„Die Banken müssen bluten“

Vielleicht. Aber nicht in Europa:

Der 50prozentige Verzicht richtet sich nach dem ursprünglichen Wert der griechischen Staatsanleihen, nicht nach dem heutigen. Müssten die Banken ihre Anleihen heute auf dem Markt verkaufen, erhielten sie lediglich ca. 40 Prozent des ursprünglichen Wertes. Mit dem nächtlichen Deal werden nun 50 Prozent garantiert, so dass sie daran sogar noch verdienen.

So ist es. Ich dachte schon, dass der „Krisenmanager Steinbrück“ von keiner PR mehr getoppt werden kann – Irrtum vom Amte:

Heute ist nicht der Tag um zu unken, zu nörgeln und zu lamentieren – heute sollten wir uns freuen, dass der Gipfel VIEL mehr gebracht hat als die meisten Experten erwartet haben. Und wir sollten einmal inne halten – und uns besinnen, dass wir einen Kanzlerin haben, die im Nervenkrieg um die Euro-Rettung cool geblieben ist.

EIN DICKES LOB FÜR UNSERE EURO-FIGHTERIN!

Wie sind Journalisten gebaut, die dergleichen absondern? So? Es sieht ganz danach aus. Die Krise wird natürlich weiter gehen. Das Publikum wird sich ein weiteres Mal übers Ohr hauen lassen. Und Leute wie Roland Nelles, Inga Frenser oder Andreas Thewalt werden uns weiterhin mit Qualitätsjournalismus belästigen.

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