist St. Martin, und auch eine der wichtigsten Kriminalromanautoren wurde dort geboren. Faule Witzchen beiseite: Es ist in der Tat meine Geburtsstadt. Und ich liebe sie. Trotz „Weserenaissance“

Das hier müsste Estorf (auf der Fahrt nach Nienburg) sein:

So!

Die Weserwiesen bei Nienburg. Erich von Hallachs („Post vom Tango-Jüngling“) ging hier mit der von ihm Beschubsten spazieren. Nienburg spielt kriminalgeschichtlich gewisse Rollen…

Einfahrt nach Nienburg. Im Hintergrund St. Martin:

Nienburger Rathaus:

St. Martin. Der Turm wurde Ende des 19. Jdts., ähnlich wie der Turm des schleswiger Doms, angepappt, und hier sogar noch peinlicher als in Schleswig. Ich vermute – ohne Beleg -, dass das damals preussisch, also protestantisch geprägte Deutschland der im neogotischen Stil erfolgten Vollendung des röm.-kath. Kölner Doms etwas sozusagen protestantisch gleichwertiges entgegen setzen wollte.

St. Martin ohne Turm…

Marienstr. 10. Das ist aber ein Private…

Am Wasserturm bin ich vorbei gefahren; ebenso an dem Kino, in dem ich meinen ersten Kinofilm sah (Räuber Hotzenplotz mit Gert Fröbe als Räuber Hotzenplotz…).

Hier ein Blick auf Nienburg vom Norden aus, rechts der Weser:

Den Giebichenstein bei Stöckse haben wir leider nicht sehen können. Haben wir Jungs damals mit Vatting mehrfach angewandert. Bei nochmaliger Weserradwegfahrt würde ich den Giebichenstein zur conditio sine qua non machen. Will ich unbedingt noch mal sehen…

Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

Kommentare

  • T. Albert  On Mai 16, 2012 at 14:40

    Wieso denn *trotz Weserrenaissance“? Sieht doch alles schön aus, ausserdem sehr interessant, wie auch die peinlich angeklebten Türme ja von einigem erzählen, und sei von der Tugend aus Not.

    • hf99  On Mai 16, 2012 at 15:34

      der Wiki-Artikel erklärts ganz gut. „Weserrenaissance“ als angeblich eigenständiger Baustil ist eine nationalistische Kaiserreichsprojektion. Zu den diversen im 19. Jhd. neogotisch angepappten Kirchtürmen: yep, die haben inzwischen ihre eigene Geschichte (der Turm von St. Martin in Nieburg ist dann nicht einmal ausschließlich neogotisch, sondern mit Burgzinnen nochmals verpeinlicht).

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: