Und wieder (k)ein Sexmob

Heute sind die Urteile wg. Norderstedt gefallen. Für den 14jährigen (sic!), der bekanntlich in U-Haft saß (doppel-sic!) Freispruch, der 34jährige wurde wegen sexueller Nötigung zu Bewährung verurteilt. Zu all den wilden Stories über angebliche Übergriffe in öffentlichen Bädern siehe auch hier.

Zur Wahl

Nur kurz zur Wahl, deren Ergebnis nun wirklich niemanden überraschen kann: Es stimmt ja gar nicht, dass Angela Merkel im letzten Jahr „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ hat singen lassen. In Wahrheit wurden die Asylgesetze im Verlauf des letzten Jahres verschärft. Es stimmt erst recht nicht, dass die Flüchtlinge des letzten Jahres irgend etwas mit den Terroranschlägen (also Amokläufen) der letzten Zeit zu tun haben – so gut wie alle Täter und Tatverdächtigen wurden in Europa geboren und waren im (Klein)Kriminellenmillieu unterwegs (was zum IS allerdings passt).

Aber das Narrativ von der Flüchtlingsfreundin und Terrorzuarbeiterin Angela ist in der Welt und wird sich von dort nicht mehr vertreiben lassen. Insofern hat der schmierige Herr Holm (der ganz genau weiß, was er liefern muss, um solche billigen Wahlerfolge einzufahren) sogar recht: Eigentlich war es das für Merkel. Mal sehen.

Vernunft und Weltbezug

Gibt es irgend einen gemeinsamen Nenner, der die Fälle Köln, Gina-Lisa und Anna Rockel-Loenhoff (dank an die Schrottpresse; kannte ich gar nicht, den Fall) verbindet? Gibt es: Es ist die Realitätsverweigerung. Nach dem, was ich gelernt habe, ist es Pflicht derer, die urteilen (Urteil im philosophischen Sinn, als Urteilsakt verstanden – ist aber natürlich auf den juristischen Sinn übertragbar), die Umstände möglichst umfassend und möglichst vorurteilsfrei zu erfassen. Was einem das reden so erschwert sind die Narrative, Metaphern, Topoi, die eine einfache Geschichte überlagern können und an die die Projektionen so gerne andocken. Grob geschätzt 90 % der Energie, die man in Diskurse steckt, gehen für solchen überflüssigen Kram drauf.

Um es an einem, wie burks immer so gerne sagt, „pädagogisch wertvollen Beispiel“ ab zu machen: Gab es im Rahmen der sog. „Wiedergutmachung“ der Verbrechen Deutschlands in Einzelfällen auch Betrugsversuche? Richtige, statistisch zu erwartende und absolut bedeutungslose Antwort (bedeutungslos über den Einzelfall hinaus): Ja, gab es. Who cares! Stichwort Werner Nachmann. Der Fall Nachmann sagt nur über sich selber etwas aus – er bedeutet nichts. Dass die Judenhasser diesen Fall klammoffen jubelnd begrüßt haben ist schon klar – für Menschen, die einen möglichst vorurteilsfreien Blick auf die Welt anstreben, besagt der Fall gar nichts und darf es auch nicht.

Hat irgend jemand eine interessante Theorie, einen interessanten Ansatz, warum dieser Gedanke, den zu verstehen kein Albert Einsteinscher Intelligenzquotient vonnöten ist, sich so schwer durchsetzen kann? Woher die Macht der Narrative, der „Klischees“ (Arendt)?

 

„Der Horror von Köln“ – Walter van Rossum

Natürlich unterstütze ich dieses Interview, im allerherrlichsten Juristendeutsch, „vollinhaltlich“. Soviel verletzte Eitelkeit aber möchte sein (dass ich sie ehrlich zugebe, mag sie mildern oder verstärken, je nach Geschmack): Alles, was van Rossum – völlig zutreffend! -. sagt, konnte man hier im Blog auch schon lesen, nur eben schon vor 6 Monaten.

„Köln“ ist längst zum Narrativ, fast Topos geworden (wirklich fast?). Sylvester Köln bedeutete den swing-by pro AFD. Historiker werden noch in 100 Jahren – wenn  es dort noch eine Menschheit gibt, und wenn diese Menschheit noch historischen Sinn hat – darüber reden, was in Köln eigentlich passiert ist. Halten wir jetzt schon fest: Es sind, Standard 2016, alle kriminalistischen  Register gezogen worden, die verfügbar waren, alle. Eine SoKo mit ca 100 Ermittlern. Ergebnis: Quasi null.

Aufgrund dieser Anzeigen sind von einer zeitweilig über hundertköpfigen Sonderkommission mit hervorragenden technischen Mitteln in aufwendigster Kleinarbeit bislang 175 Beschuldigte ermittelt worden, davon geht es bei 37 Beschuldigten um Sexualdelikte

(…)

Wenn man die Ereignisse rückblickend halbwegs nüchtern analysiert, dann haben wir eine riesige Zahl an Anzeigen, von denen der überwältigende Anteil – rein strafrechtlich gesehen – Bagatelldelikte zum Inhalt hat. Bis auf die 21 Fälle von versuchter Vergewaltigung im oben beschriebenen Sinne. Ich vermute mal, das entspricht in etwa dem Pensum eines ganz normalen Karnevaltages und vermutlich ist an Karneval die Dunkelziffer – also die Zahl der nicht angezeigten Fälle – noch weit höher. Ansonsten muss man einfach feststellen: Anzeigen sind noch keine erwiesenen Straftaten. Und bis heute weiß niemand auch nur annähernd, wie viele Täter es überhaupt gegeben hat und wie viele sich an den schweren Sexualdelikten beteiligt haben.

Das Narratativ „Köln“ besagt – alles Ableugnen ist zwecklos, screenshots are taken – : In Köln sei eine vertierte, affenartig grunzende, männliche Muselsexmobmenge stundenlang und nicht zu stoppen über „unsere“ (aha!) blonden Frauen hergefallen. Und genau dieses Narrativ war seit spätestens Ende Januar widerlegbar.

War noch was? Ach ja. Wir sind in Deutschland. Da muss man den Disclaimer immer brav mit dazu packen. Da will ich mal ganz artig sein:

Ich bestreite mit keinem Wort und habe es auch nie, dass es in Köln Sylvester 15/16 Straftaten gegeben hat, sicherlich auch schwere, sicherlich auch über Normal Null. Was ich mit rationalen und bis heute nirgends widerlegten Argumenten bestritten hab und weiterhin bestreite ist dies: Dass Sylvester 15/16 in Köln über Stunden hinweg ein  von der Polizei (sie war massiv präsent) nicht kontrollierbarer Mob über Domplatte/Bahnhofsvorfeld gerast ist…ein Mob von vertierten (die völlig durchgeknallte Steuerhinterzieherin und multiple Prozessverliererin Schwarzer glaubt sogar: IS-gesteuerten), männlichen Muslimen.

Bis zum Beweis des Gegenteils (mir wurde bisher keiner angeboten, der den anerkannten Standards der Rationalität genügt) werde ich weiterhin behaupten: In Köln hat 15/16 in Wahrheit gar nichts statt gefunden, was den normalen Großstadt-Party-Wahnsinn wesentlich übersteigt.

 

 

Gina-Lisa und Burka

Ich bin derzeit etwas überarbeitet; zwei Themen haben mich aber beschäftigt:

Team Gina-Lisa… Was mich am Fall Gina-Lisa verstört hat war die Reaktion der Unterstützer. Nach allen Standards rationalen Denkens, nach allen Standards von Kriminologie und Kriminalistik ist Gina-Lisa Lohfink nicht vergewaltigt worden, und das war für jeden, der den Fall kurz recherchierte, auch sonnenklar. Ein guter Anwalt mit Verantwortungsgefühl hätte das übrigens schon nach 5 Minuten überblickt und seine Mandantin entsprechend beraten. Es ist schon bedenklich, mit welcher Konsequenz die „Unterstützer“ dort Realitätsverweigerung betrieben haben. Das war totale Tatsachenresistenz. Es geht bei dem Fall auch um den fatalen Diskurs zur angeblichen „Mikrogewalt“. Ein gefährlicher Begriff, denn er bedeutet den Freibrief für alle Arten von Berufsdenunziantentum. Nebenbei: Vergewaltigung ist eine schwerwiegende Straftat, sie wird zu recht hart bestraft – jemanden mit Hilfe falscher Behauptungen sozial zu ermorden ist es aber auch. Ich verweise ansonsten auf diesen Beitrag Prof. Müllers (auch Müllers Antworten auf die Kommentierenden beachten, insbesondere den auf „Anonyma“!) zu den Fällen Kachelmann und DSK. Genau wie die beiden Anzeigeerstatterinnen in den besagten Fällen hat auch Gina-Lisa Lohfink nachweisbar gelogen („KO-Tropfen“ – man bestellt unter KO-Tropfen-Einfluß keine Pizza, punktum) Wenn Tatsachen das ideologisch zuzementierte Hirn nicht mehr erreichen, wird es schon bedenklich. Aber wenn Tatsachen überhaupt für irrelevant erklärt werden, wird es regelrecht gefährlich.
Sie selber tut mir eher leid. Selbstverantwortung hin, Volljährigkeit her: Um die 20 ist man meistens einfach noch nicht reif genug, sich den Verlogenheiten, Begehrlichkeiten und der vordergründigen Attraktivität der Promi-Szene zu entziehen. Als It-Girl, das nichts tun muss außer da zu sein (the medium is the message) in BILD und Bunte abgebildet werden und diese Abbildungen als das reale Leben nehmen – das kann einen schon zerstören. Ich persönlich gehe davon aus, dass man sie zu dieser idiotischen Falschbeschuldigung beschwatzt hat, aber egal*. Alle sahen zu, ihre jeweiligen Schäfchen ins Trockne zu bringen – Anwalt, Managment, Unterstützer…am Ende wird sie alleine sein, es ist jetzt schon abzusehen. Nun geht es also in den Dschungel. Dem, der ihr dazu geraten hat, kann man im Grunde nur noch eine reinhauen… Was noch fehlt ist Schwesigs Rücktritt. Aber solche Leute treten nicht zurück, die machen einfach weiter; schamlos und schmierig. Wieder ein Grund, nicht SPD zu wählen.

