(…) – edit zu Contentfragen

(…) fein, wie schnell sich alles klärt. Manchmal muss man reden. Und manchmal gehts zwar, nach Brecht, auch anders, aber so geht es auch (…)

edit: Und jetzt zur Frage Content im Netz. Ich bin da hin und her. Selbstredend bin ich gegen die Content-Mafia. Es ist schlicht unanständig, einer Familie, in der die 14jährige Göre, der 14jährige Bengel 20, 30 Songs, von Rihanna oder von Miley Cyrus oder Lady Gaga vermutlich, „illegal“ down geloadet hat, quasi in die Privatinsol zu treiben. Die Forderungen, die da, durch eine überforderte Justiz abgenickt, zum Teil erhoben werden, sind unterirdisch. Juristisch liegt hier allemal ein Verstoß gegen das Übermaßverbot vor (ein Song für den privaten Gebrauch = 3.000 €…). Aber es geht in meinen Augen auch nicht an, das Netz, wenn man den derzeitigen Eigentumsbegriff zugrunde legt, als lustige Freeware-Veranstaltung zu begreifen. Also, ich weiß das nicht. Da muss ein Weg gefunden werden ähnlich dem, der damals für leere MCs beschritten wurde – GEMA-Pfennig oder so ähnlich.

Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

Kommentare

  • eb  On Januar 3, 2012 at 19:47

    Vergiss es einfach Hartmut. Die Doppelmoral auf Seiten der freiheitlich Netzaffinen, ist einfach nicht mehr auszuhalten. Mit den Freaks, kriegt man das nicht gebacken. Spiel und Spaß, auf vollem Egoismus-Kanal. Alle reden von Freiheit, Anstand und Fairness, – und ziehen dir dabei das Fell über die Ohren. Und die Gutgläubigen, sind die Schlimmsten dabei. Sorry, my Friend. I know you wish to belive, but the reality is a dog, who sells you a cat.

    Unpassend passendes Video dazu.

    Ich, hab den Glauben verloren, – an diese verlogenen Narren.

  • eb  On Januar 3, 2012 at 21:33

    Korrektur. belive = believe

  • hf99  On Januar 3, 2012 at 23:51

    Hi Elmar

    ja, alles richtig. Dennoch mal zwei Überlegungen – eine fiktive, eine reale.

    Nehmen wir mal an, ich machte einen Film über die End60er/Früh70er. Dazu würden, wie immer man über sie denkt, Songs von Led Zeppelin gehören. Jetzt möchte ich in meinem Film „Communication Breakdown“ 30, 40 Sekunden ANZITIEREN! Einfach nur kurz…ich müsste brav fragen. Und da frage ich mich, warum. Zumal dieses Zitat ja sogar kostenlose Werbung wäre für den Song.

    Realitär war es so, dass in dem Kriminalroman, den irgend ein Blogger jüngst nicht ganz negativ rezensiert hat, wofür ich diesem Blogger an dieser Stelle auch noch einmal danke (ähem, mein Lieber…), ja bekanntlich – Dir bekanntlich – auch insgesamt 7 Gedichte aus der Früh/Prä-Moderne/klassischen Moderne eine gewisse Rolle spielen. Die hätten wir gerne im Anhang abgedruckt. Bei den meisten = über 70 Jahre tot = kein problem. Aber mit Brecht und Benn bekamen wir probleme. Mit Brecht, mit Suhrkamp, genauer gesagt. Die wollten – für einen dokumentarischen Abdruck im Anhang, mit Quellenangabe (= kostenlose Werbung für Suhrkamp) a) 50 Euro haben und b) das Script vorher sehen, um das Daumen hoch/Daumen runter-Spiel spielen zu können. Und da läuft dann was schief. Ikonen der zeit muss man anzitieren dürfen, und zwar ohne vorher reichsuntertänig um Erlaubnis fragen zu müssen.

    Wenn man Deine und meine Texte unter dem erlauchten Deckmantel der Contentfreiheit unerlaubt einscannte und uns, die wir beide für unser Leben harte, mässig bezahlte Jobs machen müssen, um das wenige Entgelt brächte – das wäre widerlich. Aber kurze Passagen zitieren?

    Also wieder mal die beiden Seeungeheuer. ich bin dagegen, mies verdienende Künstler/innen/Textersteller/innen unter dem erlauchten Deckmantel der Contentfreiheit um ihr schmales Entgelt zu bringen. ich bin aber auch dagegen, Zitatfreiheit restriktiv auszulegen. Und dagegen, einen solchen Verstoß dann auch noch drakonisch zu bestrafen. Ich glaube auch, dass bei den Piraten sich da inzwischen eine etwas realistischere Sicht breit macht. Dass auch unsere probleme gesehen werden.

    herzliche Grüße

  • eb  On Januar 4, 2012 at 02:49

    … nicht ganz negativ rezensiert hat
    Du musst dringend an deinem Selbstverständnis arbeiten, und dich entscheiden, welche Seite der Sicht du willst, – die elitäre, die konservative oder die kreative 😉 Die letztere hast du mehr als drauf. Oh, – ja. (Große Verbeugung) Und das hat nichts mit bloggers zu tun. Bezüglich Rezensionen in der Unterscheidung zwischen konservativ literarisch elitärem Verständnis und kreativ künstlerischer Sicht, werde ich mal ein paar versteckte Zeilen tätigen, die manchem schleimigen Rezensenten dieses Literaturbetriebes wahrlich nicht gefallen werden. (Übrigens, immer wieder wieder ein interessantes Thema, das Literaten glauben, sie könnten tatsächlich über Kunst diskutieren. Echt spannend, – aber doch ein wenig arg zu weit aus dem Fenster gelehnt ) Aber da sind wir beim Thema. Ich kann und will nicht auf zwei oder drei Hochzeiten tanzen. Zwei Seeungeheuer, ist eines zu viel. Und die Piraten sind nicht mal Seeungeheuer. Es sind Karpfen. Was rede ich? Stichlinge. Blubbernder Froschlaich. Nicht mal fähig zum schlüpfen. Ich hab einfach keine Lust mehr auf Pfeifen zu warten, die nicht mal wissen was Tabak ist. Wer an meinen Content geht, kriegt was auf die Nudel, dass es kracht. Und wenn es Piraten sind, versenk ich ihnen ihre erbärmliche Jolle.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: