Copy-paste-Service für Argumente auf AfD-Niveau

Wollte ich seit einiger Zeit schon einrichten – Den copy-Paste-Service für Wutbürger! Jetzt nimmts mir Kathrin Weßling von den Lippen.

 

Ich darf vielleicht ergänzen:

 

HEY AUFWACHEN LEUTE! WIR WERDEN VERARSCHT!!!!!! ABER SOWAS VON!!!!

 

Meine Tante arbeitt bei Rewe. die sagtdie kommen immeran und klaun und sagen zahlt alles mutti merkel – EY AUFWACHEN BLÖDES DEUTSCHES FOLK!1!!!!11

 

DIE KRIEGN ALLE SMARTPHONES GESCHENKT!!!

 

EY GEHTS NOCH???????

 

Teddybärenwerfer, Bahnhofsklatscher und Gutmenschen (passt zu allen Gelegenheiten!)

 

 

Spott und Lob

Und da ich soeben, wenn auch gutmütig, ein bißchen über Daniel-Pascal Zorn gespottet habe, beeile ich mich hinzu zu fügen, dass ich seit längerem begeisterter Leser seiner Logik-Kolumne bin. Lesebefehl! (Alle Kolumnen hier)

VG Wort – update

Obwohl Jan Drees „Deutschlands wohl präzisesten Dialektiker“ konsultiert hat, geraten ihm und Zorn einige Dinge durcheinander. Drees und Zorn haben alle logischen Fäden in der Hand, dröseln sie aber nicht korrekt auf.

Es geht also um die VG Wort, um deren Ausschüttungen, es geht um Verlage und um Urheber. Was ist ein Verlag? Geben wir mit dem späten Wittgenstein einmal einige Beispieldefinitionen, dann sieht man schon, in welche Schwierigkeiten wir geraten. Ein Druckkostenzuschußverlag ist zum Beispiel ein Verlag. Random House mit diversen Erfolgsautoren (=relativ verläßlicher Umsatz) ist einer. Schulbuchverlage (mit relativ sicher planbarem Absatz) sind welche. Und junge, kleine Literaturverlage, die alles auf eigene Rechnung, eigenes Risiko betreiben und junge Autorinnen, junge Autoren fördern sind auch welche. Da haben wir schon mal ein erstes Problem. Ganz offenbar verführt der Begriff Verlag zunächst dazu, scheinbar nicht Vergleichbares zu vergleichen, nicht Identisches ineins zu setzen. Hier will Drees offenbar „differenzieren“. Fragen wir uns aber, ob es so etwas wie eine „Familienähnlichkeit“ zwischen allen Verlagsspielarten gibt: natürlich gibt es sie. Alle Verlage verdienen Geld damit (oder wollen oder müssen das), Literatur an den Mann zu bringen – von der fröhlich-vorhersagbaren Arztschnulze als Heftchenroman bis zur erregenden Neuübersetzung von Proust oder dem mutigen Debut einer Jobberin.

Mit dem Urheber sieht es nicht anders aus. Urheber – Drees zitiert Hagner völlig zu Recht – sind verbeamtete Professoren, deren Schreibarbeit (Forschung und Lehre sind ja ihr Auftrag, dafür werden sie bezahlt) bereits vom Steuerzahler durchfinanziert ist, und die Jungautorin, die sich ihren Erstling erkellnert hat. Kleiner Unterschied!  Aber auch hier gibt es natürlich Überschneidungen: Prof Dr. X und Jungautorin Y haben tatsächlich das jeweilige Werk als sog. geistige Urheber zu verantworten.

Wir bekommen die Sache besser in den Griff, wenn wir untersuchen, warum die VG Wort Geld ausschüttet. Weil ein Urheber ein Werk geschrieben hat? Nein (sonst hätte ich auch gerne ein bißchen Geld, ich schreibe auch ständig Werke, eins nach dem anderen…). Sondern: Weil ein von einen Urheber verfasstest, vom Verlag lektoriertes, veröffentlichtes und beworbenes Werk im Markt einen gewissen Erfolg generieren konnte.

Auf den Punkt gebracht: Joyce ist meinethalben alleiniger Urheber des „Ulysses“ (selbst das kann man mit sehr guten Gründen bestreiten, da der „Ulysses“ ja ohne die lange literarische Tradition Europas nicht denkbar ist, da andere Joyce´  Bildung bezahlt haben, Joyce literarische Diskussionen mit anderen führte etcetc, aber gut). Er ist jedoch allemal und unstreitig nicht der alleinige Urheber des Erfolgs, den der „Ulysses“ im literarischen Feld an den Tag gelegt hat! Dazu braucht es, und zwar essenziell, einen Verlag, eine Publikation, eine Veröffentlichung, und nicht zuletzt Buchhändler, die den Roman bevorraten oder bestellen.

Die Ausschüttung der VG Wort beruht nun, auch das ist unstrittig, auf dem wie auch immer meßbaren Erfolg des Werks am Markt. Das mag man degoutant finden, es ist so. Und insofern ist die bisherige Ausschüttung angemessen gewesen. Denn Urheber im sozialen und kulturellen Sinn, zumindest Urheber des Erfolgs, ist eben nicht nur der Autor.

Nach meinem Dafürhalten liegt der Denkfehler des Gerichts – dem es aber wohl kaum entgehen konnte – im kulturell tief verankerten, fehlerhaften Urheberbegriff, der immer noch nicht über das Originalgenie des deutschen Sturm und Drang hinaus gekommen ist – eine recht dumpfe, idealistisch verbrämte Projektion des Eigentumsbegriffs („ist meins, meins, meins“). Beim Patent- und Markenrecht haben wir eine ähnliche logische Schiefstellung, die gleichfalls unserem fatalen Eigentumsbegriff geschuldet ist und die sich in ganz analogen idealistischen Projektionen vom genialen Daniel Düsentrieb in seiner einsamen Forscherklause ausdrückt. Juristisch war da vielleicht nichts anderes drin, ich werfe das den Richtern gar nicht vor. Das bedeutet aber nicht, dass ich ihre Argumente mitmachen muss. Hier wäre eine gesetzliche Regelung vonnöten, die berücksichtigt, dass Werke das Ergebnis sozialer Interaktionen sind…und niemals (das galt nicht einmal für Kafkas Werk) in einsamer Klause entstehen.

 

update: mein Freund Matthias Gronemeyer macht mich auf facebook darauf aufmerksam, dass die VG Wort ja sozialverträglich ausschütte, „Erfolg“ es so also nicht treffe. Stimmt natürlich, war ungeschickt ausgedrückt. Am Kern des Arguments – die VG Wort honoriert nicht ein Werk, sondern ein von einem Verlag unter Kosten am Markt platziertes Werk – ändert sich aber nichts. Matthias Gronemeyer möchte sich diesen Mechanismen nicht mehr aussetzen, sondern geht für sein neues Buch „Vögeln – eine Philosophie vom Sex“ neue Wege.

 

Glücksgefühl und Bewunderung

Als ich einem Professor der Sorbonne gegenüber einen Roman von Balzac erwähnte, fragte dieser: „Beschäftigen Sie sich speziell mit Balzac?“ Ich antwortete ihm, daß ich Balzac oft und gern läse. „Schreiben Sie denn dann kein Buch über ihn?“ wollte er wissen. „Ach so“, sagte ich, „ein Buch ist etwas, worüber man ein anderes Buch schreibt. Aber ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich, wenn ich einen meiner Lieblingsautoren lese, es nur zu meinem Vergnügen tue.“

(…)

Wann werde ich endlich erwachsen werden?  Meiner Ansicht nach sind es das Glücksgefühl und die Bewunderung, welche man bei der Lektüre empfindet, die einem einen Autor erklären. ich habe immer geraten, einen Schriftsteller zu lesen, ohne sich Notizen zu machen, dafür aber so lange, bis man ihn wirklich kennt. Schreibt man dann über ihn, wird nichts die Begeisterung daran hindern, sich den eigenen Sätzen mitzuteilen, und man wird etwas schreiben, das des Autors würdig ist. (Alain, Spielregeln der Kunst)

Ganz großartig… (Hier gehts zur Debate auf „Tell“)

Meine 20 Cent zum Rassismus

Man muss sich über die offenkundige Dummheit rassistischer Haltungen lustig machen ‘dürfen’ (welch Wort, in diesem Zusammenhang!), natürlich ohne zu vergessen, dass Rassismus nicht lustig ist, sondern im Zweifelsfall eben tödlich.

Ich finde übrigens beide Haltungen verlogen: Sowohl die Haltung a la „Du darfst das N-Wort nicht sagen, nicht einmal in einer sprachhistorischen Analyse“ als auch die, die „wieder Neger (oder noch schlimmer) sagt, weil das die PC-Spießer, hähähä, so ärgert – so frei bin ich“. Das erstere ist ignorant – wer über Rassismus arbeitet, muss Rassismus darstellen ‚dürfen‘, wie sonst soll das gehen? Das zweite ist mies und versifft: Das also ist Deine Menschenfreiheit? Darin erschöpft sie sich? „Wieder Neger/Nigger sagen dürfen“? Toll! Wir sind begeistert! Das ist zweifelsohne Kern und Zentrum der Menschenfreiheit! Endlich sind wir im Bilde: Menschenfreiheit, Humanität, Freude? Endlich wieder „Neger“/“Nigger“ sagen und schreiben!

Du Arschloch! (Wird man ja wohl noch mal sagen dürfen…gez. Dr. rer nat Frauke Petry*)

 

_________

 

  • Frau Dr. rer nat Petry ist privatinsolvent, wird also durch mich, Dunja Hayali und vermutlich auch durch die meisten ihrer Wählerinnen und Wähler mit durchgefüttert. Das gilt auch für Herrn Poggenburg, AfD Sachsen-Anhalt, den ich, Dunja Hayali und seine, sorry, doofen Wählerinnen und Wähler jetzt auch mit durchfüttern dürfen. Das Schlimme an der AfD ist nicht einmal ihr verlogenes Wesen, sondern das Offenkundige daran.

Alain

Ziel des Vergleichs ist nicht zu erklären, sondern zu regeln.

(…)

Ähnlich, was die Träumerei des Dichters betrifft: Sie bedarf der Disziplinierung durch einen Gegenstand, und zwar nicht einen ähnlichen Gegenstand, sondern  einen solchen, der widersteht.

(Alain)

 

Sehr fein beobachtet. Man darf den Tag ja auch mal mit Schönheit beginnen

Behemoth – unsystematische Reflexionen

Vermutlich voll akzpetiert wird die sozialimperialistische Ideologie (also die Ideologie von unterschiedlichen Rassen und ihrer unterschiedlichen Wertigkeit, die Ideologie vom „Herrenvolk“, das den Auftrag habe, zu herrschen, hf) jedoch von den entwurzelten Mittelschichten, soweit die in der NSDAP organisiert sind. Denn dieser Teil der Mittelschicht ist sehr antikapitalistisch eingestellt. Für ihn ist die neue Theorie tatsächlich Ausdruck eines psychologischen Bedürfnisses nach größerer Würde. (…) Der Sozialimperialismus ist die gefährlichste Formel der nationalsozialistischen Ideologie. Er spricht all jene Gruppen in der ganzen Welt an, die von der Proletarisierung bedroht sind: Bauern, Einzelhändler, Handwerker, Lehrer und andere Intellektuelle, er spricht die Arbeitslosen an, alle, die im Monopolisierungsprozeß ihre Sicherheit verloren haben, aber keine Proletarier sein wollen. (Neumann, Franz, Behemoth, Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933 – 1944, Frankfurt/Main (Fischer TB) 1998, p. 267)

Franz Neumanns mitten im Krieg (deswegen, kein Tipfehler, 1933-1944!), zuerst 1942, dann mit Ergänzungen 1944 im Exil geschriebene und publizierte Strukturbeschreibung des NS war und ist bis heute profund und lesenswert. Allerdings denke ich, dass er in einigen Punkten fehl geht. Zunächst einmal – es kommt schon im Titel zum Ausdruck – zur These vom „Unstaat“. „Behemoth oder das lange Parlament“ war die weniger bekannte Ergänzungsschrift Hobbes zu seinem „Leviathan“. „Behemoth“ ist bei Hobbes die Metapher für Chaos, für den nunmehr wirklich stattfindenden Kampf aller gegen alle. Neumann erläutert:

Sein (Hobbes, hf) Leviathan ist die Analyse eines Staates, das heißt eines politischen Zwangssystems, in dem Reste der Herrschaft des Gesetzes und von individuellen Rechten noch gewahrt sind. Sein Behemoth (…) schildert dagegen einen Unstaat, ein Chaos, einen Zustand der Gesetzlosigkeit, des Aufruhrs und der Anarchie.“ (aao, p. 16)

Aber trifft das auf den NS wirklich zu? Chaotisch war der NS ja nun gerade nicht. In Auschwitz, perverser geht nicht, gab es ein Standesamt, welches ganz „ordentlich“ Sterbeurkunden ausstellte. Der Judenmord war auch ein Verwaltungsakt, das war es doch gerade. Dass Terror und Willkür Herrschaftsinstrumente des NS waren, stimmt natürlich, betraf aber nur – ein bewusstes „nur! – die Gegner (bzw zu „Gegnern“ erklärten). Völkische Ideologien behandeln ihre sogenannten ‚eigenen Leute‘ eigentlich immer sehr gut, solang die mitspielen. (Völkisches Denken ist neben dem fatal falschen Eigentumsbegriff eine der Grundirrtümer der Menschheit – die Differenz ‚eigene Leute’/ Fremde preisgeben wäre eine der großen Zivilisationsfortschritte der Menschheit. Deswegen verachte ich das Gerede vom „positivem Patriotismus“ so sehr. Es gibt keinen „positiven Patriotismus“. Dies anbei.) ‚Arische‘ Deutsche, also Volksgenossen, haben im NS ein gutes, von diversen NS-Organisationen effektiv durchorganisiertes Leben geführt, Urlaub inklusive – gut jedenfalls so lange, bis die Wellingtons, Stirlings, Halifaxs, Lancasters und B-17s die Volksgenossen und Volksgenossinnen darüber zu belehren hatten, dass man deutsches Liedgut („Bomben auf Engelland“) auch übersetzen kann.

Franz Neumann selber zeigt ja auf – angesichts seiner schmalen Quellenbasis muss man seine Arbeit bewundern! -, wie exakt der NS die Gesellschaft durchorganisiert hat. Kein Unstaat, eher ein Einheitsstaat (siehe etwa aaO, p. 464). Wen die Preisgabe von Pluralität und Spontaneität (also von Freiheit in Arendts Verständnis) nicht störte, der war als ‚Arier‘ in Nazi-Deutschland sozusagen gut aufgehoben.

Zum zweiten greift seine Analyse derjenigen, die den NS unterstützten (s.o. erstes Zitat) zu kurz. Keine Frage: Der NS hatte im sog. Stehkragenproletarier mit seinen Abstiegsängsten und seinem Abgrenzungsbedürfnis treue und verlässliche Unterstützung gefunden. Aber wie Falters klassische Analyse der Wählerschichten der NSDAP zeigt, war dies nicht die einzige Klientel, die er ansprach (Falter, Jürgen, Hitlers Wähler, 1991). Gehobenes Bürgertum, Professoren, Richter, leitenden Ingenieure, ‚Manager‘, kurz die Funktionselite war nicht weniger begeistert dabei. Und eben diese Funktionselite hat ja informellen Einfluß über ihre bloße Stimmenzahl bei Wahlen hinaus („Mein Chef, der Herr Dipl-Ing Dr. Müller-Meier-Schulze, ist auch für Hitler“ vergl. Walter Kempowski: Amtsgerichtsrat Warkentin!).

Vor kurzem noch mussten wir uns von Heinz Bude eine ganz ähnliche Analyse anhören: Die „Verbitterten“, zu denen der verbeamtete Bude natürlich im Leben nicht gehört, sind also die, die sich keinen diving-adventure-Urlaub auf den Malediven leisten können, weil sie in die Zukunft ihrer Kinder investieren…

Habe ich mich verhört, wenn ich hier den arrivierten Großbürger bei vehementer Abwehr beobachte? „Die Aldi-Kassiererin und der Dreher, die wählen AfD in ihrer Abstiegsangst, und der verbitterte Vorstadintellektuelle, der sich zu kurz gekommen fühlt, kommt ihnen zur Hilfe“ – keine Zweifel: Unter den Afd-Wählern wird es Aldi-Kassiererinnen und Dreher mit Abstiegsängsten und auch verbitterte Vorstadintellektuelle geben. Gewählt und vor allem politisch vertreten wird sie aber auch von verbeamteten Universitätsprofessoren, Budes Professoren-Kollege Meuthen etwa, und Adeligen, die finanziell ausgesorgt haben. Neumanns Analyse war 1944 nicht besser zu haben. Dass Bude – ein pro-Agenda-Mann – es heute aber immer noch nicht besser weiß oder wissen will, ist schon verstörend. Ich habe seine Analyse, die die Standards, die Falter mit seiner Untersuchung gesetzt hat, nicht zur Kenntnis nimmt, als übergriffig und herrenmenschig empfunden. Das steht ihm so einfach nicht zu. Es stimmt schlicht nicht, und zwar auf der Ebene der schieren Fakten nicht, dass rechtes, völkisches Denken lediglich ein Phänomen prekär beschäftigter einfacher Dienstleister oder sich abgehängt oder verkannt fühlender Akademiker ist. Hitler wurde nicht nur von den Versagern oder „Versagern“ gewählt. Die billige 50er-Jahre-These vom „NS als Revolution des Pöbels“, in der sich das deutsche Bildungsbürgertum, schuldbewusst, gefiel („ich nicht, ich nicht“), sollte doch wirklich der Vergangenheit angehören.

Barmbeker Musel-Sexmob +++ Barmbeker Musel-Sexmob +++ update!

In folgendem sehen Sie Bilder vom Barmbeker Muselsexmob. Ich habe sie, wie unschwer zu sehen, unter Lebensgefahr geschossen. „anwohner51“ macht bekanntlich seit Monaten auf die Gefahr aufmerksam, die vom Flüchtlingswohnheim in der Hufnerstrasse ausgeht. Ich habe das nicht glauben wollen. Aber jetzt muss ich ihm Recht geben. Unter dem Torbogen…erschütternd! Und achten Sie besonders auf das blonde deutsche Mädchen…eine blonde Tochter eines grün wählenden Universitätsprofessors! Schlimm!

Gestern: Der vertierte Muselsexmob formiert sich:

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Fassungslos machend. Schlimmer noch, was dann unter dem berüchtigten Torbogen in der Hufnerstrasse geschah:

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Wie alle Welt sieht: Werhrlos zappeln die (überwiegend jungen, überwiegend blonden) deutschen Mädchen unter dem Torbogen der Schande im Würgegriff des Musels! Und niemand greift ein, keiner traut sich mehr. Denn klammheimlich hat der Musel uns bereits im Griff. Sehen auch Sie da „blonde Töchter grün wählender Uni-Profs“? Ich ja…

Und heute? Sah es etwa anders aus? Mitnichten!

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Wieder sammelt sich der vertierte Muselsexmob am Flüchtlingsheim. Teddybärenwerfer wie ich tun nix dagegen, nix! Und was passiert?

Das hier:

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Der Muselmob rast durch die Stadt, er macht die blonden Fauen platt! Und niemand hilft „anwohner51“. Schauen Sie sich diese Bilder an! Ist es zu fassen? (Lassen Sie sich von der Bild-Manipulation der muselbestimmten Feindpropaganda nicht in die Irre führen: Der Musel-Sexmob war da! Ich bin von der Lügenpresse erpresst worden, diese Friedfertigkeit suggerierenden Bilder zu schießen! anwohner51 weiß Bescheid! Wolfgang und Steffi auch…)

Steffi Krause, edelstes deutsche Blut ganz offenbar, hat mich ja schon vor Monaten angemailt: Sie habe Angst, denn unterm Torbogen wurde sie von versexten,vertierten Musels belästigt. steffi.krause72@gmx.de hat offenbar soviel Angst, dass sie nicht einmal am Klingelschild auftaucht… „anwohner51“ hat aber schon mehrfach klar gestellt, woran das liegen könnte: daran, dass die Antifa Menschenhatz betreibe, man als Rechter in Deutschland Angst haben müsse…weswegen ja auch er anonym bleiben müsse. Angesichts der unstreitigen Tatsache, dass die Summe der von der pöhsen Antifa ermordeten Rechten 0 (in Worten: Null) beträgt, während die Anzahl der von den Rechten seit 1990 Ermordeten inzwischen deutlich dreistellig sein dürfte, ist das natürlich eine sehr begründete Angst.

Update: Hier weitere, soeben fotografierte Belege:  Der Musel war Dreck, ist Dreck, bleibt Dreck. Meine Fotos belegen es:

Unfassbar! Der Musel ist, wie man sieht, auch intelligent. Er entzieht sich meiner Kamera. Damit ist bewiesen, dass der Musel besonders brutal agiert…

Merkels Waterloo?

Ich kannte den 103, der selbstverständlich sofort abgeschafft gehört, auch nicht. Mit Frau Merkel, die einerseits seit Sommer 2015 das Asylrecht weiter verschärfte – kürzlich wieder -, andererseits dem liberalen Millieu die welcome-Kanzlerin vorgaukelte, also, wie immer, auf allen Hochzeiten tanzen wollte, muss man übrigens kein Mitleid haben. Dennoch wäre ein Rücktritt jetzt vermutlich wirklich fatal, weil sich die schmierige, hämisch und siegessicher an alle miesen Ressentiments appellierende Grinserin Petry den auf ihrem Gewehrschaft einschnitzen würde.

PS: Und natürlich hat Georg Diez recht, wenn er bemerkt:

Und in diesem Zusammenhang ist das Erdogan-Gedicht von Böhmermann dann doch interessant. Die Frage ist ganz einfach: Hätte er so viele sexuelle und rassistische Anspielungen verwendet, wenn es nicht um einen Türken gegangen wäre?

Denn die rassistischen Klischees des Gedichts betreffen ja nicht in erster Linie Erdogan, sie betreffen alle Türken, die dönerstinkend, mädchenschlagend, ziegenfickend gezeichnet werden.

Herder, Cassirer, Arendt und die Romantik

„Aber ihr (der Romantiker, hf) Nationalismus war nicht von imperialistischer Art. Ihr Sorge war, zu bewahren, nicht zu erobern. Sie versuchten mit der äußersten Anstrengung all ihrer geistigen Kräfte, die Eigenart des deutschen Charakters zu bewahren; aber sie beabsichtigten niemals, ihn anderen Völkern aufzudrängen und aufzuerlegen.