Ja, und dann also die Burka. Verfassungsrechtlich ist da nichts drin für die Verbotswilligen, und das wissen sie auch. Der Nachweis, dass es sich bei ihr um ein eindeutig verfassungswidriges Symbol handelt, analog dem Hakenkreuz, dürfte nicht gelingen. Bei der Religionskritik mache ich mit, und ich habe immer gesagt: keine Muslim-Hatz bedeutet keine Muslim-Idyllik und vice versa. Burka tragen zu ‘dürfen’ bedeutet, die Burka kritsieren zu ‘dürfen’. Wer will es mir auch verbieten? Aber ich möchte nicht in einem Staat leben, der Bekleidungsvorschriften erläßt. Wo soll das enden? Und bei aller Sympathie für die säkulare Gesellschaft: ich erreiche mit Verboten gar nichts. Knapp 100 Jahre nach Atatürks Zwangssäkularisierung inklusive Kopftuchverbot für Behörden und Universitäten kassiert Erdogan ab. So ist die „neurotische Quetschkommode“ (Rühmklorf) namens ‘Mensch’ nun mal gestrickt. Wer dem bayrischen Säcklerhandwerk etwas Gutes tun will, wirbt für ein (sowieso nicht durchsetzbares) Lederhosenverbot, am besten mit dem Hinweis, Hitler und Göring hätten welche getragen. (Hans Scholl, Christoph Probst und die Edelweißpiraten ebenfalls, aber egal…) Solche Debatten, die sich an Symbolen abarbeiten, führen zu gar nichts. Wichtig allerdings wäre es, die Auseinandersetzung offen zu führen, weiß „weiß“, gelb „gelb“, rot „rot“ zu nennen und nicht abzuwiegeln. Natürlich hat der Islam mit dem Terror zu tun, so, wie das Christentum mit dem europäischen Judenhaß zu tun hat, so, wie die Naturwissenschaften mit Peenemünde und Dora-Mittelbau zu tun haben. Das kann man doch im Ernst nicht bestreiten. Die Frage wäre eben nur: genau was hat der Islam mit den Anschlägen zu tun? Ich möchte schon wissen, warum junge/jüngere muslimische Männer, meist in Europa sozialisiert und fast immer vorher im (klein)kriminellen Millieu unterwegs, das Töten anderer so attraktiv finden, dass sie sich ideologisch aufputschen und am Ende sogar ihren eigenen Tod in Kauf nehmen, nur um töten zu ‘dürfen’.

 

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* Man wird jetzt einwenden, das Urteil sei noch nicht rechtskräftig – was stimmt. Aber wenn die öffentliche Darstellung des Falls richtig ist (keine KO-Tropfen forensisch nachgewiesen, strukturiertes Handeln war möglich, am nächsten Abend ein weiteres, sehr angelegentliches Treffen mit dem angeblichen „Vergewaltiger“, zunächst nur Rechtsmittel gegen den illegalen Film, erst mit Verzögerung auch der Vergewaltigungsvorwurf), und wenn keine sensationell neuen Beweise auftauchen, dann wäre alles andere als ein Verwerfen der Revision ein veritabler Justizskandal. Udo Vetter spricht zu Recht von einer selten guten Beweislage.

