Heilbronner Phantome

Als vor zweieinhalb Jahren der Fall vom „Heilbronner Phantom“ eine überraschende Wendung nahm, hörte ich es irgendwo – im Netz? im persönlichen Gespräch? ich weiß es nicht mehr… – raunen: da steckten noch „ganz andere Sachen dahinter“. Ich ließ ihn sappeln, dachte mir meinen Teil, denn irgendwo müsse das Verschwörungsgequatsche ja mal ein Ende haben. Ist ja gut, Junge, ist ja gut!

Und jetzt das! „keine Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz“ ist schonmal glatt gelogen. Der Kopf des sog. „Thüringer Heimatschutzes“ war VS-Mitarbeiter, der Thüringer Heimatschutz somit vermutlich überhaupt nur ein Fake des VS; also hat es zumindest indirekt in jedem Fall eine Zusammenarbeit gegeben…

Ich wüsste zu und zu gerne, was Polizeibeamte von diesem Fall halten: Ob der eine oder die andere jetzt doch ihre Haltung überdenken, wenn der Wasserwerfer wieder einmal auf volle Pulle gestellt werden soll, weil ein 67jähriger den Staat in seinen Grundfesten bedroht? Ich bin nicht naiv, ich wusste und weiß natürlich jederzeit, dass es in der deutschen Polizeigeschichte eine Tradition von den Kaiserreichspitzeln über die „Organisation Consul“ – von 33-45 müssen wir jetzt sowieso nicht reden -, über Peter Urbach und dem Oktoberfestattentat bis heute gibt. Aber dass selbst dieser Fall sich jetzt als geheimdienstlich verseucht erweist – ganz ehrlich: das hat mich überrascht. Und da wird einem bange. Soll ich jetzt sagen, genau das sei wohl auch bezweckt worden?

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