Hey Puppe, Du kommst mit mir!?

Ich bin ja selber Schuld! Seit dem DFB-Pokalfinale 1976 bin ich, mea maxima culpa, HSV-Fan. Und als solcher übrigens mehr als leidgeprüft. Aber was Torsten Fink da heute verbal unter sich gelassen haben soll, geht ja mal gar nicht.

Mitte Oktober 2011 hatte er das Amt als Nachfolger von Michael Oenning bei den Rothosen übernommen. Für ihn sei der „Auftrag, die Mannschaft da durchzuführen“, eine große Verantwortung gewesen. In der kommenden Runde will er die Mentalität im Kader verändern. „Wir müssen jedes Spiel gewinnen wollen. Ein Spieler muss weiterkommen wollen. Das ist die Charaktereigenschaft Siegeswillen, die hatten sie nicht‘, fordert der Coach unmissverständlich eine andere Einstellung. Um das in die Köpfe seiner Spieler zu bekommen, zog er dafür einen ungewöhnlichen Vergleich: „Wenn man in die Disco geht und die schönste Frau haben will und sagt: Hör mal, willst du mit mir gehen? So klappt das nicht. Man muss sagen: Hey Puppe, ich bin der geilste Typ, du kommst mit mir! Man muss etwas wirklich wollen und das ausstrahlen.“

Wie peinlich ist das denn? Hat er unsere work-hard-play-hard-Debatte verfolgt, aber missverstanden? Lernt man solchen Blödsinn in der Münchener P 1? Hat er zu viel Selbstmanagementseminare besucht (dort wird einem ähnlicher Unfug verklickert…)? Oder sollten diverse Frauen im Lande tatsächlich so dumm sein und Fink gar Recht haben?

Jürgen Hunke versuchte mal, durch den Hexer Bretzlaff den FC St. Pauli in die zweite Liga zu „hexen“. Da war für jeden HSV-Fan schon mal massiv fremdschämen angesagt. Das hier ist aber wohl noch schlimmer… Hey Puppe…wenn der HSV nächste Saison wieder nicht absteigt, darfste Dich für mich flachlegen. „War ich gut, Puppe?“, frug der Macho, nachdem sie ihm einen geblasen hat. Dass Fussball Fickersatz ist, war mir vorher klar. Aber man hielt es bisher doch etwas unterm Paletot…

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Kommentare

  • chriwi  On Mai 6, 2012 at 11:03

    Irgendwie wird unterstellt, dass die Mannschaften (wenn sie verlieren) gar nicht gewinnen wollten. Das ist der leidige Glaube, wenn man etwas wirklich will dann geht es auch in erfüllung.

  • Noergler  On Mai 6, 2012 at 12:24

    Wenn ein Spieler äußert, nein, ich bin nicht motiviert und habe keinerlei Siegeswillen, dann müssen Sie, Torsten Fink, sich keine Sorgen machen. Denn bekanntlich meint ein Spieler, wenn er „Nein“ sagt, in Wahrheit „Ja“.

  • ziggev  On Mai 6, 2012 at 21:20

    danke, chriwi, für den Link/Video!

    was die Eso-Sache anbetrifft, sind in der dargestellten Art der Täuschungsmanöver einige Dinge falsch. das Schlechte, das Böse herbeizuwünschen (Tsunami, der Japans Küste verwüstet), funktioniert nicht, es sei denn, du glaubst an schwarze Magie oder bist Satanist (welche Verirrungen bekanntlich lediglich durch Manipulation an Macht gewinnen, wir haben es hier mit wahrlich teuflischen Täuschungsmanövern zu tun).

    durch Magie lassen sich nur schlechte Dinge herbeiwünschen als Abwesenheit, sprich als Mangel an Gutem. du kannst bei „der Existenz“ alles „bestellen“, aber eben nur die guten, wenigstens für dich guten Dinge. der Fehler liegt hier im Umkehrschluss. eine Freundin glaubt an Gebete, alle ihre Gebete seien erhört worden. nur habe sie eben nicht immer explizit genug gesagt/gebetet, was sie damit genau nicht gemeint hatte.

    die Vorstellung, dass drei (tibetische, buddhistische, oder wie auch immer) Mönche im Auge einer Atombombenexplosion dieselbe überlebten, ist eine Metapher für die Kraft der Meditation (Hintergrund: „Schleier der Maya“, Dualismus, Non-Dualisms). für alle ernstzunehmenden Esoteriker ist der Satanismus ebenfalls ein Schreckgespenst, weil sie das Böse ebensowenig erklären können.

    Bei den im Film dargestellten Manipulationsverfahren handelt es sich, q.e.d., um satanistische Kräfte.

    Denn: ‚Das Böse, dieser Stz steht fest, ist stets das Gute, was man lässt.‘ (W.Busch)

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