das Inzest-Tabu

Persönliches vorweg: ich habe „nur“ Brüder, keine Schwester, und bin heterosexuell. Inzest ist für mich also etwas theoretisches. Aber selbst meine virtuelle Schwester zu beschlafen stelle ich mir immerhin schwierig vor.

Dennoch, persönliche Gefühle haben hintan zu stehen. Das Inzestverbot – selbstverständlich reden wir allein über konsensualen Sex – ist ja nachgerade Musterbeispiel für eine opferlose Straftat… Hassemers Argumente scheinen mir sehr umsichtig; und seine Argumente gegen eugenische Aspekte schlicht zutreffend. Übrigens: Weiß jemand, warum nur er verurteilt worden ist?

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Kommentare

  • Quax  On April 12, 2012 at 18:14

    Laut Tagesschau nur teilweise schuldfähig.
    „http://www.tagesschau.de/inland/inzest106.html“

  • wolfdieter  On April 12, 2012 at 23:06

    Das Urteil ist eine Schande.

  • Maruku  On November 4, 2012 at 03:19

    Die kulturelle Kategorie „Schwester“ ist genauso subjektiv wie die kulturelle Kategorie „Kind“. Und wahrscheinlich gibt es weit aus mehr Kulturen, die das erlauben, was wir unter Pädophile bezeichnen, als solche, die Dinge tun, die wir als inzestiös bezeichnen. Unsere Gesellschaft stellt beides unter Strafe, weil es eine tiefe Ordnung in Frage stellt, ohne die schlussendlich unsere Kultur nicht weiter funktionieren würde. Verständlich.

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