Occupy NY

Mit Dank an Monoma hierfür, wenn man da denn danken mag. Wo wird es enden? Wird es Einsicht, also Menschlichkeit im Fontaneschen Sinn des Begriffs, hervorrufen, oder Haß? Bilder wie diese erzeugen in mir Scham: ich werde morgen früh niemanden okkupieren, denn ich habe morgen früh zu tun.

Weiterhin werden 99 % der zu Recht beschworenen 99 % schweigen – und sich zumindest schämen, hope so -, obwohl alle Welt weiß, wie massiv wir derzeit um Gegenwart und Zukunft betrogen werden. Die Occupy-Bewegung muss aufhören, über die Wall Street zu reden. Verbleibt sie dort, sind lediglich einige talk-show und einige Polit-Karrieren a la Joscka Fischer drin. Sie muss anfangen, über den Kapitalismus zu reden.

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Kommentare

  • mo  On November 18, 2011 at 15:07

    kleiner überblick zum gestrigen tag:

    die weltweite unruhe in bild und ton

    gruß!

  • hanneswurst  On November 18, 2011 at 18:24

    Warum über die Wall Street geredet wird? Weil „Kapitalismus“ ungefähr so konkret ist wie „Egoismus“, warum soll der nicht gleich mitabgeschafft werden. Aber der redliche deutsche Linksintellektuelle muss das natürlich erst in sein durch Hegel, Marx und Adorno gepfostete System einbauen, auch noch mal über Kuba nachdenken, einen Rotwein schlürfen und dann eine Podiumsdiskussion einberufen auf denen er erst mal allen sagt wie gut er sich auskennt und was die Bedingungen für die Möglichkeit einer Weiterführung des Diskurses ist. „Heinz, was ist ‚Bad Bank‘?“ – „Keine Ahnung, hefte das erst einmal unter ND ab.“

    • hf99  On November 18, 2011 at 18:39

      nun, es war metaphorisch gemeint, wie Du ja auch weißt. Wer bloß ein bißchen gegen die pöhsen Zocker wettert (und wenn die wech sind, wird alles alles wieda gutttt, so, wie es die vergangenen Jahrzehnte ja gutttt war), in dem sehe ich leider keinen, der irgend etwas eröffnen könnte. Die vergangenen Jahrzehnte waren nicht guttt, ganz und gar nicht waren sie das. Waffenhandel, verschwinden lassen, Hunger, Kindersoldaten. Weißt Du ja auch!

      • hanneswurst  On November 18, 2011 at 18:57

        Die Zocker bzw. Profiteure von Staatsinsolvenz, Unwissenheit und Krieg sind das Kernproblem, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht, aber das hat natürlich humanitäre Auswirkungen. Man muss nicht gleich die Abschaffung der Energieunternehmen fordern, wenn man keine Kernkraft mehr will. Ebenfalls ist die „Macht der Banken“ weniger bedrohlich, wenn das Investmentbanking und der Handel mit Hebelprodukten durch geeignete Steuern und andere Maßnahmen reguliert werden.

        Wenn die Okkupisten dafür den Weg ebnen, hätten sie mehr erreicht als ATTAC oder die LINKE.

  • mo  On November 20, 2011 at 17:17

    die meiner meinung nach wichtigsten effekte von occupy in den usa werden besonders von deutschen „linken“ bisher zuverlässig ignoriert.

    aber das lässt und wird sich ändern…

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