Dies war ein notwendiges Resultat des Ursprungs des deutschen Nationalismus. Dieser Nationalismus war von Herder geschaffen worden – von allen Denkern und Dichtern des achtzehnten Jahrhunderts besaß Herder den schärfsten Sinn und das tiefste Verständnis für Individualität. Dieser Individualismus wurde eine der hervorstechenden und charakteristischten Wesenszüge der romantischen Bewegung. Die Romantiker konnten niemals die besonderen und spezifischen Formen des kulturellen Lebens, Dichtung, Kunst, Religion und Geschichte dem „totalitären Staat“ aufopfern. Sie hatten einen tiefen Respekt für all die unzähligen, feinen Unterschiede, die das Leben der Individuen und der Völker charakterisieren. Diese Unterschiede zu fühlen und sich ihrer zu freuen, mit allen Formen nationalen Lebens zu empfinden, war für sie das eigentliche Ziel und der größte Reiz des historischen Wissens. Der Nationalismus der Romantiker war daher kein bloßer Partikularismus. Er war das gerade Gegenteil. Er war nicht nur mit einem wirklichen Universalismus vereinbar, sondern setzte ihn voraus. Für Herder war jede Nation nur eine individuelle Stimme in einer universalen, allumfassenden Harmonie.“ (Cassirer, Ernst, Der Mythus des Staates, Frankfurt/Main (Fischer) 1985, p. 241-242)

Sehr fein. Auch Cassirer deutet – wie schon Heinrich Heine – Herder letztlich also als Frühromantiker, was m.E. ja auch völlig richtig ist. Ob er der späteren Romantik hier aber nicht doch zuviel zugesteht? Irgendwann schlug der romantische Nationalismus jedenfalls in Gewalt um, und zwar schon recht früh. Diese zunächst verbale Gewalt nahm sich, neben ‚den‘ Franzosen, sehr schnell auch die Juden und (!) die Philister vor. Cassirer ist das wohl entgangen. Es gibt einen verstörenden Text von Achim von Arnim – verstörend deswegen, weil er einerseits seinen wohl allen Ernstes „witzig“ gemeinten Gewaltphantasien hemmungslosen Lauf läßt (man nehme eine Juden, zerstoße ihn, zerreibe ihn im Mörser und erwärme ihn, mit Ätzlauge versetzt, im Tiegel „bis zum Durchglühen“), er andererseits aber formuliert: Man müsse „bedenken, wie unzählige Grausamkeiten unter dem Vorwande des christlichen Glaubens gegen dieses unglückliche Volk verübt worden sind“. Diesen offenkundigen Selbstwiderspruch von Arnims sollen andere erklären; ich kapituliere da. Halten wir fest, dass die Romantik den herderschen Weg früh preis zu geben anfing.

Herders eigene Sicht auf das Judentum geht, wie bereits die junge Hannah Arendt bemerkte, einen völlig anderen Weg. Sie ist nicht unproblematisch, weil sie letztlich, indem die Juden sich „bilden“ (heißt auch: assimilieren) sollen, dafür sorgt, dass diese zu den „Geschichtslosen in der Geschichte“ (Arendt) werden. Die Juden würden somit, so Arendt, dem Nichts gegenüber stehen. Gerade diese Bindungslosigkeit sieht Herder jedoch als große Auszeichnung, als Vorurteilslosigkeit – ein ziemlich moderner Gedanke. Herders Begriffsinstrumentarium hat nicht ausgereicht, ihn vollständig auszumultiplizieren, denn warum sollte die Befreiung von Tradition, also ein distanziertes Verhältnis zu ihr, nur Juden (gezwungenermaßen) möglich sein? Aber für einen 1740 geborenen Intellektuellen sind seine differenzierten Gedanken über das Judentum und seine Geschichte anregend zu lesen. Natürlich enthalten seine Werke, das kann gar nicht anders sein, indiskutable Vorurteile über ‚die‘ Juden (die „Ebräer“), etwa über ihren angeblichen „Wucher“, aber ähnlich wie Dohm führt er diese angeblichen Volkseigenschaften ‚der‘ Juden eben nicht auf angeborene Eigenschaften zurück, sondern analysiert sie geschichtlich. „Witzige“ Judentests a la von Arnim/Brentano finden sich in Herders Werk jedenfalls nicht. Herder hat nicht, wie die Romantiker, explizit gegen die Judenemanzipation argumentiert, sondern für sie. Wenn Himmler in seiner ersten Posener Rede davon spricht, Herder müsse „besoffen“ gewesen sein, als er allen Völkern gleiche Rechte zugestand, ist das kein Zufall.

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