Facebookalgorithmen (ich bin bald tot)

Ich kann, wenn ich mir anschaue, was facebook mir so alles angeboten hat (zB offenkundige Nazi-Sites, da ich nun mal geschichtlich informiert in und zB nach „Me 262“ google) nur hoffen, dass die Antiterror-Algorithmen besser sind. Sonst bin ich so gut wie tot…

Donald Trump

Im Gegensatz zu diversen Anderen weiß ich nicht, wer die US-Wahl gewinnen wird (was ich weiß: Es ist eine Wahl zwischen Teufel und Beelzebub! Als ob Madame so sehr viel besser wär…) Was ich ferner weiß: Trump hält einen Schlüssel in Händen: Den, dass er und seinesgleichen im Grunde tun können was sie wollen – egal! Mich erinnert er an die diversen Fernsehprediger, die immer wieder bei ihren Nutten erwischt werden…und niemanden kümmerts. Sie bekunden kurz und pathetisch ihre Reue…und machen weiter, kassieren weiter ab, als ob nichts wäre. Der wunderbare easy-listening Genesis-Song „Jesus he knows me“ von 1991 erklärt besser als alle Essays, warum Trump soviel Erfolg hat. Ob er Präsident wird oder „bloß“ a la AfD die Politik vor sich her treibt, ist letztlich egal.

 

Heute vor 75 Jahren

Carta_Göring

Deutschland im Würgegriff des IS-Terrors

Hie und da bin ich etwas schwer von kapé. Deswegen nochmal, zum Mitschreiben: Das habe ich jetzt richtig verstanden!

In Würzburg und Ansbach gab es Verletzte nach 2 Terror-Anschlägen, die der IS für sich reklamierte.

In München gab es 9 Tote nach einem Terror-Anschlag Amoklauf, den ein iranisch-deutscher Edelarier, hier geboren, sich auf Breivik berufend, beging. Opfer waren „Musels“ („Türken“)/Einwanderer. (Der IS wurde auch hier von „Terror-Experten“ sofort ins Spiel gebracht…ganz abgesehen davon, dass seine Twitter-Sympies sich selber ins Spielbrachten; siehe Link weiter unten.)

Deutschland diskutiert ab sofort allein über IS-Terror. Denn das ist ja unser einziges Problem. Der Terror-Musel!

Das habe ich richtig verstanden?

 

Das Wort zum Sonntag

hat heute Hannah Arendt:

Politisch gesprochen ist die Idee der Menschheit, von der man kein Volk ausschließen und innerhalb derer man keinem das Monopol des Lasters zubilligen kann, die einzige Garantie dafür, daß nicht eine „höhere Rasse“ nach der anderen sich verpflichtet glauben wird, dem Naturgesetz vom „Recht des Stärkeren“ zu folgen und die „niederen lebensunfähigen Rassen“ auszurotten. (…) Eine nichtimperialistische Politik zu machen, eine nichtrassische Gesinnung sich zu bewahren wird täglich schwerer, weil täglich klarer wird, was für eine Last die Menschheit für den Menschen ist.“ (Arendt, Hannah, Organisierte Schuld)

So ist es.

 

Das Unwort zum Sonntag entnehmen wir André  Poggenburgs Facebook-Account, er schrieb es in Kenntnis der wahren Hintergründe des Münchner Amoklaufs:

Rechte Hetze oder Mut zur Wahrheit?

Kritische Hinweise zum Terror in München mit Bezugnahme auf ein ‪#‎Politikversagen‬ der Merkel-Einheitspartei werden von Teilen der Medien, etablierten Politikern und vor allem Linksradikalen sofort als „Rechte Hetze“ verunglimpft.

Die Bluttat von Ali David Sonboly in München weist, wie viele Blut- und Gewalttaten der letzten Zeit, deutlich darauf hin, dass Multi-Kulti in vielerlei Hinsicht gescheitert ist. Dies trifft eben auch im Hinblick auf die Sicherheitslage zu. Linke Gewaltdrohungen und Medienhetze werden die AfD-Politiker nicht daran hindern auch zukünftig unangenehme Dinge direkt anzusprechen.

Den Hinterbliebenen und vielen Verletzten des Terrors in München und anderswo gilt selbstverständlich unsere Anteilnahme. Als Politiker haben wir allerdings die Aufgabe dafür zu sorgen, dass endlich Sicherheit geschaffen und das bisherige Politikversagen gestoppt wird. Dazu bedarf es allerdings ehrlicher Benennung von Ursache und Wirkung, auch entgegen einer „Political Correctness“. Dies leistet in Deutschland wahrnehmbar nur die ‪#‎AfD‬!

Nicht mehr des Kommentars bedürftig. Das ist innere Verwahrlosung und weiter gar nichts.

Btw: Bevor Herr Poggenburg gewählt wurde, stand er offenbar kurz vor der Privatinsolvenz; zumindest hatte ihn Creditreform bereits deutlich auf dem Radar, die Erzwingungshaft war mehrfach angedroht. (Klick) Selbst ehemalige politische Weggefährten werfen Poggenburg vor, dass es ihm allein um Alimentierung ginge. Der Verdacht ist nicht abwegig, dass hier Steuerzahler wie zum Beispiel ich eine verkrachte Existenz sanieren dürfen.