Gauck: Die ersten Termine

Auch der Stern darf bei der entsetzlichen pro-Gauck-Sattelburscherei natürlich nicht fehlen. „Von präsidialer Unnahbarkeit ist wenig zu spüren“, vermeldet der kritische Qualitätsjournalismus, und: „Mit der Amtsübergabe beginnt für Gauck auch die eigentliche Arbeit. Schon am Dienstag hat er seinen ersten Termin. In der Leipziger Thomaskirche nimmt er an einer Festveranstaltung teil. Donnerstag ist er dann bei der Preisverleihung der Herbert-Quandt-Stiftung in Berlin.“

Axo.

Wer war Herbert Quandt?

Der hier:

Nach dem frühen Tod der Mutter 1918 prägten ihn insbesondere die Auslandsreisen mit seinem Vater. Günther Quandt war inzwischen zu einem der erfolgreichsten Unternehmer in Deutschland aufgestiegen, vornehmlich in der Akkumulatoren-Industrie. Für Herbert Quandt wurde bald eine technische Ausbildung notwendig. Er verbrachte unter anderem mehrere Monate als Praktikant in den USA. In diese Entwicklung hinein kamen die Jahre der Nazi-Herrschaft und des Zweiten Weltkrieges. 1940 trat er in die NSDAP ein.[1] Während der Zeit des Nationalsozialismus war er Vorstandsmitglied der Accumulatoren-Fabrik AG (AFA; seit 1962 VARTA) und an der Seite von Günther Quandt unter anderem Leiter der Personalabteilung.[1] In der Berliner Fabrik der Pertrix-Werke GmbH war er zugleich Betriebsdirektor.[1] In den Werken kamen Zwangsarbeiter zum Einsatz, die ohne Schutz mit hochgiftigen Chemikalien hantieren mussten, was Hunderte mit dem Leben bezahlten.[2]

Nach Einschätzung von Benjamin Ferencz, der bei den Nürnberger Prozessen für die Anklagebehörde arbeitete, wären Herbert Quandt und sein Vater Günther ebenso wie Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, Friedrich Flick und die Verantwortlichen der I.G. Farben als Hauptkriegsverbrecher angeklagt worden, wenn die heute zugänglichen Dokumente den Anklägern damals vorgelegen hätten. Die entscheidenden Dokumente zu ihrem Wirken im Dritten Reich lagen den Behörden in der britischen Besatzungszone vor. Die Briten hielten das Material zurück, weil sie erkannt hatten, welche Bedeutung die Batterieproduktion der AFA auch nach dem Krieg hatte, und die Eigentümer deswegen schonen wollten.[1]

Bürgerliche Freiheits-Moral bei der Arbeit.

Ist mir schlecht…

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